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    E-Roller News

    Augment 360: Technik, Akku, App und Alltag des kompakten E-Mopeds

    2. Juni 2026
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    Augment 360 im Tiefencheck: 45-km/h-E-Moped mit Faltfunktion, NFC, App, 72-V-Akku, Wartung, Alltag und ehrlicher Einschätzung.
    Faltbares E-Moped für die Stadt: Augment 360 mit 45 km/h, 72-V-Akku, App-Steuerung und echten Fragen zur Praxis.
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    Augment 360 im Tiefencheck: Mehr als nur ein faltbares 45-km/h-E-Moped?

    Der Augment 360 wirkt auf den ersten Blick wie ein Fahrzeug, das man schnell in eine Schublade stecken möchte. Ist das jetzt ein E-Scooter? Ein Elektroroller? Ein Moped? Ein faltbares Stadtfahrzeug? Irgendwie von allem etwas – und genau deshalb finde ich ihn so spannend.

    Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Elektromobilität, E-Scootern, E-Bikes, E-Rollern und allem, was dazwischen liegt. Und wenn ich ehrlich bin: Genau diese Zwischenkategorien sind oft die spannendsten. Nicht, weil sie immer perfekt sind. Sondern weil sie zeigen, wo sich Mobilität wirklich verändert.

    Der Augment 360 will kein klassischer E-Scooter sein. Dafür ist er zu schnell, zu kräftig und rechtlich eine ganz andere Nummer. Er will aber auch kein normaler Elektroroller sein. Dafür ist er zu kompakt, zu reduziert und vor allem faltbar.

    Und genau hier liegt der Reiz.

    Ein 45-km/h-E-Moped, das man nach der Fahrt zusammenklappen, in den Aufzug schieben, im Büro abstellen oder zuhause verstauen kann, klingt erst einmal nach einer cleveren Antwort auf ein echtes Problem: Stadtmobilität endet nicht am Bordstein. Sie endet dort, wo man sein Fahrzeug sicher, trocken und ohne Stress unterbringen muss.

    Aber ist der Augment 360 wirklich die praktische Lösung für Pendler? Oder ist er am Ende ein Kompromissfahrzeug, das viel verspricht, aber im Alltag seine Grenzen zeigt?

    Ich schaue mir das Fahrzeug diesmal deutlich tiefer an. Nicht nur anhand der bekannten Eckdaten, sondern auch anhand der Bedienungsanleitung. Und genau dort findet man spannende Details, die in normalen Produktbeschreibungen oft untergehen.

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    Kein normaler E-Scooter: Der Augment 360 ist ein L1e-B-Fahrzeug

    Der wichtigste Punkt zuerst: Der Augment 360 ist in der 45-km/h-Version kein E-Scooter nach eKFV. Er ist ein Fahrzeug der Klasse L1e-B. Das bedeutet: Wir reden hier über ein typgenehmigtes Kleinkraftrad.

    Das klingt trocken, ist aber extrem wichtig.

    Denn damit gelten ganz andere Spielregeln als bei einem klassischen E-Scooter. Während E-Scooter in Deutschland auf 20 km/h begrenzt sind, spielt der Augment 360 in der Klasse der 45-km/h-Fahrzeuge. Damit bewegt er sich rechtlich näher am Moped oder Elektroroller als am Tretroller.

    Die Bedienungsanleitung nennt den Typ ZY-MYP001 und die Fahrzeugklasse L1e-B. Außerdem gibt es zwei Versionen: eine 25-km/h-Version mit 1,0 kW Dauerleistung und eine 45-km/h-Version mit 1,2 kW Dauerleistung. Für Deutschland ist vor allem die 45-km/h-Version interessant, weil genau diese Variante den Unterschied zum normalen E-Scooter ausmacht.

    Und dieser Unterschied ist nicht nur auf dem Papier relevant.

    Mit 45 km/h kann man innerstädtisch deutlich besser im Verkehr mitschwimmen. Das ist für viele Pendler ein echter Vorteil. Wer täglich mit einem 20-km/h-E-Scooter unterwegs ist, kennt das Problem: Man ist flexibel, aber oft auch langsam. Auf vielen Straßen wird man überholt, bedrängt oder fühlt sich schlicht fehl am Platz.

