Rezon Bohemia vs Honda WN7: Warum dieser Vergleich richtig spannend ist
Es gibt Vergleiche, bei denen man schon nach den ersten technischen Daten merkt: Das wird nicht langweilig. Rezon Bohemia gegen Honda WN7 ist genau so ein Fall.
Auf der einen Seite steht die Rezon Bohemia, ein junges, mutig positioniertes Elektromotorrad mit A1-Einstufung, großem Akku, 150 km/h Höchstgeschwindigkeit, CCS2-Anschluss und einem Preis von rund 13.100 Euro.
Auf der anderen Seite steht die Honda WN7, Hondas erstes großes Serien-Elektromotorrad. Ein Motorrad von einem Weltkonzern, mit etablierter Händlerstruktur, moderner Elektronik, CCS2-Schnellladefähigkeit und zwei Varianten: eine 11-kW-Version für A1/B196 und eine 18-kW-Version für A2.
Und genau hier beginnt der spannende Punkt: Dieser Vergleich ist nicht einfach „jung gegen alt“ oder „Billigmarke gegen Premiumhersteller“. Es ist eher die Frage:
Was zählt bei einem Elektromotorrad wirklich mehr – Akku und Reichweite oder Markenvertrauen und ausgereifte Technik?
Ich schaue mir beide Motorräder kritisch an. Nicht als Fanboy. Nicht als Werbetext. Sondern so, wie ich Fahrzeuge bei Scooterhelden immer einordne: mit Blick auf Alltag, Pendeln, Reichweite, Ladezeit, Preis, Führerschein, Technik und die Frage, ob das Ganze für Käuferinnen und Käufer wirklich Sinn ergibt.
Die Rezon-Daten in diesem Vergleich stammen aus dem bereitgestellten technischen Datenblatt der Bohemia 2025. Die Honda-WN7-Daten stammen von Honda Deutschland, Honda Europe und ergänzend aus dem ADAC-Fahrbericht.
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Warum Rezon Bohemia gegen Honda WN7 kein ganz einfacher Vergleich ist
Der Vergleich ist deshalb so interessant, weil die beiden Motorräder nicht exakt dieselbe Rolle spielen.
Die Rezon Bohemia wird als L3e-A1-Fahrzeug beziehungsweise A1-Klasse eingeordnet. Im Datenblatt stehen 11 kW Nennleistung, 35 kW maximale Leistung, 150 km/h Höchstgeschwindigkeit und 0 auf 100 km/h in 5 Sekunden. Das ist auf dem Papier extrem auffällig, weil es für ein A1-Elektromotorrad sehr erwachsen wirkt.
Die Honda WN7 gibt es dagegen in zwei Varianten. Honda nennt eine 18-kW-Version mit 50 kW maximaler Leistung für A2-Fahrer und eine 11-kW-Version für A1- beziehungsweise B196-Fahrer. Die 18-kW-Version fährt 129 km/h, die 11-kW-Version 120 km/h.
Deshalb muss man den Vergleich zweigleisig betrachten.
Direkt fair ist Rezon Bohemia gegen Honda WN7 11 kW, weil beide für die A1-/B196-Zielgruppe interessant sind.
Technisch spannend ist aber auch der Blick auf die Honda WN7 18 kW, weil sie zeigt, was Honda aus derselben Grundplattform als A2-Motorrad herausholt.
Kurz gesagt: Die Rezon Bohemia greift in der A1-Klasse sehr selbstbewusst an. Die Honda WN7 ist das kontrolliertere, markenstärkere Gesamtpaket.
Und genau daraus entsteht der Reiz.
