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    Startseite | Aktuell im Trend | Warum die EU E-Scooter-Regelungen endlich vereinheitlichen sollte
    Aktuell im Trend News

    Warum die EU E-Scooter-Regelungen endlich vereinheitlichen sollte

    17. Februar 2025
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    Aktuelle EU-Flickenteppiche, Unfallzahlen und moderne Technik: Hier bekommst du einen ehrlichen Blick auf E-Scooter und mögliche Lösungen.
    E-Scooter sind längst echte Verkehrsmittel – doch Behörden zögern. Lies hier, wie wir mithilfe neuer Kategorien und Führerscheine weiterkommen.
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    1 Meine Gedanken zur europäischen Uneinheitlichkeit und neuen Fahrerlaubnisklassen für E-Scooter
    2 Die EU und ihre unterschiedlichen Vorschriften
    3 Verzerrte Unfallstatistiken durch Leihscooter
    4 Ist die aktuelle Einstufung von E-Scootern falsch?
    5 EPF Pulse+
    6 VMAX NEW VX4
    7 Egret Unit
    8 Brauchen wir einen E-Scooter-Führerschein?
    9 Moderne E-Scooter: Keine Spaßmobile mehr
    10 Wollen die Behörden wirklich keine Alternativen?
    11 Was konkret verbessert werden könnte
    12 Mein Blick in die Zukunft
    13 VMAX VX2 Hub
    14 Engwe L20 SE
    15 EPF Pulse+
    16 Abschließende Worte und Links

    Meine Gedanken zur europäischen Uneinheitlichkeit und neuen Fahrerlaubnisklassen für E-Scooter

    In letzter Zeit erreichten mich zahlreiche Kommentare und Rückmeldungen aus der Community, die mir erneut bewusst machen, wie komplex das Thema Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter) wirklich ist. Gerade wenn wir den Blick auf die EU werfen, stellt sich die Frage nach einer einheitlichen Regelung und dem Sinn oder Unsinn aktueller Geschwindigkeits- und Fahrerlaubnisbegrenzungen. Dabei geht es nicht nur um die eKFV in Deutschland, sondern auch um das, was andere EU-Mitgliedsstaaten bereits vorgemacht haben.

    Im Folgenden möchte ich all die Punkte aufgreifen, die von euch, der Community, eingebracht wurden: die uneinheitlichen EU-Regelungen, verschiedene Tempolimits, die oft verzerrte Unfallstatistik – vor allem im Hinblick auf Leihscooter – und natürlich die Idee einer neuen Fahrerlaubnisklasse für „schnelle“ E-Scooter. Ich berichte in der Ich-Form, bleibe dabei aber kritisch wie auch objektiv, denn schließlich geht es darum, ein möglichst umfassendes Bild zu zeichnen.

    Die EU und ihre unterschiedlichen Vorschriften

    Ich werde oft gefragt, warum in der EU keine einheitlichen Regelungen für E-Scooter existieren. Schließlich wird doch in Brüssel alles Mögliche vereinheitlicht, von der Größe von Salatgurken bis hin zur Farbe von Reisepässen – warum also nicht auch bei Elektrokleinstfahrzeugen?

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    • Ungarn zum Beispiel erlaubt bei E-Scootern unlimitiertes Fahren in Bezug auf die Geschwindigkeit, allerdings setzt bei einer Geschwindigkeit ab 25 km/h die Pflicht einer Versicherung ein.
    • Andere Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien haben ganz eigene Tempolimits – meist sind hier 25 km/h erlaubt. Auch die Anforderungen an Helmpflicht oder Versicherungen variieren beträchtlich.

    Das führt zu einem regelrechten Flickenteppich innerhalb der EU: Jedes Land kocht sein eigenes Süppchen, und für Reisende oder Grenzgänger ist oft unklar, welche Vorschrift gerade greift. Gerade wenn ich auf Messen in europäischen Nachbarländern unterwegs bin, ist es immer wieder interessant zu sehen, wie locker oder streng die Regularien gehandhabt werden.