    Ein 45-km/h-Fahrzeug verändert dieses Gefühl. Man ist nicht plötzlich ein Motorradfahrer, aber man fährt wesentlich souveräner im Stadtverkehr.

    Gleichzeitig heißt das aber auch: Der Augment 360 ist kein Spielzeug. Führerschein, Versicherung, Helm, Verkehrsvorschriften und technische Konformität sind keine Nebensache. Wer ihn wie einen normalen E-Scooter behandelt, hat das Konzept nicht verstanden.

    Die wichtigsten technischen Daten im Überblick

    Bevor wir tiefer einsteigen, hier die wichtigsten technischen Daten aus Anleitung und Herstellerangaben kompakt eingeordnet:

    MerkmalAugment 360
    FahrzeugklasseL1e-B Kleinkraftrad
    TypZY-MYP001
    Versionen25 km/h und 45 km/h
    Deutschland-Fokus45-km/h-Version
    Dauerleistung 45-km/h-Version1,2 kW
    Spitzenleistung 45-km/h-Version2,14 kW
    AkkuLithium, 72 V, 15 Ah
    Rechnerische Akkukapazitätca. 1.080 Wh
    Akkugewichtca. 5 kg
    Reichweite laut Typprüfung 45-km/h-Version53 km
    Herstellerangabe Alltagca. 50 km mit einem Akku
    Energieverbrauch 45-km/h-Version26 Wh/km
    Reifen120/90-10 vorne und hinten
    Reifendruck120 kPa vorne und hinten
    Radstand1080 mm
    Abmessungen laut Anleitung1577 × 625 × 1010 mm
    Sitzplätze1
    Ladegerät84 V DC, 2,9 A
    StartmethodenNFC-Schlüssel oder App
    FahrmodiEco, Normal, Sport, eigener Modus
    SicherheitsfunktionenParkmodus, READY, Seitenständer-Sperre, automatischer Parkmodus

    Ein paar Werte fallen sofort auf.

    Der Akku mit 72 V und 15 Ah kommt rechnerisch auf rund 1.080 Wh. Für ein kompaktes 45-km/h-Fahrzeug ist das ordentlich. Die typgeprüfte Reichweite der 45-km/h-Version liegt bei 53 km. Das passt ziemlich gut zur Herstellerangabe von rund 50 km im Alltag.

    Interessant ist auch der Verbrauch von 26 Wh/km bei der 45-km/h-Version. Das ist für ein sitzendes, mopedähnliches Elektrofahrzeug ein realistischer Wert. Hier wird nicht mit völlig absurden Traumreichweiten gearbeitet, sondern eher mit Zahlen, die zumindest plausibel wirken.

    Was man aber kritisch sehen muss: Beim Gewicht gibt es unterschiedliche Angaben. Die Produktkommunikation spricht von 36 kg mit einem Akku, in der Anleitung taucht an anderer Stelle etwa 35 kg mit Akku auf, die technische Datentabelle nennt wiederum 30 kg in fahrbereitem Zustand. Genau solche Punkte würde ich vor dem Kauf konkret klären.

    Für mich heißt das: Der Augment 360 ist kompakt, aber nicht leicht im Sinne von „mal eben tragen“. Er ist eher leicht für ein 45-km/h-Kleinkraftrad, aber schwer für alles, was man aus der E-Scooter-Welt kennt.

    Die eigentliche Besonderheit: Faltbares E-Moped statt klassischer Roller

    Der Faltmechanismus ist das Herzstück des Augment 360.

    Viele Hersteller schreiben „kompakt“ auf ihre Produktseiten, aber am Ende steht dann doch ein schwerer Roller vor der Tür, der einen festen Stellplatz braucht. Beim Augment 360 ist das anders gedacht. Er soll nach der Fahrt zusammengefaltet werden können, um ihn leichter im Alltag zu verstauen.

    Das klingt banal, ist aber in der Stadt ein riesiges Thema.