Technische Daten im direkten Vergleich
| Kategorie | Rezon Bohemia | Honda WN7 11 kW | Honda WN7 18 kW |
|---|---|---|---|
| Fahrzeugklasse | L3e-A1 | A1/B196 | A2 |
| Dauer-/Nennleistung | 11 kW | 11 kW | 18 kW |
| Maximale Leistung | 35 kW | ca. 11,2–11,4 kW | 50 kW |
| Drehmoment | 75 Nm Motor / 254 Nm Rad | 100 Nm | 100 Nm |
| Höchstgeschwindigkeit | 150 km/h | 120 km/h | 129 km/h |
| Beschleunigung | 0–100 km/h in 5 Sek. | 0–50 m in 5,0 Sek. | 0–50 m in 3,9 Sek.; 0–100 km/h in 4,6 Sek. |
| Akku | 15,3 kWh max. / 13,4 kWh nominal | 9,3 kWh | 9,3 kWh |
| Reichweite | 300 km Stadt / 260 km bei 80 km/h / 180 km bei 120 km/h | 153 km WMTC | 140 km WMTC |
| Laden | Typ 2 und CCS2 | Typ 2 und CCS2 | Typ 2 und CCS2 |
| Ladeleistung | bis 6,6 kW | Mode 3 ca. 2,4 h / CCS2 20–80 % unter 30 min | Mode 3 ca. 2,4 h / CCS2 20–80 % unter 30 min |
| Gewicht | 235 kg | ca. 217 kg | ca. 217 kg |
| Sitzhöhe | 760 mm | 800 mm | 800 mm |
| Länge x Breite x Höhe | 2.260 x 840 x 1.150 mm | 2.156 x 826 x 1.085 mm | 2.156 x 826 x 1.085 mm |
| Bremsen vorne | 2 x 316 mm, 4-Kolben-Nissin | 2 x 296 mm, Zweikolben | 2 x 296 mm, Zweikolben |
| Bremsen hinten | 240 mm, 1-Kolben | 256 mm, 1-Kolben | 256 mm, 1-Kolben |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 Michelin | 120/70 R17 | 120/70 R17 |
| Reifen hinten | 180/55 ZR17 Michelin | 150/60 R17 | 150/60 R17 |
| Display | 5 Zoll TFT + 4,3 Zoll TFT | 5 Zoll TFT | 5 Zoll TFT |
| Fahrmodi | Eco, City, Sport, Reverse | Sport, Standard, Rain, Econ | Sport, Standard, Rain, Econ |
| Preis | ca. 13.100 € | ca. 15.409 € | ca. 15.409 € |
Honda nennt für die WN7 auf der deutschen Modellseite 14.780 Euro sowie 15.409 Euro in der Preis-/Datenanzeige; der ADAC führt ebenfalls 15.409 Euro auf. Für diesen Vergleich rechne ich deshalb mit rund 15.409 Euro für die Honda WN7 und mit deinem genannten Rezon-Bohemia-Preis von ca. 13.100 Euro.
Preisvergleich: Rezon Bohemia ist rund 2.300 Euro günstiger
Der Preis ist bei Elektromotorrädern ein wunder Punkt. Viele Fahrzeuge sind technisch interessant, aber am Ende so teuer, dass sie für normale Pendler kaum noch attraktiv wirken.
Die Rezon Bohemia liegt laut deiner Preisangabe bei rund 13.100 Euro.
Die Honda WN7 liegt nach aktueller deutscher Preisangabe bei rund 15.409 Euro. Damit ist die Honda ungefähr 2.309 Euro teurer. Das sind rund 15 Prozent Unterschied bezogen auf den Honda-Preis.
Das ist nicht wenig.
Besonders spannend wird es, wenn man den Preis mit der Akkukapazität vergleicht. Die Rezon bringt laut Datenblatt bis zu 15,3 kWh maximale Batteriekapazität mit. Die Honda WN7 kommt auf 9,3 kWh.
Ganz grob gerechnet kostet bei der Rezon Bohemia ein kWh Akku auf Basis der maximalen Kapazität etwa 856 Euro pro kWh. Bei der Honda WN7 sind es auf Basis von 15.409 Euro und 9,3 kWh etwa 1.657 Euro pro kWh.
Natürlich ist das keine vollständige Preis-Leistungs-Analyse. Ein Motorrad besteht nicht nur aus Akku. Honda bringt Marke, Händlernetz, Assistenzsysteme, Entwicklungstiefe und vermutlich eine stärkere Restwertbasis mit.
Aber als grober Blick auf das Verhältnis aus Preis und Energiespeicher ist das schon deutlich.
Die Rezon wirkt hier auf dem Papier fast brutal stark.
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Führerschein und Zielgruppe: A1 gegen A1 – aber Honda bietet zusätzlich A2
Für viele Leserinnen und Leser ist nicht die absolute Leistung entscheidend, sondern die Frage: Darf ich das überhaupt fahren?
Die Rezon Bohemia ist laut Datenblatt als L3e-A1 klassifiziert. Das macht sie besonders interessant für alle, die im A1-Bereich suchen. In Deutschland schauen viele zusätzlich auf den B196-Kontext, also Autofahrerinnen und Autofahrer, die nach entsprechender Erweiterung 125er fahren dürfen. Vor dem Kauf sollte man aber immer konkret beim Händler prüfen, wie das Fahrzeug zugelassen ist und welche Führerscheinklasse im Einzelfall nötig ist.
Honda ist hier klarer zweigeteilt. Die WN7 gibt es als 11-kW-Version für A1/B196 und als 18-kW-Version für A2. Honda nennt diese Unterscheidung selbst auf der Modellseite.
Das ist ein wichtiger Vorteil für Honda.
Wer A2 hat, bekommt mit der WN7 18 kW ein stärkeres Motorrad mit 50 kW Spitzenleistung. Wer nur A1 oder B196 hat, kann zur 11-kW-Version greifen.
Rezon dagegen setzt voll auf die A1-Karte, aber reizt diese auf dem Papier sehr stark aus. Genau das macht die Bohemia so spannend – und gleichzeitig erklärungsbedürftig.
Denn eine A1-Einstufung mit 150 km/h Höchstgeschwindigkeit und 35 kW Peak-Leistung wird bei vielen sofort Fragezeichen auslösen.
Nicht negativ gemeint. Aber hier sollte beim Händler wirklich sauber geklärt werden, was in den Papieren steht, wie das Fahrzeug versichert wird und ob die konkrete Version exakt den deutschen Zulassungsbedingungen entspricht.
