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    Startseite | E-Motorrad News | Ultraviolette F77 Mach2 im Reichweitentest: Wie weit kommt das E-Motorrad wirklich?
    E-Motorrad News

    Ultraviolette F77 Mach2 im Reichweitentest: Wie weit kommt das E-Motorrad wirklich?

    27. Mai 2026
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    E-Motorrad statt Verbrenner? Die Ultraviolette F77 Mach2 zeigt im Test, wie viel Fahrspaß, Reichweite und Alltag wirklich drinstecken.
    Wie weit kommt die Ultraviolette F77 Mach2 wirklich? Unser Test mit 50 Prozent Landstraße und 50 Prozent Überland liefert Antworten.
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    Inhalt Anzeigen
    1 Ultraviolette F77 Mach2 im Test: Wie weit kommt das elektrische Motorrad wirklich?
    2 Ein Elektromotorrad mit eigener Identität
    3 Unsere Testfahrt: 50 Prozent Landstraße, 50 Prozent Überland
    4 Komfort: überraschend erwachsen unterwegs
    5 Fahrstabilität: sicher, satt und vertrauenerweckend
    6 Der Sound: anders, aber nicht langweilig
    7 Leistung: nicht nur Ampel-Show
    8 Lankeleisi MG600 lite
    9 Vakole EMT29
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    11 Reichweite: Die Wahrheit liegt nicht im Prospekt
    12 Preis ab 8.990 Euro: Kampfansage oder noch Nische?
    13 Für wen passt die Ultraviolette F77 Mach2?
    14 Was mir besonders gefallen hat
    15 Was man kritisch sehen muss
    16 Mein Zwischenfazit nach der Probefahrt
    17 Warum diese Probefahrt wichtig war
    18 Vakole EMT29
    19 Engwe Zip 2026
    20 Coopop Rugged GS
    21 Mein ehrliches Fazit zur Ultraviolette F77 Mach2

    Ultraviolette F77 Mach2 im Test: Wie weit kommt das elektrische Motorrad wirklich?

    Es gibt Fahrzeuge, bei denen man schon nach wenigen Metern merkt: Das ist nicht einfach nur ein weiterer Versuch, ein Verbrenner-Motorrad elektrisch nachzubauen. Die Ultraviolette F77 Mach2 gehört genau in diese Kategorie. Wir haben sie probegefahren, nicht nur kurz um den Block, nicht nur für ein paar schöne Kameraeinstellungen, sondern so, wie man ein Elektromotorrad auch wirklich einschätzen sollte: auf Strecke, mit Landstraße, mit Überlandpassagen, mit wechselndem Tempo und am Ende mit einem Akku, der bis auf 6 Prozent heruntergefahren wurde.

    Und genau da wird es spannend.

    Denn auf dem Papier lesen sich viele elektrische Motorräder beeindruckend. Viel Drehmoment, schnelle Beschleunigung, futuristisches Design, große Reichweitenversprechen. Aber was zählt am Ende wirklich? Wie fährt sich so ein Bike im echten Alltag? Wie stabil liegt es? Wie komfortabel ist es? Nervt der Sound oder macht er Spaß? Und vor allem: Wie weit kommt man, wenn man nicht nur im Eco-Modus hinter dem Ortsausgangsschild herumrollt?

    Das Ergebnis unserer Reichweitenfahrt zeigen wir euch bewusst im Video auf YouTube. Ich will hier nicht alles spoilern, denn genau diese Spannung gehört bei so einem Test dazu. Aber ich kann schon sagen: Die Ultraviolette F77 Mach2 hat uns nicht kaltgelassen.

    Wer sich für das Bike interessiert oder eine Probefahrt machen möchte, findet das Zero-Center am Bodensee hier:

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    Ein Elektromotorrad mit eigener Identität

    Die Ultraviolette F77 Mach2 wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein klassisches Elektromotorrad, das krampfhaft versucht, wie ein Verbrenner auszusehen. Sie hat eine eigene Linie. Kantig, sportlich, technisch, fast ein bisschen wie ein Fahrzeug aus einem Science-Fiction-Film, aber trotzdem nicht übertrieben verspielt.

