Unfall in Oberndorf bei Scheibbs: Ablauf und Folgen
In Oberndorf bei Scheibbs (Niederösterreich) kam es am Mittwoch um 17:55 Uhr zu einem schweren E-Scooter-Unfall. Zwei zwölfjährige Mädchen waren gemeinsam auf einem elektrischen Roller auf der L6140 unterwegs, als es im Kreuzungsbereich zur Manker Straße (B29) zur Kollision mit einem Firmenbus kam. Laut Polizei Niederösterreich leitete der 23-jährige Lenker des Busses eine Vollbremsung und ein Ausweichmanöver ein, erfasste die Kinder jedoch dennoch.
Die Folgen des Unfalls: Die Lenkerin des E-Rollers wurde schwer verletzt und per Hubschrauber in eine Linzer Klinik geflogen. Ihre Mitfahrerin verstarb noch an der Unfallstelle. Der Busfahrer blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen schweren Schock.
Laut Polizei: Stopptafel ignoriert, kein Kopfschutz
Ersten Ermittlungen zufolge dürften die Mädchen im Kreuzungsbereich zwar kurz angehalten, die dort angebrachte Stopptafel jedoch ignoriert haben. Beide trugen keinen Schutzhelm. Der Unfall ereignete sich knapp 30 Stunden, bevor neue Vorschriften für E-Scooter-Fahrende in Österreich in Kraft traten.
Neue E‑Scooter-Regeln in Österreich seit 1. Mai
Mit 1. Mai gelten E-Scooter in Österreich als Fahrzeuge mit eigenen Sonderregeln. Für Lenker unter 16 Jahren besteht Helmpflicht. Zudem müssen E‑Scooter mit Blinkern an den Enden der Lenkstange, Hupe, Reflektoren und Lichtern ausgestattet sein; die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 Promille. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren diese Bestimmungen noch nicht gültig.
Kreuzungsbereich bereits früher unfallauffällig
Die Unfallkreuzung nördlich von Scheibbs war bereits 2017 Schauplatz eines tödlichen Verkehrsunfalls, als dort ein Autofahrer mit einem Lkw kollidierte.
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