    Denn die Frage ist nicht nur: Wie fährt das Fahrzeug?

    Die Frage ist auch: Wo steht es danach?

    Draußen am Straßenrand? Risiko Diebstahl. Im Fahrradkeller? Oft zu eng. In der Wohnung? Normalerweise unmöglich. Im Büro? Mit einem klassischen Roller schwierig. Im Aufzug? Mit vielen Fahrzeugen ein Albtraum.

    Der Augment 360 versucht genau diesen nervigen Alltagspunkt zu lösen. In der Bedienungsanleitung wird klar beschrieben, dass das Fahrzeug nur im geparkten und ausgeschalteten Zustand gefaltet werden darf. Man greift mit einer Hand unter den Sitz und mit der anderen an den Faltmechanismus, öffnet den Mechanismus vorsichtig und faltet das Fahrzeug kontrolliert zusammen.

    Wichtig ist dabei: Vor jeder Fahrt muss der Mechanismus vollständig eingerastet sein.

    Und hier wird es spannend, weil die Anleitung sehr ehrlich formuliert, dass im normalen Gebrauch am Faltmechanismus etwas Spiel entstehen kann. Das ist laut Anleitung nicht automatisch ein Defekt, solange die Verriegelung sicher schließt und der Hinterreifen keine Bauteile berührt. Außerdem können bei Bedarf die Igus-Gleitlager des Faltmechanismus ersetzt werden.

    Das ist ein Detail, das ich positiv und kritisch zugleich sehe.

    Positiv, weil Augment hier nicht so tut, als wäre ein Faltmechanismus ein magisches Bauteil ohne Verschleiß. Kritisch, weil genau dieser Punkt im Langzeittest entscheidend wird. Ein faltbares 45-km/h-Fahrzeug muss mechanisch dauerhaft sauber bleiben. Bei einem E-Scooter ist ein wackelnder Klappmechanismus schon nervig. Bei einem 45-km/h-Moped wäre das ein echtes Sicherheitsproblem.

    Deshalb wäre für mich im Test ganz klar: Wie fühlt sich der Faltmechanismus nach 500, 1000 und 5000 Kilometern an? Bleibt alles straff? Wie leicht lässt sich das Fahrzeug falten? Und wie gut hält die Verriegelung im Alltag?

    Single-Fork-Konstruktion: Auffälliges Design mit technischer Bedeutung

    Eine Besonderheit, die viele auf den ersten Blick vielleicht gar nicht einordnen, ist die Single-Fork-Konstruktion.

    Der Augment 360 hat vorne und hinten eine einseitige Radbefestigung. Das heißt, Rad und Trägerstruktur sind jeweils nur auf einer Seite verbunden. Optisch wirkt das modern, reduziert und fast schon futuristisch.

    Technisch ist das aber mehr als nur Design.

    Eine einseitige Radaufhängung muss sauber konstruiert sein, weil Kräfte anders in Rahmen und Träger eingeleitet werden als bei einer klassischen beidseitigen Gabel oder Schwinge. Bei einem Fahrzeug, das bis 45 km/h fährt, ist das kein Deko-Element, sondern ein sicherheitsrelevanter Bestandteil.

    Im Alltag kann so eine Konstruktion Vorteile haben. Sie kann Wartung und Radzugang erleichtern und sorgt für eine sehr eigene Optik. Gleichzeitig steigt aber auch der Anspruch an Material, Fertigung und Service.

    Ich finde diesen Ansatz mutig. Gerade weil der Augment 360 nicht wie ein zusammengewürfelter China-Scooter wirken will, sondern wie ein durchdachtes urbanes Fahrzeug.

    Aber auch hier gilt: Ein Datenblatt reicht nicht. Entscheidend ist, wie verwindungssteif sich das Ganze fährt, wie ruhig das Fahrzeug bei 45 km/h bleibt und ob die Konstruktion langfristig sauber hält.

    Akku: 72 Volt, 15 Ah und ein überraschend erwachsenes Energiekonzept

    Der Akku ist einer der wichtigsten Punkte beim Augment 360.