    Gerade in der gelben Lackierung fällt sie extrem auf. Das ist kein Motorrad, mit dem man irgendwo unbemerkt ankommt. An der Ampel, auf dem Parkplatz oder beim kurzen Stopp am Straßenrand schauen die Leute hin. Und das ist aus meiner Sicht auch ein wichtiger Punkt: Elektromobilität darf nicht nur vernünftig sein. Sie darf auch emotional sein.

    Viele denken bei E-Motorrädern immer noch an leise, sterile Fortbewegung ohne Charakter. Die F77 Mach2 zeigt ziemlich deutlich, dass das nicht stimmen muss. Sie fährt elektrisch, ja. Aber sie fühlt sich nicht seelenlos an. Sie hat ihren eigenen Sound, ihr eigenes Auftreten und auch ihr eigenes Fahrgefühl.

    Ultraviolette selbst positioniert die F77 Mach2 als Performance-Elektromotorrad mit bis zu 30 kW Spitzenleistung, 100 Nm Drehmoment, 10,3 kWh Akku und einer WMTC-Reichweite von bis zu 231 Kilometern. Die offizielle deutsche Ultraviolette-Seite nennt außerdem 20 kW Nettoleistung, 9,5 kW Dauerleistung nach ECE R85 und eine Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h.

    Das sind Zahlen, die aufhorchen lassen. Aber wie immer gilt: Papier ist geduldig. Die Straße ist ehrlicher.

    Unsere Testfahrt: 50 Prozent Landstraße, 50 Prozent Überland

    Wir haben die Ultraviolette F77 Mach2 nicht geschont. Natürlich sind wir nicht sinnlos durch die Gegend geballert, aber wir wollten wissen, wie sich das Bike in einem realistischen Mix schlägt. Deshalb bestand unsere Fahrt ungefähr aus 50 Prozent Landstraße und 50 Prozent Überland.

    Das ist aus meiner Sicht ein sehr ehrlicher Mix. Denn genau so fahren viele Leute ein B196- oder A1-taugliches Elektromotorrad im Alltag: raus aus der Stadt, rein in den Speckgürtel, mal ein Stück schneller, mal durch Ortschaften, mal konstanter Verkehrsfluss, mal Beschleunigen, mal Rekuperieren.

    Am Ende haben wir den Akku bis auf 6 Prozent heruntergefahren. Und das ist wichtig, denn viele Reichweitentests hören bei 20 oder 30 Prozent Restakku auf und rechnen dann hoch. Kann man machen, aber es ist nicht dasselbe. Ich wollte wissen: Was passiert, wenn man wirklich fährt? Wie fühlt sich das Bike an, wenn der Akku langsam leer wird? Bleibt es souverän? Wird es zäh? Verändert sich das Fahrgefühl?

    Die genaue Reichweite seht ihr im YouTube-Video. Das ist bewusst der Punkt, an dem ich sage: Schaut euch den Test an, denn da bekommt ihr den echten Eindruck mit Strecke, Fahrgefühl und Ergebnis.

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    Komfort: überraschend erwachsen unterwegs

    Was mich bei der F77 Mach2 wirklich positiv überrascht hat, war der Komfort. Ich hatte ehrlich gesagt mit einem deutlich härteren, kompromissloseren Sportgerät gerechnet. Das Design schreit ein bisschen nach Attacke, nach Kurven, nach „fahr mich schnell“. Aber auf der Straße wirkt das Bike erwachsener, als man es vielleicht erwartet.

    Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht völlig unbequem. Natürlich sitzt man nicht wie auf einem gemütlichen Tourenroller. Das muss einem klar sein. Wer Rückenprobleme hat oder ein reines Sofa auf zwei Rädern sucht, wird hier nicht landen. Aber für ein sportliches Elektromotorrad passt die Ergonomie gut.

    Auch das Fahrwerk macht einen stabilen Eindruck. Auf normalen Landstraßen, bei wechselndem Belag und in Kurven wirkt die F77 nicht nervös. Genau das ist bei E-Motorrädern wichtig, denn das Gewicht sitzt anders als bei vielen Verbrennern. Der Akku bringt Masse mit, und diese Masse muss sauber ins Fahrwerk integriert werden.

