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IAA MOBILITY 2025: Groß gedacht, kleiner gewirkt – ein 4K‑Rundgang und ein offener Appell an das BMDV
Unser Konzept war simpel: 80 Minuten, sechs Hallen, keine Worte – nur Bilder in 4K. Was bleibt, ist ein nüchterner Blick auf eine Messe zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Auf dem Papier klingen die Eckdaten imposant: 750 Aussteller, 82.000 m² Fläche, 500.000 Besucher aus 110 Ländern, 91 Startups, 300 Weltpremieren. Vor Ort zeigte sich allerdings ein gemischtes Bild – mit starken Marken, guten Momenten, aber auch Lücken, Absperrungen und Leerräumen, die man bei einer “Leitmesse” nicht erwartet.
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Zahlen vs. Wirklichkeit in den Hallen
Wer durch die Pläne blättert, erkennt die Schwerpunkte – und die weißen Flecken. Halle A3 etwa: eine riesige Food Area dominiert, dazu viele kleine Stände, dazwischen spürbar Luft. Das ist legitim, aber es wirkt im Gesamtbild “ausgedünnt” – gerade wenn man die Erwartungshaltung an eine internationale Leitmesse im Kopf hat.
In Halle B1 dagegen zeigte die Volkswagen Group unübersehbare Präsenz – mehrere große Flächen, flankiert von bekannten Tech‑Partnern und Zulieferern. Das wirkt geschlossen, professionell – aber eben auch: sehr konzentriert auf wenige Player.
Zahlen vs. Wirklichkeit in den Hallen
Wer durch die Pläne blättert, erkennt die Schwerpunkte – und die weißen Flecken. Halle A3 etwa: eine riesige Food Area dominiert, dazu viele kleine Stände, dazwischen spürbar Luft. Das ist legitim, aber es wirkt im Gesamtbild “ausgedünnt” – gerade wenn man die Erwartungshaltung an eine internationale Leitmesse im Kopf hat.
In Halle B1 dagegen zeigte die Volkswagen Group unübersehbare Präsenz – mehrere große Flächen, flankiert von bekannten Tech‑Partnern und Zulieferern. Das wirkt geschlossen, professionell – aber eben auch: sehr konzentriert auf wenige Player.
Wer da war – und wer fehlte
BYD trat offiziell mit einer Main‑Stage‑Pressekonferenz auf, XPeng und Leapmotor standen ebenfalls im Rampenlicht; GAC, Bosch, Schaeffler und weitere Big Names waren präsent. Das liefert Substanz – und ist in den offiziellen Pressezeiten schwarz auf weiß dokumentiert.
Auffällig ist zugleich das, was nicht auftaucht: Tesla fehlt in den offiziellen Presse‑Terminen – in Zeiten, in denen Hersteller ihre eigenen Formate pushen, ist das ein Signal. Ob kalkulierte Distanz zur IAA oder einfach Priorisierung eigener Events: Es schwächt die Messe‑Erzählung, wenn Kernmarken fehlen. (Beleg: Tesla erscheint in den offiziellen Presse‑Schedules nicht.)
China im Fahrersitz, Europa selektiv
Der China‑Block ist klar sichtbar: XPeng, Leapmotor, GAC, Dongfeng/ForThing, Changan – in B1–B3 finden sich markante Flächen und Presseslots. B3 versammelt zudem ein starkes Tech‑Cluster mit Bosch, Schaeffler, Vector – und sogar das Mercedes‑Symbol signalisiert eine prominente Präsenz. Die Mischung zeigt: Industrie‑Know‑how ist da – aber die Gewichte verschieben sich.
A1 wiederum bringt die hiesigen Schwergewichte ins Bild: BMW mit großem Auftritt, flankiert von ZF und anderen Tier‑1‑Zulieferern – klassisch, solide, aber ohne die Überinszenierung früherer Jahre.
Open Space: Schaufenster oder Ausweichfläche?
Ja, Münchens Innenstadt spielte wieder mit: Audi am Wittelsbacherplatz, Mercedes‑Benz in der Residenz, Lucid am Odeonsplatz, Volkswagen‑Touren – das Open‑Space‑Konzept ist charmant, niedrigschwellig und städtisch. Zugleich zerfasert es das Messeerlebnis: Die eigentliche Messehalle verliert an Zentralität, während draußen PR‑Bühnen entstehen. Für Fachbesucher ist das spannend, für Orientierung und Dichte aber nicht immer hilfreich.
Startups: 91 gelistet – aber wie sichtbar?