Akku und Reichweite: Hier schlägt Rezon auf dem Papier klar zu
Wenn ich nur auf Akku und Reichweite schaue, hat die Rezon Bohemia den stärksten Auftritt in diesem Vergleich.
15,3 kWh maximale Kapazität und 13,4 kWh Nennkapazität sind für ein A1-Elektromotorrad eine echte Ansage. Rezon nennt bis zu 300 km Stadtreichweite bei 50 km/h, 260 km bei 80 km/h und 180 km bei 120 km/h.
Honda kommt bei der WN7 auf 9,3 kWh Akkukapazität. Die 18-kW-Version wird mit 140 km WMTC-Reichweite angegeben, die 11-kW-Version mit 153 km WMTC.
Man muss fair bleiben: Die Reichweitenangaben sind nicht perfekt vergleichbar.
Rezon nennt Werte bei festen Geschwindigkeiten. Honda nennt WMTC-Werte. Das sind unterschiedliche Messlogiken.
Trotzdem ist die Richtung klar: Rezon trägt deutlich mehr Akku mit sich herum.
Und Akku ist beim Elektromotorrad nun einmal Freiheit. Mehr Akku bedeutet mehr Puffer, weniger Ladeangst, mehr Reserve bei Kälte, Gegenwind, hohem Tempo oder sportlicher Fahrweise.
Genau hier hat die Honda WN7 ihren wahrscheinlich größten Schwachpunkt. Der ADAC spricht im Fahrbericht von einem Aktionsradius von etwa 100 bis 140 Kilometern in der Praxis. Für Stadt und kurze Pendelstrecken kann das reichen. Für viele Motorradfahrer ist es aber eben nicht die große Freiheit.
Meine Einschätzung: Wer lange Pendelstrecken fährt oder regelmäßig Landstraße und Autobahn mischt, wird bei der Rezon Bohemia sofort aufhorchen. Wer hauptsächlich kurze Wege fährt und dafür Honda-Qualität möchte, kann mit der WN7 trotzdem glücklich werden.
Laden und CCS: Honda lädt schneller, Rezon kommt weiter
Beim Laden wird es richtig interessant, denn beide Motorräder tragen den Begriff CCS2 im Datenblatt.
Aber CCS ist nicht automatisch gleich CCS.
Die Rezon Bohemia bietet laut Datenblatt Typ 2 und CCS2, lädt aber mit maximal 6,6 kW. Rezon nennt 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent und 150 Minuten von 0 auf 100 Prozent.
Das ist alltagstauglich, aber kein echtes Highspeed-Schnellladen, wie man es von modernen Elektroautos kennt.
Der Vorteil der Rezon liegt eher darin, dass man mit Typ 2 und CCS2 an sehr vielen öffentlichen Ladepunkten überhaupt anschließen kann. Das ist praktisch. Aber wer an der Autobahn einen CCS-Schnelllader sieht, sollte nicht erwarten, dass die Rezon dort mit 50 oder 100 kW zieht.
Honda geht anders vor. Die WN7 unterstützt ebenfalls Typ 2 und CCS2, kann aber laut Honda von 20 auf 80 Prozent in unter 30 Minuten schnellladen. Eine Vollladung per Mode-3-Normalladung dauert laut Honda etwa 2,4 Stunden.
Das ist ein echter Vorteil der Honda.
Die paradoxe Situation ist also:
Die Rezon hat den größeren Akku und kommt auf dem Papier weiter.
Die Honda hat den kleineren Akku, kann aber unterwegs schneller nachladen.
Im Alltag hängt der Gewinner stark vom Fahrprofil ab.
Wer zu Hause lädt und morgens mit vollem Akku startet, profitiert bei der Rezon von der größeren Reichweite.
Wer unterwegs kurze Ladepausen machen will, profitiert bei der Honda von der schnelleren CCS-Nachladung.
Für Pendler ist die Rezon wahrscheinlich entspannter. Für spontane Zwischenladungen ist Honda moderner.
Leistung und Fahrgefühl: Rezon ist in A1 spektakulär, Honda in A2 stärker
Bei der Leistung muss man sehr genau hinschauen.
Die Rezon Bohemia hat 11 kW Nennleistung, aber 35 kW maximale Leistung. Dazu kommen 75 Nm Motordrehmoment, 254 Nm Raddrehmoment und 150 km/h Höchstgeschwindigkeit. 0 auf 100 km/h soll in 5 Sekunden gelingen.
Für ein A1-Elektromotorrad klingt das extrem stark.
Die Honda WN7 11 kW ist deutlich konservativer. Sie kommt auf 120 km/h Höchstgeschwindigkeit und beschleunigt laut Honda in 5,0 Sekunden über 50 Meter. Die maximale Leistung liegt je nach Darstellung bei rund 11,2 bis 11,4 kW.
Die Honda WN7 18 kW spielt dagegen in einer anderen Liga. Sie bringt 50 kW Peak, 100 Nm Drehmoment, 129 km/h Höchstgeschwindigkeit und 0 auf 100 km/h in 4,6 Sekunden.