    Die Ultraviolette F77 Mach2 fühlt sich nicht nach Bastelbude an. Sie wirkt konstruiert, durchdacht und fahrstabil. Das klingt banal, ist es aber nicht. Gerade bei neuen Marken oder neuen Fahrzeugkonzepten frage ich mich immer: Ist das schon ein fertiges Produkt oder eher ein mutiger Prototyp mit Straßenzulassung?

    Bei der F77 Mach2 hatte ich eher das Gefühl: Das ist ernst gemeint.

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    Fahrstabilität: sicher, satt und vertrauenerweckend

    Ein Elektromotorrad muss nicht nur schnell beschleunigen können. Das können inzwischen viele. Viel entscheidender ist, ob es sich bei höherem Tempo, in Kurven und bei wechselndem Fahrbahnzustand sauber anfühlt. Und genau hier hat die F77 Mach2 bei unserer Probefahrt einen guten Eindruck hinterlassen.

    Sie liegt satt auf der Straße. Man merkt, dass das Bike Gewicht hat, aber das Gewicht wirkt nicht störend. Im Gegenteil: Es gibt ihr eine gewisse Ruhe. Gerade auf Überlandstrecken ist das angenehm. Keine Hektik, kein nervöses Vorderrad, kein schwammiges Gefühl.

    Natürlich muss man sich an das Motorrad gewöhnen. Wer von einem leichten 125er-Verbrenner kommt, wird die Masse spüren. Beim Rangieren, beim langsamen Wenden oder beim Abstellen merkt man: Das ist kein Fahrrad mit Motor. Aber sobald die F77 rollt, fährt sie sich erstaunlich souverän.

    Das Zero-Center nennt für die F77 Mach2 Recon unter anderem Bosch Dual-Channel-ABS, Bybre-Bremsen, zehnstufige Rekuperation, Traktionskontrolle, Hillhold, Rückwärtsgang und ein 5-Zoll-TFT-Display. Außerdem wird die Führerscheinklasse A1 oder B196 angegeben.

    Gerade B196 macht das Bike für viele spannend. Denn damit wird die Ultraviolette F77 Mach2 für Autofahrer interessant, die den 125er-Zusatz gemacht haben und jetzt kein klassisches Benzinmotorrad kaufen wollen.

    Der Sound: anders, aber nicht langweilig

    Kommen wir zu einem Punkt, der bei Elektromotorrädern immer Diskussionen auslöst: der Sound.

    Viele Motorradfahrer sagen sofort: Ohne Sound ist das nichts. Ich verstehe diesen Punkt. Motorradfahren ist emotional. Klang spielt eine Rolle. Ein Verbrenner lebt akustisch. Man hört Lastwechsel, Drehzahl, Schaltvorgänge, Vibrationen. Das gehört für viele einfach dazu.

    Aber die F77 Mach2 ist nicht still. Sie klingt anders. Nicht nach Verbrenner, nicht nach Roller, nicht nach Spielzeug. Sie hat einen eigenen elektrischen Antriebssound, der gerade beim Beschleunigen präsent ist. Man hört, dass da etwas arbeitet. Es ist kein künstliches Brüllen, sondern eher ein technisches Surren mit Charakter.

    Mir persönlich ist das lieber als ein schlecht imitierter Verbrennersound. Ein Elektromotorrad sollte nicht so tun, als wäre es etwas anderes. Es darf elektrisch klingen. Entscheidend ist, dass es nicht steril wirkt. Und genau das schafft die F77 aus meiner Sicht ziemlich gut.

    Der Sound passt zum Design. Futuristisch, technisch, eigenständig.

    Leistung: nicht nur Ampel-Show

    Natürlich hat die Ultraviolette F77 Mach2 genug Druck. Das merkt man sofort. Elektromotoren liefern ihre Kraft direkt, und genau das macht auf zwei Rädern besonders Spaß. Aber das Spannende ist nicht nur die reine Beschleunigung. Interessanter ist, wie kontrollierbar diese Leistung abgegeben wird.

