Unfallzahlen in Berlin: deutlicher Anstieg
In Berlin hat es 2025 rund 1.400 Unfälle mit E-Scootern gegeben. Das entspricht einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Berliner Polizei ist fast die Hälfte aller E-Scooter-Unfallopfer jünger als 25 Jahre. Der Anstieg nährt die Debatte um Sicherheit, Infrastruktur und Kontrollen in der Hauptstadt.
Ursachen laut Unfallforschung
Unfallforscher Siegfried Brockmann (Björn-Steiger-Stiftung) warnt, E-Scooter seien gefährlicher als oft angenommen. Studien zufolge verunglückt fast die Hälfte der Nutzer allein, also ohne andere Verkehrsbeteiligte – meist durch Stürze über Hindernisse, Wegrutschen oder gelegentlich in Verbindung mit Alkohol. Als technisches Kernproblem gelten die kleinen Räder; Experten fordern größere Räder, wofür es keiner gesetzlichen Änderung bedürfe. Hinzu kommen bekannte Konflikte wie unzureichend ausgebaute Radwege und gefährliche Kreuzungen – ähnlich wie beim Radverkehr.
Neue Regeln und Kontrollen
Bundesweit gelten ab dem nächsten Jahr strengere Vorgaben für neue E-Scooter: Neuzulassungen müssen mit Blinkern ausgerüstet sein. Ab 2027 steigt das Verwarngeld für das Fahren zu zweit auf 25 Euro (derzeit 5 Euro). Brockmann erwartet von der Blinkerpflicht keinen wesentlichen Sicherheitsgewinn und hält verstärkte Kontrollen – etwa gegen das Fahren zu zweit – für entscheidend. Laut Berliner Polizei wurden vom 1. Januar 2025 bis 28. Februar 2026 insgesamt rund 6.800 Verstöße beim Fahren mit E-Scootern, Tretrollern oder Segways erfasst, darunter vor allem Rotlichtfahrten, Handynutzung sowie Alkohol- oder Drogenkonsum. Wie oft das Fahren zu zweit geahndet wurde, ist nicht gesondert ausgewiesen und wird unter „Sonstiges“ geführt.
Jugendschutz und Petition nach tödlichem Unfall
Ein tödlicher Unfall Mitte April in Berlin-Britz, bei dem eine 14-jährige E-Scooter-Fahrerin starb, hat die Diskussion zusätzlich verschärft. Nach Zeugenaussagen sollen die Mädchen eine Fußgängerampel bei Rot passiert haben; der beteiligte Autofahrer stand laut Polizeiangaben unter Alkoholeinfluss. Der Physiotherapeut Adam Olichwer aus Britz startete daraufhin die Petition „Sicherheit vor Profit, Stopp dem Scooter-Chaos in Berlin“ und sammelte bis Anfang Mai rund 1.000 Unterschriften. Kritisiert werden zu leichte Zugangsmöglichkeiten für Minderjährige bei Leih-Scootern; gefordert wird u.a. eine verpflichtende Anmeldung mit Personalausweis. Die Petition soll bis Herbst im Abgeordnetenhaus eingebracht werden.
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