Das bedeutet:
Gegen die Honda WN7 11 kW wirkt die Rezon Bohemia auf dem Papier deutlich schneller und frecher.
Gegen die Honda WN7 18 kW bleibt die Honda bei Peak-Leistung und Drehmoment vorne, auch wenn die Rezon bei der Höchstgeschwindigkeit mit 150 km/h auffällig stark dasteht.
Aber reine Zahlen erzählen nicht alles.
Honda hat jahrzehntelange Erfahrung in Fahrwerksabstimmung, Gasannahme, Sicherheitslogik und Bedienbarkeit. Bei Elektrofahrzeugen zählt nicht nur, wie viel Leistung da ist, sondern wie gut sie kontrolliert wird.
Die Rezon wirkt nach Datenblatt wie ein A1-Muskelpaket. Honda wirkt wie ein sauber abgestimmtes Serienmotorrad.
Was besser ist? Das entscheidet am Ende die Probefahrt.
Gewicht und Sitzhöhe: Rezon schwerer, aber niedriger
Die Rezon Bohemia wiegt laut Datenblatt 235 kg. Die Honda WN7 liegt bei rund 217 kg fahrfertig. Das sind etwa 18 kg Unterschied.
18 kg klingen auf dem Papier vielleicht nicht dramatisch. Beim Rangieren, Schieben, Wenden und langsamen Fahren spürt man das aber.
Gerade bei einem A1- oder B196-Fahrzeug muss man ehrlich sein: Viele Fahrerinnen und Fahrer kommen nicht aus der großen Motorradklasse. Sie suchen ein zugängliches Fahrzeug. Da ist Gewicht ein wichtiger Punkt.
Dafür hat die Rezon einen echten Vorteil bei der Sitzhöhe. Sie liegt bei 760 mm, während die Honda WN7 bei 800 mm liegt.
Das kann in der Praxis viel ausmachen.
Wer kleiner ist, kommt auf der Rezon wahrscheinlich leichter mit beiden Füßen auf den Boden. Das schafft Vertrauen. Gerade bei 235 kg Gewicht ist eine niedrige Sitzhöhe Gold wert.
Meine Einschätzung: Honda dürfte beim Fahren und Rangieren grundsätzlich leichter wirken. Rezon kann durch die niedrige Sitzhöhe trotzdem für viele sicherer stehen und angenehmer wirken.
Das muss man unbedingt probesitzen.
Bremsen, Reifen und Fahrwerk: Rezon grobe Hardware, Honda feine Integration
Bei Bremsen und Reifen zeigen beide Motorräder, dass sie nicht in die Billigspielzeug-Ecke gehören.
Die Rezon Bohemia setzt vorne auf zwei 316-mm-Bremsscheiben mit 4-Kolben-Nissin-Sätteln. Hinten sitzt eine 240-mm-Scheibe mit Einkolben-Sattel. Dazu kommen Michelin-Reifen in 120/70 ZR17 vorne und 180/55 ZR17 hinten. ABS ist an Bord.
Das ist sehr erwachsen. Besonders der 180er-Hinterreifen gibt der Rezon optisch und technisch einen kräftigen Auftritt.
Honda setzt bei der WN7 vorne auf zwei 296-mm-Scheiben mit Zweikolben-Sätteln und hinten auf eine 256-mm-Scheibe mit Einkolben-Sattel. Dazu kommen 120/70 R17 vorne und 150/60 R17 hinten. Honda nennt außerdem ein IMU-gestütztes ABS mit Kurven-ABS.
Hier sieht man schön den Unterschied der Philosophien.
Rezon kommt mit sehr starker Hardware und breiterem Hinterreifen.
Honda kommt mit ausgereifter Elektronik, IMU, Kurven-ABS und einer vermutlich sehr sauberen Integration.
Ich würde es so zusammenfassen:
Rezon wirkt bei Bremsen und Reifen aggressiver. Honda wirkt beim Sicherheitskonzept reifer.
Gerade bei Elektromotorrädern, die sofort Drehmoment liefern, ist die elektronische Abstimmung enorm wichtig. Viel Bremsleistung ist gut. Kontrollierte Bremsleistung in Schräglage ist besser.
Assistenzsysteme und Bedienung: Honda spielt seine Erfahrung aus
Bei der Ausstattung merkt man der Honda WN7 an, dass sie von einem großen Hersteller kommt.
Honda bietet ein 5-Zoll-TFT-Display, Honda RoadSync, USB-C, Smart Key, automatische Blinkerrückstellung, Emergency Stop Signal, vier Fahrmodi, einstellbare Rekuperation, Honda Selectable Torque Control, Selectable Speed Limit Assist und eine Rangierhilfe vorwärts/rückwärts bis 5 km/h.
Das ist ein ziemlich vollständiges Paket.
Die Rezon Bohemia kommt mit einem 5-Zoll-Hauptdisplay und einem zusätzlichen 4,3-Zoll-TFT-Display. Dazu nennt Rezon Eco, City, Sport und Reverse als Fahrmodi, ABS, Traktionskontrolle und Rekuperation bis 40 Ampere.