    Bei unserer Fahrt wirkte das Bike gut dosierbar. Kein unkontrolliertes Reißen, kein digitaler An-Aus-Charakter. Genau das ist wichtig, denn hohe E-Leistung kann auf dem Motorrad schnell unangenehm werden, wenn das Mapping nicht sauber abgestimmt ist.

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    Die F77 Mach2 fühlt sich nicht nach Krawall um jeden Preis an. Sie kann zügig, aber sie kann auch entspannt. Das macht sie alltagstauglicher, als man nach dem Design vielleicht erwartet.

    Ultraviolette nennt für die F77 Mach2 offiziell bis zu 30 kW Spitzenleistung, 100 Nm Drehmoment und bis zu 155 km/h Höchstgeschwindigkeit. Auf der Produktseite des Zero-Centers werden für die Recon-Variante 144 km/h Höchstgeschwindigkeit, 231 km WMTC City und 143 km WMTC Mixed genannt.

    Das ist ein wichtiger Unterschied: Herstellerreichweiten und reale Mischverbräuche sind zwei Welten. Genau deshalb war unsere Fahrt mit 50 Prozent Landstraße und 50 Prozent Überland so spannend.

    Reichweite: Die Wahrheit liegt nicht im Prospekt

    Reichweite ist bei Elektromotorrädern das vielleicht wichtigste Thema. Beim E-Scooter fragt man: Komme ich zur Arbeit und zurück? Beim E-Bike fragt man: Reicht der Akku für die Tour? Beim Elektromotorrad fragt man aber sehr schnell: Kann ich damit wirklich fahren, ohne ständig den Ladestand im Kopf zu haben?

    Die F77 Mach2 bringt mit ihrem großen Akku eine solide Basis mit. 10,3 kWh sind für ein Elektromotorrad dieser Klasse ordentlich. Aber Reichweite hängt brutal stark vom Fahrprofil ab. Stadtverkehr mit Rekuperation ist etwas völlig anderes als zügige Landstraße. Gleichmäßiges Rollen ist etwas anderes als ständiges Beschleunigen. Fahrergewicht, Temperatur, Reifen, Wind, Höhenprofil – alles spielt rein.

    Deshalb sind offizielle Reichweitenwerte immer nur eine Orientierung. Sie sind nicht falsch, aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte.

    Wir haben den Akku bis auf 6 Prozent heruntergefahren. Das heißt: Wir haben nicht nur im sicheren Komfortbereich getestet, sondern sind wirklich weit in den unteren Akkubereich gegangen. Genau da zeigt sich, ob ein Fahrzeug im Alltag Vertrauen gibt.

    Und nein, ich schreibe hier nicht die genaue Kilometerzahl hinein. Die seht ihr im YouTube-Video. Aber ich sage so viel: Der Test war aufschlussreich. Und er zeigt ziemlich gut, für wen die Ultraviolette F77 Mach2 passt und für wen vielleicht nicht.

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    Preis ab 8.990 Euro: Kampfansage oder noch Nische?

    Ein besonders spannender Punkt ist der Preis. Die Ultraviolette F77 Mach2 ist bereits ab 8.990 Euro zu haben. Und genau da muss man kurz innehalten.

    Für ein Elektromotorrad mit dieser Optik, dieser Technik und diesem Leistungsanspruch ist das eine Ansage. Gleichzeitig ist 8.990 Euro natürlich kein Kleingeld. Man bekommt dafür gebrauchte Verbrenner-Motorräder, neue 125er, große Roller oder auch ein sehr hochwertiges E-Bike plus Zubehör.

    Die Frage ist also nicht nur: Ist die F77 billig? Nein, billig ist sie nicht.

    Die bessere Frage lautet: Ist sie für das, was sie bietet, interessant bepreist?

    Und da würde ich sagen: Ja, definitiv. Denn die F77 Mach2 spricht nicht den Kunden an, der einfach nur möglichst günstig von A nach B will. Sie spricht Menschen an, die ein besonderes elektrisches Motorrad suchen. Etwas, das auffällt. Etwas, das technisch anders ist. Etwas, das nicht jeder fährt.

    Wer nur nüchtern Kilometer pro Euro rechnet, wird vielleicht zu einem anderen Fahrzeug greifen. Wer aber Fahrgefühl, Design, Technik und Exklusivität mit einrechnet, landet bei einer anderen Bewertung.

