Polizei stoppt frisierten E‑Scooter in Potsdam
In der Potsdamer Teltower Vorstadt hat die Polizei am Freitagabend einen illegal veränderten E‑Scooter aus dem Verkehr gezogen. Laut Polizeidirektion West fiel das Fahrzeug gegen 20:30 Uhr in der Heinrich‑Mann‑Allee auf, weil es mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 40 bis 45 km/h unterwegs war. Für Elektrokleinstfahrzeuge sind in Deutschland maximal 20 km/h vorgesehen.
Technische Manipulation vermutet – Betriebserlaubnis erloschen
Der deutliche Geschwindigkeitsunterschied begründete den Verdacht einer technischen Manipulation. Durch eine solche Veränderung erlischt die Betriebserlaubnis als E‑Scooter. Konsequenz: Das Fahrzeug wird rechtlich als fahrerlaubnispflichtiges Kraftrad eingestuft.
16‑Jähriger ohne erforderliche Zulassung – Strafverfahren eingeleitet
Der 16‑jährige Fahrer konnte die dafür notwendige Zulassung nicht vorweisen. Die Weiterfahrt wurde umgehend untersagt. Zur Beweissicherung und für weitere technische Gutachten stellten die Beamtinnen und Beamten den E‑Roller sicher. Die Erziehungsberechtigten wurden informiert.
Gegen den Jugendlichen wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.
Hintergrund: E‑Scooter und Höchstgeschwindigkeit
Elektrokleinstfahrzeuge dürfen auf öffentlichen Straßen nur mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h betrieben werden. Technische Eingriffe zur Erhöhung der Geschwindigkeit führen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und können straf‑ und versicherungsrechtliche Folgen nach sich ziehen.
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