    Mein Fazit: Eine Harmonisierung der gesetzlichen Vorschriften wäre wünschenswert. Wer über Grenzen hinweg pendelt oder sogar regelmäßig im Ausland unterwegs ist, braucht klare Richtlinien. Zumindest für E-Bikes gibt es schon etwas bessere Harmonisierung – warum also nicht auch für E-Scooter?

    Verzerrte Unfallstatistiken durch Leihscooter

    Ein großes Thema in den Medien sind immer wieder Unfallzahlen. Sobald ein E-Scooter in einen Unfall verwickelt ist, schaffen es die Schlagzeilen weit nach oben. Das wiederum verzerrt das Bild in der öffentlichen Wahrnehmung, denn die meisten Unfälle geschehen (leider) häufig mit Leihscootern in Städten, in denen Touristen oder ungeübte Fahrer unterwegs sind, die sich auf dem E-Scooter kaum auskennen.

    Wer sich einen eigenen E-Scooter kauft, macht sich hingegen oft viel mehr Gedanken über Sicherheit, fährt deutlich vorsichtiger und pflegt sein Fahrzeug sorgfältig. In meiner Erfahrung sind E-Scooter-Besitzer zum großen Teil sehr verantwortungsbewusst unterwegs. Schwarze Schafe gibt es natürlich überall – genau wie bei Autofahrern, Motorradfahrern und Radfahrern. Das darf jedoch kein Grund sein, pauschal alle E-Scooter-Fahrer zu gängeln und strenge Reglementierungen einzuführen, die nur zur Frustration führen.

    Unfallstatistiken müssten dringend nach Art der Nutzung differenziert werden (Leihscooter vs. private Nutzung, Erfahrung des Fahrenden, Zeit und Ort des Unfalls usw.). Nur so kann man fundiert argumentieren, welche Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind, um die Sicherheit zu erhöhen, anstatt rein symbolische Politik zu betreiben.

    Ist die aktuelle Einstufung von E-Scootern falsch?

    Viele von euch wiesen darauf hin, dass die Einstufung der E-Scooter in der deutschen Gesetzgebung anachronistisch wirkt. Wer eine schnelle Maschine wie eine Kawasaki Ninja mit über 200 km/h Maximalgeschwindigkeit legal fahren darf (vorausgesetzt, man hat die entsprechende Fahrerlaubnisklasse und hält sich an die StVO), fragt sich zu Recht, warum er oder sie keinen E-Scooter fahren darf, der schneller als 20 km/h fährt.

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    • Aktueller Stand: E-Scooter werden als Elektrokleinstfahrzeuge eingestuft. Das führt zu strikten technischen Anforderungen und Tempolimits (in Deutschland sind es 20 km/h). Eine höhere Geschwindigkeit ist nicht einfach so erlaubt, selbst wenn das technische Niveau der Scooter längst mehr hergäbe.

    • Zukunftsvision: Eine eigene Fahrerlaubnisklasse speziell für E-Scooter könnte Abhilfe schaffen. Man könnte die Fahrzeuge, die technisch einen höheren Standard erfüllen (z. B. hydraulische Bremsen, stabile Rahmen, Beleuchtung nach Motorradstandard), in eine neue Kategorie packen. Mit einer entsprechenden Zulassung (TÜV) und einem kleinen Führerschein (in Anlehnung an AM, A1 oder Ähnliches) wäre es dann möglich, Scooter mit z. B. 30 oder 45 km/h zu fahren.

    Ich finde diesen Ansatz interessant. Einerseits bleibt die Hürde für die kleinen Standard-E-Scooter (bis 20 km/h) niedrig – man kann sie ab 14 bzw. 15 Jahren nutzen, braucht keinen Führerschein. Andererseits würden wirklich fortschrittliche Fahrzeuge, die inzwischen Motorradkomponenten haben, nicht mehr in denselben „Käfig“ gesteckt wie die Einstiegsmodelle im Baumarkt. Genau hier sehe ich die Chance, die Gesetzgebung moderner und flexibler zu gestalten.

    Brauchen wir einen E-Scooter-Führerschein?