    Die Anleitung nennt einen herausnehmbaren Lithium-Akku mit 72 V, 15 Ah und 60 Zellen. Rechnerisch ergibt das etwa 1.080 Wh. Das ist für ein kompaktes Fahrzeug dieser Klasse ein ordentlicher Wert.

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    Interessant ist auch, dass die Anleitung von einem intelligenten BMS spricht. Das Batteriemanagementsystem ist bei solchen Fahrzeugen entscheidend, weil es den Akku überwacht, Schutzfunktionen übernimmt und im Idealfall für Sicherheit und Lebensdauer sorgt.

    Die 45-km/h-Version wird in der Typprüfung mit 26 Wh/km und 53 km Reichweite angegeben. Das ist glaubwürdig. Nicht spektakulär übertrieben, sondern solide. Im echten Alltag würde ich je nach Fahrergewicht, Temperatur, Strecke und Fahrweise eher mit rund 40 bis 55 km rechnen.

    Wer immer Vollgas fährt, bei Kälte unterwegs ist, viel Stop-and-go hat oder Steigungen fährt, wird eher weniger sehen. Wer ruhig fährt, flach unterwegs ist und mildes Wetter hat, kann näher an die Herstellerangabe kommen.

    Besonders praktisch ist, dass der Akku entnommen werden kann. Genau das ist bei Stadtfahrzeugen oft der entscheidende Komfortfaktor. Nicht jeder hat eine Steckdose am Stellplatz. Viele wohnen im Mehrfamilienhaus. Manche wollen das Fahrzeug nicht komplett in die Wohnung bringen. Akku raus, mitnehmen, laden – das ist im Alltag Gold wert.

    Unter dem Sitz befindet sich laut Anleitung das Akkufach mit Hauptakku, blauem Akkustecker, einem möglichen zweiten Akkusteckplatz und Ladeanschluss mit Gummischutz. Dieser mögliche zweite Akkusteckplatz ist spannend, weil Augment auf der Produktseite auch von mehr Reichweite mit zwei Akkus spricht.

    Hier würde ich aber ganz konkret nachfragen: Was kostet der zweite Akku? Ist er direkt verfügbar? Wie wird er eingebunden? Wie verändert sich das Gewicht? Und wie sieht es mit Garantie und Ersatzteilversorgung aus?

    Denn bei einem Fahrzeug wie diesem ist der Akku nicht irgendein Zubehör. Er ist ein zentraler Teil des Gesamtkonzepts.

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    Laden: 84 Volt, 2,9 Ampere und warum Akku-Pflege hier wichtig ist

    Das Ladegerät arbeitet laut Anleitung mit 84 V DC und 2,9 A. Das ergibt eine Ladeleistung von grob 244 Watt. Bei einem Akku von rechnerisch rund 1.080 Wh passt die angegebene Ladezeit von rund 4,5 Stunden ziemlich gut ins Bild.

    Was ich gut finde: Die Anleitung geht relativ klar auf Lade- und Lagerbedingungen ein.

    Geladen werden soll an einem trockenen, gut belüfteten und brandsicheren Ort. Nicht im Regen, nicht in feuchter Umgebung, nicht mit beschädigtem Ladegerät oder kaputten Kabeln. Nach Abschluss des Ladevorgangs soll das Ladegerät getrennt werden, und unnötiges Laden über mehr als 24 Stunden wird nicht empfohlen.

    Das klingt selbstverständlich, ist aber wichtig.

    Denn Lithium-Akkus sind im Alltag zuverlässig, solange man sie vernünftig behandelt. Probleme entstehen oft durch schlechte Ladegeräte, falsche Lagerung, Tiefentladung, Feuchtigkeit oder mechanische Beschädigungen.

    Für die Lagerung empfiehlt die Anleitung einen trockenen, kühlen und brandsicheren Ort, idealerweise zwischen 10 und 25 Grad. Der Akku soll nicht vollständig leer gelagert werden und mindestens alle zwei Monate nachgeladen werden, wenn das Fahrzeug nicht genutzt wird.

    Das ist gerade für Saisonfahrer wichtig.