Ich finde die zwei Displays bei Rezon spannend, aber ich bin auch skeptisch. Zwei Anzeigen sind nur dann besser als eine, wenn die Informationen wirklich sinnvoll getrennt werden. Geschwindigkeit, Akku, Restreichweite und Fahrmodus müssen sofort erkennbar sein. Alles andere ist zweitrangig.
Honda wirkt hier auf mich runder. Nicht unbedingt aufregender, aber vertrauter und wahrscheinlich besser durchdacht.
Das ist typisch Honda: Manchmal nicht der lauteste Auftritt, aber oft das sauberere Gesamtsystem.
Alltag und Pendeln: Welche Maschine macht mehr Sinn?
Jetzt kommen wir zur wichtigsten Frage: Welche Maschine passt besser in den Alltag?
Für die Rezon Bohemia spricht eindeutig der große Akku. Wer jeden Tag pendelt, will nicht ständig über Ladeplanung nachdenken. 260 km bei 80 km/h als Herstellerangabe sind ein starkes Argument. Selbst wenn in der Praxis weniger herauskommt, bleibt deutlich mehr Puffer als bei der Honda.
Auch die 150 km/h Höchstgeschwindigkeit sind für Pendler mit Autobahnanteil interessant. Viele A1-Fahrzeuge fühlen sich oberhalb von 100 km/h angestrengt an. Wenn die Rezon wirklich souverän 120 bis 130 km/h fahren kann und noch Reserve hat, wäre das ein großer Vorteil.
Die Honda WN7 punktet dagegen mit einem leichteren Gewicht, starkem Assistenzpaket, bewährter Bedienlogik und schnellerem CCS-Nachladen. Für Stadt, Arbeitsweg, kurze Landstraßenrunden und Fahrerinnen und Fahrer, die Honda-Vertrauen suchen, ist das sehr attraktiv.
Aber die Reichweite bleibt der Knackpunkt. Wenn man realistisch mit 100 bis 140 km rechnen muss, wie es der ADAC im Fahrbericht einordnet, wird die WN7 für manche schlicht zu knapp.
Meine Einschätzung:
Für kurze Pendelstrecken ist die Honda WN7 sehr stark.
Für lange Pendelstrecken ist die Rezon Bohemia auf dem Papier klar interessanter.
Autobahn und Landstraße: Rezon hat die besseren Zahlen
Autobahn ist für Elektromotorräder noch immer eine harte Disziplin.
Hohe Geschwindigkeiten kosten viel Energie. Der Luftwiderstand steigt brutal an. Und kleine Akkus sind dann schnell leer.
Genau hier sieht die Rezon Bohemia auf dem Papier stark aus. Rezon nennt 180 km Reichweite bei 120 km/h. Das wäre für ein Elektromotorrad dieser Klasse wirklich brauchbar.
Honda nennt für die WN7 18 kW dagegen 140 km WMTC und für die 11-kW-Version 153 km WMTC. Honda selbst sagt nicht, dass das reine Autobahnwerte sind. Deshalb muss man davon ausgehen, dass die Autobahnreichweite niedriger ausfallen kann.
Dafür kann Honda unterwegs schneller nachladen. Wer also kurze Etappen fährt und CCS-Lader einplant, kann mit der WN7 trotzdem zurechtkommen.
Aber emotional ist das natürlich ein Unterschied.
Mit der Rezon fährst du vermutlich entspannter los, weil der Akku größer ist.
Mit der Honda planst du eher über Ladepunkte und Pausen.
Für echte Motorradfreiheit gewinnt hier für mich die Rezon – zumindest nach Datenlage.
Akku-Service und Langzeitvertrauen: Rezon verspricht viel, Honda bringt Erfahrung
Ein wichtiger Punkt bei Elektromotorrädern ist nicht nur der Akku heute, sondern der Akku in fünf oder acht Jahren.
Rezon spricht bei der Bohemia von einem modularen beziehungsweise zellnahen Serviceansatz. Wenn eine Zelle ausfällt, soll nicht zwingend der komplette Akku ersetzt werden müssen. Das ist aus Kundensicht ein sehr guter Gedanke.
Wenn das in der Praxis sauber funktioniert, kann es langfristig Kosten sparen und Nachhaltigkeit verbessern.
Aber genau hier bin ich vorsichtig.
Solche Versprechen müssen nicht nur technisch möglich sein, sondern auch im Händlernetz verfügbar bleiben. Wer repariert das? Wer diagnostiziert das? Was kostet eine Zelle? Wie lange gibt es Ersatzteile? Gibt es geschulte Werkstätten?
Honda muss solche Dinge ebenfalls beantworten, aber Honda hat als Hersteller einen anderen Vertrauensvorschuss. Ein globales Händlernetz, etablierte Prozesse und jahrzehntelange Erfahrung sind beim Motorradkauf nicht zu unterschätzen.
Das ist der große Unterschied:
Rezon klingt beim Akku kundenfreundlich und clever.