    Die Frage nach einem E-Scooter-Führerschein liegt nahe, wenn wir über neue Fahrzeugklassen sprechen. Viele befürchten jedoch, dass die Hemmnisse für Interessierte zu hoch würden. Doch ich glaube nicht, dass ein Führerschein für alle E-Scooter sinnvoll ist. Vielmehr müssten wir verschiedene Kategorien schaffen:

    1. E-Scooter bis 20 km/h (bzw. 25 km/h): Für diese Kleinstfahrzeuge könnte alles so bleiben wie es ist. Altersbegrenzung, Versicherungskennzeichen, technische Anforderungen – fertig. Das ist perfekt für die Masse der Nutzer, die kurze Strecken in der Stadt zurücklegen wollen.

    2. Schnellere E-Scooter (z. B. bis 45 km/h): Hier könnte eine neue Führerscheinklasse greifen, die verpflichtende Fahrschulstunden oder zumindest eine Fahrpraxisprüfung beinhalten. Analog zum Führerschein für Mopeds (Klasse AM) sollte man so den Umgang mit höheren Geschwindigkeiten erlernen. Das gewährleistet mehr Sicherheit, weil man weiß, dass die Nutzer den Umgang mit dem Fahrzeug beherrschen.

    3. Sehr leistungsstarke E-Scooter (weit über 50 km/h): Diese könnten wiederum in eine Kategorie fallen, die eher an Leichtkrafträder (Klasse A1) erinnert. Diese Scooter sind technisch gesehen fast kleine Motorräder und sollten entsprechend eingestuft werden.

    So ein gestaffeltes System hätte den Vorteil, dass es den technischen Fortschritt berücksichtigt. Moderne Scooter mit hochwertigen Bremsen, leistungsstarken Motoren und stabilen Rahmen könnten dann legal im Bereich 30-45 km/h unterwegs sein, ohne gleich als „verbotenes Renngefährt“ zu gelten. Gleichzeitig bleiben die Einstiegsmodelle günstig und für jeden mit Mindestalter leicht verfügbar.

    Moderne E-Scooter: Keine Spaßmobile mehr

    Lange Zeit wurden E-Scooter als reine Spaßmobile angesehen, mit denen man mal ein bisschen durch die City cruist. Doch die Realität sieht bei vielen Modellen anders aus:

    • Hochwertige, hydraulische Motorradbremsen sorgen für zuverlässige Verzögerung.
    • Moderne Beleuchtungssysteme mit Tagfahrlicht, Blinkern und Bremslicht machen den Scooter in der Dunkelheit genauso sichtbar wie ein Motorrad.
    • Stabile Werkstoffe wie Aluminiumlegierungen oder Carbon machen den Scooter leicht und dennoch robust.

    Ich habe im vergangenen Jahr dutzende solcher Scooter im Test gehabt. Viele dieser High-End-Fahrzeuge wären bestens geeignet, um als vollwertige Verkehrsmittel zu dienen. Ich rede hier von Reichweiten über 60 Kilometer und einer Straßentauglichkeit bei jedem Wetter. Dass sie auf 20 km/h gedeckelt sind, erscheint vielen Fahrerinnen und Fahrern lächerlich, da das Potenzial viel höher ist – und man auf 20 km/h (innerorts, wo gelegentlich sogar Autos 50 km/h fahren) fast schon zum Hindernis wird.

    Wollen die Behörden wirklich keine Alternativen?

    Eine wesentliche Frage, die immer wieder in der Community aufkommt, lautet: „Wollen die deutschen Behörden eigentlich, dass man auf alternative Verkehrsmittel umsteigt? Oder blockiert man diese Entwicklung absichtlich?“ Hier scheiden sich die Geister. Manche glauben an echte Klimaschutzbestrebungen und die Förderung von Mikromobilität, andere wittern eher eine politische Agenda, Autos zu bevorzugen.