    Genau deshalb lohnt sich eine Probefahrt. Bilder, Daten und Prospekte können viel erklären, aber nicht das Gefühl ersetzen, wenn man selbst auf dem Bike sitzt.

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    Für wen passt die Ultraviolette F77 Mach2?

    Die Ultraviolette F77 Mach2 passt aus meiner Sicht besonders für Fahrer, die etwas Eigenständiges suchen. Nicht den nächsten 08/15-Roller. Nicht das nächste Retro-Motorrad mit kleinem Tank und bekanntem Markenlogo. Sondern ein elektrisches Motorrad mit Charakter.

    Sie passt für Pendler mit Spaßanspruch. Für B196-Fahrer, die mehr wollen als einen braven Stadtroller. Für Technikfans, die E-Mobilität nicht nur aus Vernunft fahren. Und für alle, die auf Landstraße und Überland unterwegs sein wollen, ohne sofort in die große Motorradklasse wechseln zu müssen.

    Weniger gut passt sie für Menschen, die maximale Langstreckentauglichkeit erwarten. Wer regelmäßig 250 Kilometer am Stück fährt, ohne Ladepause, ohne Planung und am besten noch mit hoher Dauergeschwindigkeit, wird bei Elektromotorrädern generell kritisch hinschauen müssen. Da ist die Infrastruktur immer noch ein Thema.

    Aber für den realistischen Alltag, für Pendelstrecken, Wochenendfahrten, Landstraßenrunden und emotionale E-Mobilität ist die F77 Mach2 ein verdammt interessantes Paket.

    Was mir besonders gefallen hat

    Mir hat gefallen, dass die Ultraviolette F77 Mach2 nicht versucht, jedem zu gefallen. Das Bike hat Ecken und Kanten. Es ist optisch auffällig, technisch eigenständig und fahrdynamisch klar positioniert. Das ist mir lieber als ein weichgespültes Fahrzeug, das am Ende zwar niemanden stört, aber auch niemanden begeistert.

    Der Komfort war besser als erwartet. Die Fahrstabilität war überzeugend. Der Sound war eigenständig. Und die Tatsache, dass wir den Akku bis auf 6 Prozent herunterfahren konnten, ohne dass ich das Gefühl hatte, gleich komplett im Niemandsland zu stranden, spricht ebenfalls für das Fahrzeug.

    Natürlich bleibt die Reichweite ein Thema. Aber genau deshalb testen wir ja. Nicht, um Prospektwerte nachzubeten, sondern um herauszufinden, wie sich das Motorrad wirklich verhält.

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    Was man kritisch sehen muss

    So positiv der erste Eindruck auch war: Ein paar kritische Fragen bleiben.

    Erstens: Wie entwickelt sich das Servicenetz? Ein neues Elektromotorrad ist nur so gut wie die Betreuung dahinter. Gerade bei Software, Batterie, Ersatzteilen und Diagnose braucht man verlässliche Ansprechpartner. Das Zero-Center am Bodensee ist hier ein wichtiger Anlaufpunkt, aber deutschlandweit muss sich zeigen, wie schnell und stabil der Support langfristig aufgebaut wird.

    Zweitens: Wie ehrlich gehen Hersteller und Händler mit Reichweiten um? Die F77 Mach2 hat starke Werte auf dem Papier. Aber Käufer müssen verstehen, dass Überland, sportliches Fahren und kalte Temperaturen die Reichweite deutlich beeinflussen können. Das ist kein Fehler der F77, sondern Grundphysik. Trotzdem muss man es klar sagen.

    Drittens: Wie gut ist die Ladepraxis im Alltag? Eine 16-Ampere-Steckdose oder passende Lademöglichkeit ist schön, aber nicht jeder hat zuhause eine Garage mit Stromanschluss. Wer in der Stadt wohnt und öffentlich laden muss, sollte vorher genau prüfen, ob das Konzept für ihn funktioniert.