Honda klingt beim Gesamtservice vertrauenswürdiger.
Für Käufer ist das keine Kleinigkeit. Gerade bei einem Elektromotorrad für über 13.000 beziehungsweise über 15.000 Euro will man Sicherheit.
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Preis-Leistung: Rezon gewinnt die Datenblatt-Wertung
Wenn ich rein nach Preis-Leistung gehe, hat die Rezon Bohemia die Nase vorn.
Für rund 13.100 Euro bekommt man laut Datenblatt:
15,3 kWh maximale Akkukapazität, 150 km/h Höchstgeschwindigkeit, 0 auf 100 km/h in 5 Sekunden, Typ 2 und CCS2, Michelin-Reifen, Nissin-Bremsanlage, zwei Displays, Reverse-Modus und eine sehr ordentliche Reichweitenangabe.
Das ist stark.
Die Honda WN7 kostet etwa 15.409 Euro und bietet dafür weniger Akku, weniger Reichweite und in der A1-Version deutlich weniger Spitzenleistung. Dafür bekommt man Honda-Technik, Honda-Händlernetz, RoadSync, Kurven-ABS, HSTC, Smart Key, schnellere CCS-Nachladung und ein sehr ausgereiftes Bedienkonzept.
Man bezahlt also nicht nur für Daten. Man bezahlt für Vertrauen.
Und genau hier muss jeder ehrlich zu sich selbst sein.
Wer maximal viel Akku fürs Geld sucht, wird zur Rezon schauen.
Wer lieber den sicheren Markenweg geht, wird Honda ernst nehmen.
Für mich ist die Rezon der Preis-Leistungs-Angreifer. Honda ist der Vertrauens-Anbieter.
Design und Auftritt: Rezon emotionaler, Honda sauberer
Optisch gehen beide Motorräder in Richtung Naked Bike, aber mit unterschiedlicher Wirkung.
Die Rezon Bohemia wirkt breiter, kantiger und muskulöser. Der große Technikblock, die rote Tankoptik, der breite Hinterreifen und der aggressive Stand machen sie zu einem Elektromotorrad, das auffallen will.
Die Honda WN7 wirkt moderner, technischer und reduzierter. Sie will nicht brutal wirken, sondern hochwertig und futuristisch. Honda setzt auf ein neues Designkonzept, feste Batterieintegration, klare Linien und ein sauberes Naked-Bike-Profil. Honda beschreibt die WN7 selbst als leises, glattes, emissionsfreies Fahrerlebnis mit Fokus auf Pendeln und junge Fahrerinnen und Fahrer, die von kleineren Verbrennern umsteigen möchten.
Mir persönlich gefällt an der Rezon, dass sie nicht versucht, elektrisch brav auszusehen.
Sie steht da wie ein Motorrad, nicht wie ein Kompromiss.
Die Honda wirkt dagegen reifer. Weniger wild, aber stimmiger.
Das ist Geschmackssache. Aber für den Markt ist beides wichtig. Elektromotorräder müssen nicht alle gleich aussehen.
Was mir bei der Rezon Bohemia besonders gefällt
Die Rezon Bohemia macht vieles richtig, zumindest auf dem Papier.
Der große Akku ist der wichtigste Punkt. Elektromotorräder scheitern im Alltag oft nicht an Leistung, sondern an Reichweite. Rezon setzt genau dort an.
Auch die A1-Einstufung ist spannend. Ein Motorrad mit 11 kW Nennleistung, aber 35 kW Peak und 150 km/h Spitze ist ein echter Aufreger. Wenn das in Deutschland sauber zugelassen und verständlich kommuniziert wird, könnte die Bohemia viele Fahrerinnen und Fahrer ansprechen, die bisher bei elektrischen 125ern nur müde gelächelt haben.
Die niedrige Sitzhöhe von 760 mm ist ebenfalls clever. Gerade bei 235 kg Gewicht hilft jeder Zentimeter.
Auch die Hardware bei Bremsen und Reifen wirkt kräftig. Michelin, Nissin, doppelte Frontscheiben, 180er-Hinterreifen – das klingt nicht nach Sparprogramm.
Mein größtes Lob: Die Rezon Bohemia nimmt das Thema elektrisches Pendler-Motorrad ernst. Nicht als Miniroller. Nicht als urbanes Spielzeug. Sondern als richtiges Motorrad mit Reichweitenanspruch.
Was mich bei der Rezon Bohemia skeptisch macht
So stark die Daten klingen, ich habe auch Fragezeichen.
235 kg sind viel. Gerade für A1- und B196-Fahrer ist das kein Leichtgewicht.
Die Kombination aus A1-Einstufung, 150 km/h Spitze und 35 kW Peak muss sauber erklärt werden. Nicht jeder Käufer versteht den Unterschied zwischen Nennleistung, Peak-Leistung und Zulassung.
Auch das CCS2-Laden mit 6,6 kW kann missverstanden werden. Viele hören CCS und denken automatisch an echtes Schnellladen. Bei Rezon bedeutet CCS vor allem Infrastruktur-Kompatibilität, aber nicht ultraschnelle Ladeleistung.
