Zweirad-Debüt aus Braunschweig mit zwei Klassen in einem
Die Novus One ist ein ungewöhnliches Elektro-Zweirad aus Braunschweig, das laut ADAC-Fahrbericht per Software zwischen 45-km/h-Moped (Klasse L1e) und 125er (Klasse L3e) wechseln kann – und wieder zurück. Für die 50er-Variante reicht in Deutschland der Autoführerschein (Klasse B), für die offene Version sind A1, B196 oder A2 nötig. Novus spricht von einem „Lightbike“, das die Leichtigkeit eines Pedelecs mit der Leistung eines Motorrads und der Agilität eines Rollers kombiniert. Das Fahrzeug besteht zu rund 95 Prozent aus europäischen Komponenten und zielt auch auf „First Time Rider“. Zum Start gibt es 100 Exemplare der „Founders Edition“, die Preisliste beginnt bei 25.347 Euro.
Technik: Carbon-Monocoque, Nabenmotor und starke Fahrleistungen
Prägend ist der Y-förmig gestaltete Carbon-Monocoque-Rahmen (5,2 kg), Carbon findet sich auch an weiteren Komponenten wie den Felgen. Das Fahrzeuggewicht liegt bei 121 kg, die Sitzhöhe bei 90 Zentimetern. Der speziell für die One entwickelte Radnabenmotor in der Carbonfelge hinten liefert in der offenen Version 15 kW/20 PS Nennleistung und 25 kW/34 PS Peakleistung. Im Sportmodus stehen 300 Newtonmeter an. Novus nennt 1,9 Sekunden für den Sprint von 0 auf 50 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h. Drei Fahrmodi (von Cruise bis Sport) und drei Rekuperationsstufen sind an Bord; gebremst wird ABS-abgesichert mit zwei Hebeln am Lenker. Das Fahrwerk (Monogabel vorn 100 mm, Schwinge hinten 130 mm) ist eher straff abgestimmt.
Akku, Laden und Reichweite
Der Akku fasst laut Novus 6,2 kW/h und wird an der 230-Volt-Steckdose geladen. Das Standardladegerät leistet 2 kW, optional sind 3 kW möglich. Für 0 bis 80 Prozent nennt Novus rund 3,5 Stunden (2 kW) beziehungsweise 1,5 Stunden (3 kW). Die Batterie ist nicht entnehmbar; praktisch: In die große Öffnung in der Rahmenmitte passt ein maßgeschneiderter „Ladekoffer“ oder eine spezielle Tasche, die auch als Rucksack nutzbar ist. Die maximale Reichweite gibt Novus mit bis zu 135 Kilometern für die gedrosselte Pure-Version und mit 110 Kilometern für die offene Variante im Stadtverkehr an. Dank tief im Rahmen platzierter Batterie soll sich die One sehr leicht manövrieren lassen und mit minimalem Kraftaufwand einlenken.
Fazit des Fahrberichts: Exklusives Konzept mit Fokus auf Urbanität
Optik, Materialien und Fahrleistungen unterstreichen den Premium-Anspruch der Novus One. Angesichts des hohen Preises bleibt das Lightbike exklusiv – der Ansatz, urbane Mobilität per Software zwischen Moped und 125er flexibel zu denken, ist laut Fahrbericht jedoch bemerkenswert.
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