Bundeseinheitliche Informationsstrukturen für Busse und Bahnen
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat einen neuen Branchenstandard für die visuelle Fahrgastinformation in Bussen und Bahnen öffentlich vorgestellt. Das System soll klare und einheitliche Strukturen für Zielanzeigen, Haltestellen und Anschlussinformationen bieten. Laut Verband profitieren Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger von vereinfachten Prozessen und einer höheren Effizienz in der Abwicklung.
Hintergrund: Unterschiedliche Darstellungen erschwerten Orientierung
In der Vergangenheit führte der Mangel an Standards zu regional teilweise stark abweichenden Anzeigen im öffentlichen Nahverkehr. Dies erschwerte vor allem Fahrgästen – insbesondere Gelegenheits- und Neukunden – die Orientierung. Laut VDV soll der neue Standard nicht nur die Reisenden unterstützen, sondern auch technische und organisatorische Abläufe in den Unternehmen harmonisieren. Der Fahrgastverband PRO BAHN befürwortet die Einführung.
Entwicklung auf Basis von Nutzerfeedback
Nach Angaben des VDV wurde das Designsystem aus Sicht der Fahrgäste entwickelt. Grundlage bildeten mehr als 200 qualitative Interviews und zwei umfangreiche quantitative Testphasen. Intuitive Informationsarchitektur und Wiedererkennbarkeit standen im Vordergrund, um zentrale Reiseinformationen wie Fahrtziele oder Anschlüsse über alle Regionen hinweg konsistent darzustellen. Inzwischen ist das System laut Verband in über 1.500 Fahrzeugen im Einsatz und erreicht täglich rund eine Million Fahrgäste.
Effizienz- und Umsetzungsgewinne für die Branche
Der neue Standard zielt nicht nur auf eine verbesserte Fahrgastinformation ab, sondern soll auch strukturelle Effizienzgewinne innerhalb der Branche schaffen. Die Vereinheitlichung erleichtert die technische Implementierung, vereinfacht die Datenprozesse und kann Anpassungen in zukünftigen Ausschreibungen reduzieren. Diese Aspekte dürften mittel- bis langfristig zu Kosteneinsparungen und schnelleren Entwicklungsabläufen führen, wenngleich die tatsächlichen Effekte im Alltag noch zu bewerten sind.
Empfehlungen für weitere Harmonisierung
Der Verband empfiehlt zusätzlich, auch Bildschirmformate und Datenstrukturen weiter zu vereinheitlichen. Eine fortschreitende Standardisierung könnte die Flexibilität bei der Einführung neuer Technologien erhöhen und Innovationsprozesse beschleunigen. Die bereitgestellte Internetplattform des Verbands bietet umfassende Informationen und richtet sich insbesondere an Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger und Hersteller. Ob und wie schnell sich der neue Branchenstandard flächendeckend durchsetzt, bleibt im Praxiseinsatz abzuwarten.
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