Die Startup‑Areas sind vorhanden – B2 (u. a. “prototype.club”) und A2 (Startup‑Lounge) zeigen, dass junge Firmen Raum bekommen. Doch zwischen Samsung, Hyundai Mobis, Blue Forum (B2) oder Togg, AWS, Qualcomm (A2) gehen die Kleinen teils unter. Sichtbarkeit ist nicht nur Quadratmeter, sondern Kuratiertheit – Wegeführung, Anker‑Sessions, echte Matchmaking‑Formate. Davon braucht es mehr.
Der Eindruck aus 80 Minuten 4K: Licht und Schatten
Unser stiller Rundgang zeigt starke Bilder – aber auch abgesperrte Gänge, Freiflächen und lose Enden. Die Messe ist nicht “leer”, aber sie wirkt heterogener, weniger dicht. Die Kontrastwirkung zwischen großen Marken‑Bollwerken und dünn bestückten Arealen ist real. Das muss man nicht dramatisieren – aber adressieren.
Offener Appell an das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)
Liebe Verantwortliche im BMDV,
wir haben bereits auf der IFA vergeblich nach einem Ansprechpartner für unsere konkreten Anliegen gesucht – insbesondere zur Weiterentwicklung der eKFV und zur Angleichung der E‑Scooter‑Geschwindigkeit an 25 km/h (wie Pedelecs). Auf der IAA wurden wir erneut vertröstet. Das ist mehr als ein Kommunikationsproblem: Es ist ein Vertrauensproblem – für Medien, Community und eine gesamte Branche, die verlässlich planen will.
Worum es konkret geht
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Regulatorische Klarheit: E‑Scooter sind auf 20 km/h (+ Toleranz) limitiert; faktisch fahren sie im Alltag vielerorts im Fluss mit Fahrrädern. Warum bleibt eine 25‑km/h‑Anpassung aus, obwohl E‑Bikes und E‑Scooter dieselben Wege teilen?
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Sicherheit & Akzeptanz: Einheitliche Regeln erhöhen Berechenbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer. Ein modernisiertes Regelwerk mit klaren Anforderungen (Bremsen, Beleuchtung, Reifen, ABS‑/Stability‑Optionen) verbessert Sicherheit durch Technik, nicht durch Verbote.
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Standortpolitik: Wenn auf Leitmessen Leerräume sichtbar werden, ist das auch ein Signal an Startups. Planbare Regeln entscheiden mit darüber, wo entwickelt, gefertigt und investiert wird.
Was wir von Ihnen erwarten
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Benennen Sie eine feste, erreichbare Kontaktstelle für Mikromobilität (inkl. Medienterminen) – mit SLA zur Rückmeldung.
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Legen Sie einen Zeitplan für die eKFV‑Evaluierung vor: Konsultation, Entwurf, Verbändeanhörung, Kabinett – monatsgenau.
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Starten Sie einen “Runden Tisch Mikromobilität” (BMDV, Länder, VDV/VDA, Polizei/Unfallforschung, Kommunen, Verbraucher, Startups, Händler, Medien) – öffentlich dokumentiert.
49€
3%
15CHF
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Pilotieren Sie 25 km/h‑Modellregionen mit Monitoring (Unfallzahlen, Konfliktlagen, Modal Shift), bevor Sie bundesweit entscheiden.
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Sichtbarkeit statt Vertröstung: Auf IFA/IAA bitte täglich feste Q&A‑Zeiten am Stand oder in einer “Open Hour” – ohne Anmeldung.
Warum das alles gerade jetzt wichtig ist
Die IAA 2025 zeigt ein ambivalentes Bild: starke Big‑Tech‑ und OEM‑Auftritte, kräftige China‑Präsenz, dazu Open‑Space‑Highlights – und dennoch Lücken in Hallen wie A3. Wenn Deutschland Leitmarkt bleiben will, braucht es verlässliche Regeln und niederschwelligen Dialog – nicht nur auf Bühnen, sondern dort, wo Fragen sind: bei den Menschen, Medien und Machern, die täglich testen, erklären und Communitys erreichen.
Fazit
Die IAA MOBILITY 2025 ist kein Totalausfall, aber sie ist kein Selbstläufer. Sie braucht wieder Dichte, Dialog und Verbindlichkeit. Das beginnt damit, dass Politik erreichbar ist, Regeln modernisiert werden und Messen zu echten Arbeits‑Plattformen werden – für Hersteller, Zulieferer, Startups und die Community.
BMDV: Wir stehen für ein Gespräch bereit – nicht irgendwann, sondern jetzt.
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