Neues Amflow PX Carbon Pro: Rahmen, Motor und Akku komplett überarbeitet
Das brandneue Amflow PX Carbon Pro unterscheidet sich technisch deutlich vom Vorgänger PL Carbon: neuer Rahmen, neuer Avinox-Motor (M2S) und neuer Akku. Der Super-Motor legt gegenüber dem bereits starken M1 nochmals zu und erreicht im PX Carbon eine Spitzenleistung von 1500 Watt. Der fest verbaute Akku fällt mit 700 Wattstunden kleiner aus als zuvor (vorher 800 Wh), wodurch das Unterrohr schlanker und das Bike insgesamt schlanker wirkt. Trotz des leichteren Akkus bringt das Topmodell im Serientrimm 21,7 Kilogramm auf die Waage (PL Carbon Pro: 20,6 kg). Positiv: Das PX kommt serienmäßig mit Frontleuchte und massiver Gravity-Bereifung, der Hinterbau soll zudem um 10 Prozent steifer geworden sein.
Geometrie-Update und Mullet-Setup mit vielen Einstelloptionen
Beim Federweg bleibt es bei 160 mm vorn und 150 mm hinten. Ab Werk rollt das E-MTB im Mullet-Setup (29 Zoll vorn, 27,5 Zoll hinten); per Flipchip lässt sich auf 29 Zoll am Heck umbauen. Die Geometrie wurde modernisiert: kürzeres Sitzrohr, steilerer Sitzwinkel und längerer Reach sorgen für eine trail-orientiertere Ausrichtung. Zwei Flipchips (an Kettenstrebe und Dämpferaufnahme) sowie wechselbare Lagerschalen im Steuerrohr erlauben umfangreiche Anpassungen – insgesamt sind bis zu 40 Konfigurationen möglich. Im Grund-Setup bleibt der Stack niedrig und das Tretlager hoch; mit Spacer-Tuning und der langen Kettenstreben-Einstellung ergab sich im Test eine deutlich integriertere, souveränere Position.
Fahreindruck: Massive Power, mehr Laufruhe – aber höheres Gewicht
Auf dem Trail wirkt das PX Carbon erwachsener und folgt dem Trend zu mehr Stabilität. Der Fokus liegt spürbar auf Laufruhe statt maximaler Verspieltheit – trotz grundsätzlich geringem Systemgewicht. Dazu trägt die hohe rotierende Masse der robusten Laufräder bei; der Vorgänger wirkte hier leichterfüßiger. Die dicken Pneus bringen im Gegenzug viel Grip und Pannenschutz, die Bremsen überzeugen auch auf langen Abfahrten. Der Hinterbau arbeitet harmonischer als zuvor, kassierte im harten Geläuf aber einzelne Durchschläge. Der Motor ist leiser geworden; am Testbike traten dennoch störende Klappergeräusche (u. a. Bremsbeläge, Kabelführung) auf. Beim Klettern empfiehlt sich die lange Kettenstreben-Position: In der kurzen Einstellung kann der extrem starke Avinox-Antrieb im Turbo-Modus das Vorderrad in steilen Uphills anheben. Dank sehr kurzer Kurbeln drohen selbst mit tieferer Tretlagerlage kaum Pedalaufsetzer. Insgesamt bietet das PX Carbon einen beeindruckenden Mix aus Power und Allround-Qualitäten – mit spürbar mehr Substanz als nur kosmetischen Updates.
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