    Viertens: Wie reagiert der klassische Motorradmarkt? Viele Verbrennerfahrer sind noch skeptisch. Manche zu Recht, manche aus Gewohnheit. Die F77 Mach2 muss nicht jeden bekehren. Aber sie kann zeigen, dass Elektromotorräder nicht langweilig sein müssen.

    Mein Zwischenfazit nach der Probefahrt

    Die Ultraviolette F77 Mach2 ist kein Spielzeug und kein reines Showbike. Sie fährt sich komfortabel, stabil und eigenständig. Sie hat ihren eigenen Sound, sie sieht auffällig aus und sie bringt genug Leistung mit, um auf der Landstraße ernst genommen zu werden.

    Der Preis ab 8.990 Euro macht sie zusätzlich spannend. Nicht billig, aber interessant. Vor allem, wenn man bedenkt, dass viele elektrische Zweiräder entweder sehr teuer oder sehr kompromissbehaftet sind. Die F77 Mach2 wirkt wie ein ernsthafter Versuch, Elektromotorrad, Performance und Alltag in ein Paket zu bringen.

    Ob sie am Ende für dich passt, hängt stark von deinem Fahrprofil ab. Fährst du viel Stadt und Landstraße? Hast du Lademöglichkeiten? Willst du etwas Besonderes? Dann solltest du sie dir anschauen. Erwartest du maximale Autobahn-Langstrecke ohne Planung? Dann musst du realistisch bleiben.

    Das genaue Reichweitenergebnis aus unserer Testfahrt seht ihr auf YouTube. Und genau dort bekommt ihr auch den echten Eindruck von der Strecke, vom Fahrgefühl und davon, wie sich die F77 Mach2 bis 6 Prozent Restakku geschlagen hat.

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    Warum diese Probefahrt wichtig war

    Ich finde solche Tests wichtig, weil Elektromobilität im Motorradbereich noch viel zu oft entweder verklärt oder schlechtgeredet wird. Die einen tun so, als wären E-Motorräder schon in jeder Hinsicht überlegen. Die anderen sagen pauschal, dass ohne Benzingeruch und Auspuffklang alles sinnlos sei.

    Beides ist zu einfach.

    Die Wahrheit liegt dazwischen. Elektromotorräder haben klare Vorteile: direkte Leistung, weniger lokale Emissionen, weniger mechanische Komplexität, ein völlig anderes Fahrgefühl. Aber sie haben auch offene Baustellen: Reichweite, Ladeinfrastruktur, Preis, Service, Wiederverkauf, Akzeptanz.

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    Die Ultraviolette F77 Mach2 ist genau deshalb spannend, weil sie diese Diskussion auf ein neues Niveau hebt. Sie ist nicht nur ein kleiner Stadtflitzer. Sie will ernst genommen werden. Und nach unserer Probefahrt kann ich sagen: Das sollte man auch tun.

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    Mein ehrliches Fazit zur Ultraviolette F77 Mach2

    Die Ultraviolette F77 Mach2 hat mich positiv überrascht. Nicht, weil sie perfekt ist. Perfekt ist kein Fahrzeug. Sondern weil sie eine klare Idee hat und diese Idee auf der Straße funktioniert.

    Sie sieht stark aus, fährt stabil, ist komfortabler als erwartet, hat einen eigenen Sound und bringt genug Performance mit, um Spaß zu machen. Der Reichweitentest mit Akku bis 6 Prozent war genau der richtige Weg, um herauszufinden, ob hinter dem futuristischen Auftritt auch Substanz steckt.

    Und ja: Die F77 Mach2 hat Substanz.

    Sie ist kein Motorrad für jeden. Aber das muss sie auch nicht sein. Sie ist ein Bike für Menschen, die Elektromobilität nicht als Verzicht sehen, sondern als neue Form von Fahrspaß. Wer offen an das Thema herangeht, sollte sich dieses Motorrad anschauen.

    Für mich ist die Ultraviolette F77 Mach2 eines der spannendsten elektrischen Motorräder, die aktuell in dieser Klasse auftauchen. Nicht, weil sie alles besser macht als ein Verbrenner. Sondern weil sie anders ist und dieses Anderssein selbstbewusst ausspielt.

    Mehr dazu, inklusive unserem echten Reichweitenergebnis, gibt es auf YouTube.

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