Und dann ist da der Service. Rezon muss zeigen, dass Händlernetz, Ersatzteile, Garantie und Akkusupport langfristig funktionieren.
Ein gutes Datenblatt verkauft das erste Motorrad. Guter Service verkauft das zweite.
Was mir bei der Honda WN7 besonders gefällt
Die Honda WN7 wirkt wie ein durchentwickeltes Motorrad.
Honda bietet zwei Varianten, eine für A1/B196 und eine für A2. Das ist sinnvoll, weil unterschiedliche Fahrergruppen angesprochen werden.
Die 18-kW-Version mit 50 kW Peak und 100 Nm Drehmoment dürfte fahrdynamisch richtig Spaß machen. Die 0–100-km/h-Angabe von 4,6 Sekunden zeigt, dass Honda das Thema Elektro-Performance ernst nimmt.
Besonders stark finde ich das Schnellladekonzept. 20 auf 80 Prozent in unter 30 Minuten ist bei einem Elektromotorrad ein echter Vorteil.
Auch die Assistenzsysteme wirken erwachsen: Kurven-ABS, HSTC, vier Fahrmodi, einstellbare Rekuperation, Smart Key, RoadSync, Rangierhilfe, Speed Limit Assist.
Das ist keine Bastellösung. Das ist Honda.
Und für viele Käufer ist genau das entscheidend.
Was mich bei der Honda WN7 skeptisch macht
Die Honda WN7 hat für mich einen klaren Schwachpunkt: die Reichweite.
9,3 kWh Akkukapazität sind für ein vollwertiges Elektromotorrad nicht riesig. 140 bis 153 km WMTC sind okay, aber nicht aufregend. Wer im Alltag nur 30 Kilometer pendelt, wird damit gut leben. Wer aber auch mal längere Strecken fahren möchte, muss planen.
Der Preis macht es nicht einfacher. Rund 15.409 Euro sind eine Menge Geld für ein Elektromotorrad mit relativ überschaubarer Reichweite.
Ja, Honda bringt Qualität, Technik und Händlernetz. Aber am Ende fragen viele Käufer trotzdem: Warum zahle ich mehr Geld für weniger Akku?
Das ist die schwierige Frage, die Honda beantworten muss.
Für mich ist die WN7 ein starkes erstes Elektro-Motorrad von Honda. Aber kein Reichweitenwunder.
Welche ist besser für A1/B196-Fahrer?
Wenn wir nur die A1-/B196-Zielgruppe betrachten, wird es besonders spannend.
Die Honda WN7 11 kW ist wahrscheinlich das sichere, berechenbare Motorrad. 120 km/h Spitze, 153 km WMTC-Reichweite, Honda-Service, moderne Ausstattung, starkes Händlernetz.
Die Rezon Bohemia ist der Rebell. 150 km/h Spitze, großer Akku, deutlich mehr Reichweitenversprechen, niedrigerer Preis und erwachsener Auftritt.
Für A1/B196-Fahrer, die maximale Reichweite und Leistung auf dem Papier suchen, ist die Rezon Bohemia klar spannender.
Für A1/B196-Fahrer, die Sicherheit, Marke und Bedienqualität priorisieren, ist die Honda WN7 die vertrauensvollere Wahl.
Ich würde es so sagen:
Die Rezon Bohemia ist das aufregendere A1-Elektromotorrad.
Die Honda WN7 11 kW ist das seriösere A1-Gesamtpaket.
Welche ist besser für A2-Fahrer?
Für A2-Fahrer verschiebt sich der Vergleich.
Dann steht die Rezon Bohemia zwar immer noch stark da, aber die Honda WN7 18 kW bringt 50 kW Peak, 100 Nm Drehmoment, 0 auf 100 km/h in 4,6 Sekunden und ein deutlich sportlicheres Performance-Profil.
In dieser Klasse wirkt Honda fahrdynamisch stärker.
Aber auch hier bleibt die Rezon beim Akku und bei der Reichweite attraktiv. Wenn jemand A2 hat, aber eigentlich ein reichweitenstarkes Pendlerfahrzeug sucht, kann die Rezon trotzdem interessanter sein.
Wenn jemand A2 hat und die bessere Performance sowie Honda-Technik möchte, spricht mehr für die WN7.
Gewinner nach Kategorien
| Kategorie | Gewinner | Meine Begründung |
|---|---|---|
| Preis | Rezon Bohemia | ca. 13.100 € statt rund 15.409 € |
| Akku | Rezon Bohemia | 15,3 kWh max. statt 9,3 kWh |
| Reichweite auf dem Papier | Rezon Bohemia | deutlich höhere Herstellerangaben |
| Schnellladen | Honda WN7 | 20–80 % in unter 30 Minuten |
| A1/B196-Performance | Rezon Bohemia | 150 km/h und 35 kW Peak sind auffällig stark |
| A2-Performance | Honda WN7 18 kW | 50 kW Peak und 100 Nm |
| Gewicht | Honda WN7 | rund 18 kg leichter |
| Sitzhöhe | Rezon Bohemia | 760 mm statt 800 mm |
| Assistenzsysteme | Honda WN7 | Kurven-ABS, HSTC, RoadSync, Smart Key |
| Bremsen-Hardware | Rezon Bohemia | größere Frontscheiben, 4-Kolben-Nissin |
| Markenvertrauen | Honda WN7 | etabliertes Händler- und Servicenetz |
| Pendeln lange Strecke | Rezon Bohemia | mehr Akku und mehr Reichweitenpuffer |
| Kurze Alltagswege | Honda WN7 | sehr rundes, leichtes, modernes Paket |
Meine ehrliche Kaufberatung
Wenn mich jemand fragt: „Marcel, welche würdest du nehmen?“, dann würde ich zuerst zurückfragen: Wofür?