    Wer den Augment 360 im Winter mehrere Monate abstellt und den Akku leer vergisst, riskiert unnötige Schäden. Und wer den Akku im Hochsommer im Auto liegen lässt, macht ebenfalls nichts Gutes.

    Für mich gehört Akku-Pflege bei solchen Fahrzeugen zur Kaufentscheidung dazu. Wer keine Lust hat, sich damit zu beschäftigen, sollte sich ehrlich fragen, ob ein elektrisches Fahrzeug mit herausnehmbarem Hochvolt-Akku wirklich passend ist.

    NFC, App und Handyschlüssel: Praktisch, aber bitte nicht blind vertrauen

    Der Augment 360 kann über NFC-Schlüssel oder per App gestartet werden.

    Der NFC-Leser sitzt im Bereich der Instrumentenanzeige. Man hält den Schlüssel an das Display, das Fahrzeug entriegelt, startet oder schaltet sich aus. Zusätzlich kann das Fahrzeug über die App Augment Scooters registriert und mit dem Handy als Schlüssel verwendet werden.

    Bei der ersten Nutzung muss der Augment 360 in der App registriert werden. Danach können Fahrmodi eingestellt, NFC-Schlüssel verwaltet und Nutzungsrechte mit anderen Personen geteilt werden.

    Das klingt modern und passt zum Fahrzeug.

    Besonders interessant ist die Freigabefunktion. Damit kann man einem anderen Nutzer Zugriff geben, indem dieser einen QR-Code scannt und das Fahrzeug anschließend mit dem Telefon verwenden kann. Für Familien, kleine Teams oder gemeinsame Nutzung kann das praktisch sein.

    Aber ich sage auch ganz klar: App-Funktionen sind immer nur so gut wie ihre Zuverlässigkeit.

    Ein Alltagsfahrzeug muss funktionieren, wenn man morgens zur Arbeit muss. Nicht nur, wenn Bluetooth Lust hat. Nicht nur, wenn die App sauber verbunden ist. Nicht nur, wenn das Smartphone geladen ist.

    Deshalb ist gut, dass es zusätzlich NFC-Schlüssel gibt. Ich würde den NFC-Schlüssel im Alltag immer als Backup sehen. Die App ist komfortabel, aber der physische Schlüssel bleibt wichtig.

    Die Anleitung nennt außerdem eine Zeitüberschreitung von etwa einer Minute beim Handyschlüssel. Wenn die App in dieser Zeit keine Verbindung aufbaut, schaltet sich das Fahrzeug automatisch aus, um Energie zu sparen. Das ist technisch nachvollziehbar, könnte im Alltag aber auch nerven, wenn die Verbindung hakt.

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    Hier zeigt sich wieder: Smart ist gut. Zu smart kann im Alltag manchmal anstrengend werden.

    Parkmodus, READY und Seitenständer-Sperre: Kleine Details, große Wirkung

    Beim Augment 360 gibt es einen Parkmodus und einen Fahrmodus.

    Im Parkmodus ist der Gasgriff inaktiv. Um in den Fahrmodus zu wechseln, muss der Fahrmodusschalter entsprechend gestellt und zusätzlich einer der Bremshebel betätigt werden. Erst wenn das P-Symbol verschwindet und READY im Display erscheint, ist der Gasgriff aktiv.

    Das finde ich bei einem 45-km/h-Fahrzeug absolut sinnvoll.

    Ein Elektromotor reagiert direkt. Gerade beim Rangieren, Aufsteigen oder Abstellen will man nicht versehentlich am Gasgriff drehen und plötzlich Bewegung im Fahrzeug haben. Deshalb sind solche Sicherheitslogiken wichtig.

    Dazu kommt der Sicherheitsschalter am Seitenständer. Wenn der Seitenständer unten ist, darf der Gasgriff nicht funktionieren. READY darf dann nicht angezeigt werden.

    Auch das ist ein klassisches Roller- und Motorradprinzip – und beim Augment 360 völlig richtig.