    Meine Meinung: Ich denke, es gibt durchaus politisch Verantwortliche, die E-Scooter als Chance sehen. Doch in der Verwaltung ist das System träge, und neue Fahrzeugtypen rufen immer Bedenken und rechtliche Fragen hervor. Das führt dazu, dass man lieber eine strenge und restriktive Regelung erlässt, statt zu riskieren, dass sich etwas außerhalb der gewohnten Bahnen entwickelt.

    Was konkret verbessert werden könnte

    1. Europäische Harmonisierung
      Die EU sollte zumindest einen Rahmen vorgeben, in dem sich die einzelnen Länder bewegen. Das könnte eine einheitliche Definition von E-Scootern und standardisierte Geschwindigkeitsklassen beinhalten. Gerade für grenzüberschreitenden Verkehr wäre das ein echter Fortschritt.

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    2. Neue Fahrerlaubnisklasse oder -klassen
      Wer mehr Leistung und höhere Geschwindigkeiten will, sollte dafür eine angepasste Erlaubnis erwerben können. So wie es beim Motorrad längst üblich ist: verschiedene Klassen für verschiedene Kubikzentimeter (bzw. kW) und Geschwindigkeiten.

    3. Genauere Unfallstatistiken
      Damit wir fundierte Entscheidungen treffen können, brauchen wir trennscharfe Zahlen für private E-Scooter und Leihscooter. Nur so lässt sich der Vorwurf des „unsicheren E-Scooters“ differenziert betrachten.

    4. Unabhängige Prüfverfahren
      Ein TÜV, der modernste Scooter-Prüfungen anbietet, könnte sicherstellen, dass Fahrzeuge mit einer höheren Leistung sicher unterwegs sind. So lässt sich qualitativ entscheiden, ob ein Scooter in die „Highspeed-Kategorie“ kommt.

    5. Kommunikation und Lobbyarbeit
      Wir, die E-Scooter-Fahrenden, müssen unsere Stimmen bündeln und an die entsprechenden Stellen (Ministerien, Verbände) herantragen. Je mehr Daten und Erfahrungsberichte vorliegen, desto eher lässt sich eine Gesetzesänderung anstoßen.

    Mein Blick in die Zukunft

    Ich betreibe den YouTube-Kanal Scooterhelden mit über 123.000 Followern und streame regelmäßig auf meinem Zweitkanal ScooterheldenLive. Dort teste ich jährlich eine Vielzahl von E-Scootern, E-Bikes und Sonderfahrzeugen und besuche Messen, Hersteller und Händler.
    Die Resonanz aus der Community ist riesig. Viele Menschen wollen ernsthaft eine Alternative zum Auto – insbesondere in Ballungsräumen und für kürzere Pendelstrecken. E-Scooter sind dafür oft prädestiniert: Sie sind wendig, leise, emissionsfrei und benötigen keinen Parkplatz in klassischer Form.

    Doch um das volle Potenzial auszuschöpfen, bräuchte es flexiblere Geschwindigkeitsregeln, klarere EU-weite Vorschriften und möglicherweise neue Führerscheinklassen. So könnten E-Scooter vom Stigma des „Fun-Gadgets“ befreit werden und sich zu dem entwickeln, was sie sein können: moderne, urbane Verkehrsmittel für den Alltag.

    Entweder wir gehen diesen Weg und leisten so einen Beitrag zur Verkehrswende – oder wir lassen es bleiben und investieren weiter in klassische PKW-Infrastrukturen. In Anbetracht der aktuellen Klimaziele und der Verkehrsprobleme in den Städten sollte die Wahl klar sein: Wir sollten E-Scootern eine echte Chance geben, anstatt sie mit veralteten Bestimmungen auszubremsen.

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    Abschließende Worte und Links

    Es ist mir ein Anliegen, diese Diskussion weiterhin offen zu führen. Ich danke jedem von euch, der konstruktive Kritik und neue Ideen einbringt. Euer Feedback zeigt mir, wo die Reise hingehen kann und was wir dringend noch angehen müssen. Gemeinsam können wir versuchen, die Gesetzgebung zu beeinflussen und Behörden aufzuzeigen, dass E-Scooter mehr als nur Spielzeug sind.

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