Erzbergrodeo-Test: KTM Freeride‑E 2027 im harten Offroad-Einsatz
Motorradreporter hat die neue KTM Freeride‑E 2027 im Rahmen der Erzberg Offroad Touren am 1. Mai 2026 erstmals im Gelände bewegt – mit Blick auf das kommende Red Bull Erzbergrodeo. Mit dabei waren u. a. Graham Jarvis, Manuel Lettenbichler und Ossi Reisinger. Die Freeride‑E wurde vor Ort mit 90 % Akkustand angeliefert und war nach Zündschlüssel und zwei Knopfdrücken sofort einsatzbereit.
Fahreindrücke, Leistung und Handling
Über den KTM-Mappingschalter stehen drei Modi zur Verfügung. Im bevorzugten 3er‑Mapping liefert die Freeride‑E (27 PS) eine sanfte, gut dosierbare Leistungsentfaltung mit kräftigem Durchzug ab halber Gasgriffstellung. Laut Bericht sind knapp 100 km/h – auch bergauf – erreichbar, der Geradeauslauf überraschte mit hoher Stabilität. Die Hinterradbremse sitzt links am Lenker (Kupplungsposition) und unterstützt präzises Anfahren, Traktionskontrolle und Vorderradentlastung im technischen Gelände. Nach rund drei Stunden am Berg und etwa 1:10 h reiner Fahrzeit zeigte das Display noch 35 % Restakku.
Vergleich: Stark Varg EX mit 80 PS
Im Prolog-Setup konnte die KTM auf den ersten 200 m gut mithalten, danach setzte sich die Stark Varg EX mit bis zu 80 PS und gemessenen 135 km/h bergauf ab. Beim Anbremsen und Herausbeschleunigen aus Spitzkehren punktete die Freeride‑E mit sehr gut kontrollierbarer Performance. In der Begleitgruppe lagen die Restladestände je nach Fahranteil weit auseinander; ein Fahrer auf serienmäßiger Stark Varg EX beendete den intensiven Trainingstag mit 8 % Akku. Fazit des Berichts: Beide Strombikes können beim Red Bull Erzbergrodeo 2026 den Tankpunkt zum Akkutausch erreichen.
Einordnung: Funbike vs. Racing-Elektro
Laut den befragten Profis eignet sich die KTM Freeride‑E 2027 ideal als Freizeit‑, Trainings‑ und Checkpoint‑Bike – nicht für Rennen gedacht, aber im Extreme‑Enduro-Gelände erstaunlich konkurrenzfähig. Die Stark Varg EX tritt hingegen als kompromissloses Racing-Elektromotorrad an, vergleichbar mit leistungsstarken Verbrenner-Enduros. Damit hängt die Wahl klar vom Einsatzzweck ab: unkomplizierter, leiser Offroad-Fahrspaß mit der KTM oder maximale Performance mit der Stark Varg EX.
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