Wer täglich weit pendelt, wenig Ladepausen will und möglichst viel Akku fürs Geld sucht, sollte die Rezon Bohemia sehr ernst nehmen.
Wer ein Elektromotorrad sucht, das sich wie ein klassisches Honda Naked Bike anfühlt, moderne Assistenzsysteme bietet und über ein etabliertes Servicenetz läuft, wird bei der Honda WN7 wahrscheinlich ruhiger schlafen.
Die Rezon Bohemia ist aus meiner Sicht das spannendere Datenblatt.
Die Honda WN7 ist das vertrauenswürdigere Gesamtpaket.
Und genau das ist der Kern dieses Vergleichs.
Bei der Rezon denke ich: Wow, wenn diese Daten im Alltag halten, ist das ein echter Angriff.
Bei der Honda denke ich: Das ist vielleicht nicht das Reichweitenmonster, aber es wird wahrscheinlich sehr sauber funktionieren.
Das sind zwei völlig verschiedene Arten von Vertrauen.
Worauf Käufer vor dem Kauf achten sollten
Vor dem Kauf würde ich bei beiden Motorrädern nicht blind bestellen.
Bei der Rezon Bohemia würde ich folgende Punkte klären:
Wie sieht die deutsche Zulassung exakt aus? Welche Führerscheinklasse steht in den Papieren? Gibt es bereits Händler und Servicepartner in meiner Nähe? Wie lange gilt die Akkugarantie? Wie funktioniert der Zellentausch praktisch? Was kosten Ersatzteile? Wie schnell sind diese verfügbar?
Bei der Honda WN7 würde ich fragen:
Reicht mir die Reichweite wirklich? Wie sieht meine tägliche Strecke aus? Habe ich zu Hause eine Lademöglichkeit? Nutze ich CCS unterwegs? Will ich die 11-kW- oder die 18-kW-Version? Ist mir Honda-Service den Aufpreis wert?
Mein Rat ist klar: Elektromotorräder kauft man nicht nur nach Höchstgeschwindigkeit und Peak-Leistung.
Man kauft sie nach Alltag.
Laden, Reichweite, Service, Sitzposition, Gewicht und Vertrauen sind wichtiger als Stammtischwerte.
Fazit: Rezon gewinnt Reichweite und Preis, Honda gewinnt Vertrauen und Technik
Die Rezon Bohemia und die Honda WN7 zeigen zwei völlig unterschiedliche Wege in die elektrische Motorrad-Zukunft.
Die Rezon Bohemia ist mutig, stark, reichweitenorientiert und preislich attraktiv. Für rund 13.100 Euro bietet sie auf dem Papier sehr viel: großer Akku, hohe Reichweite, 150 km/h, CCS2, kräftige Bremsen und A1-Einstufung.
Die Honda WN7 ist teurer, hat weniger Akku und weniger Reichweite. Dafür bringt sie Honda-Qualität, starke Assistenzsysteme, echtes CCS-Schnellladen, ein etabliertes Händlernetz und ein insgesamt sehr reifes Technikpaket.
Wenn ich es zuspitzen muss:
Rezon gewinnt den Datenblatt-Vergleich.
Honda gewinnt den Vertrauens-Vergleich.
Und genau deshalb ist dieser Vergleich so wichtig.
Die Rezon Bohemia zeigt, dass junge Marken Honda beim Akku und Preis unter Druck setzen können.
Die Honda WN7 zeigt, dass Elektromotorräder endlich bei den großen Herstellern angekommen sind.
Für uns Fahrerinnen und Fahrer ist das eine gute Nachricht. Konkurrenz bringt Bewegung in den Markt. Und Elektromotorräder brauchen genau das: mehr Auswahl, bessere Reichweiten, faire Preise und echte Alltagstauglichkeit.
Ich persönlich würde die Rezon Bohemia unbedingt testen wollen, weil die Daten extrem neugierig machen. Aber ich würde auch sehr genau auf Service, Zulassung und reale Reichweite achten.
Die Honda WN7 würde ich ebenfalls ernst nehmen, weil Honda selten halbherzig entwickelt. Aber beim Preis und der Reichweite darf man ruhig kritisch sein.
Am Ende entscheidet nicht das Logo auf dem Tank.
Es entscheidet, welches Motorrad besser zu deinem Alltag passt.
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