    Man merkt an diesen Punkten, dass das Fahrzeug nicht wie ein normaler E-Scooter gedacht ist. Es ist näher an einem Moped. Und das muss man beim Fahren auch im Kopf haben.

    Diebstahlschutz: Hinterrad blockieren ist gut, ersetzt aber kein Schloss

    Wenn der Augment 360 verriegelt und ausgeschaltet ist, kann die Diebstahlschutzfunktion die Bewegung des Hinterrads aktiv erschweren. Dadurch soll ein unbefugtes Bewegen schwieriger werden.

    Das ist grundsätzlich sinnvoll.

    Gerade weil der Augment 360 kompakt und vergleichsweise leicht ist, wäre Diebstahlschutz sonst ein echtes Problem. Ein Fahrzeug für knapp 1.900 Euro, das sich falten und bewegen lässt, muss gut gesichert werden.

    Die App kann den Diebstahlschutz deaktivieren, wenn das Fahrzeug ausgeschaltet in Innenräumen, im Aufzug oder im Lager bewegt werden soll. Wichtig ist aber: Die Funktion braucht Strom. Wenn kein Hauptakku vorhanden oder der Akku komplett leer ist, kann sie nicht funktionieren.

    Für mich heißt das: Elektronischer Diebstahlschutz ist ein Pluspunkt, aber keine komplette Lösung.

    Ich würde den Augment 360 draußen immer zusätzlich mechanisch sichern. Ein gutes Schloss, möglichst an einem festen Punkt, bleibt Pflicht. Und wenn man die Möglichkeit hat, das Fahrzeug drinnen abzustellen, sollte man genau diesen Vorteil nutzen.

    Der beste Diebstahlschutz ist immer noch: Das Fahrzeug steht nicht draußen.

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    Sitzöffnung und Notfall-Strom: Ein Detail, das ich richtig clever finde

    Ein kleines, aber spannendes Detail ist die elektrische Sitzverriegelung.

    Der Sitz öffnet per Taste, NFC oder App. Unter dem Sitz sitzt der Akku. Nach dem Ausschalten kann der Sitz noch etwa 15 Sekunden lang einmal geöffnet werden. Das erleichtert es, den Akku nach dem Parken direkt herauszunehmen.

    Noch interessanter ist aber die Lösung für den Fall, dass der Hauptakku nicht angeschlossen ist oder das Hilfsstromsystem leer ist.

    Laut Anleitung kann man dann das Ladegerät an den Ladeanschluss unter dem hinteren Teil des Sitzes anschließen. Dadurch erhält das Fahrzeug vorübergehend Strom, und die elektrische Sitzverriegelung kann geöffnet werden.

    Das klingt unspektakulär, ist aber im Alltag wichtig.

    Denn elektrische Verriegelungen sind komfortabel, aber sie können problematisch werden, wenn kein Strom mehr da ist. Wenn man dann nicht an den Akku kommt, steht man blöd da. Augment hat hier offenbar mitgedacht.

    Natürlich muss man trotzdem wissen, wie es geht. Genau deshalb ist die Bedienungsanleitung bei solchen Fahrzeugen nicht nur Papierkram, sondern wirklich relevant.

    Reifen: 120/90-10 klingt nach mehr Moped als Scooter

    Die Reifen sind ein weiterer Punkt, der den Augment 360 von klassischen E-Scootern abgrenzt.

    Vorne und hinten sind 120/90-10-Reifen vorgesehen. Das ist eine deutlich mopedähnlichere Dimension als bei üblichen E-Scootern. Große, breite Reifen bringen im Stadtverkehr mehrere Vorteile: mehr Aufstandsfläche, mehr Ruhe, besseres Gefühl bei schlechten Straßen und potenziell mehr Stabilität.

    Der empfohlene kalte Reifendruck liegt laut Anleitung bei 120 kPa vorne und hinten. Das entspricht etwa 1,2 bar. Das ist relativ niedrig, aber bei breiten Reifen plausibel.

    Wichtig ist: Der Reifendruck muss regelmäßig kontrolliert werden.

    Zu wenig Druck kostet Reichweite, verschlechtert das Fahrverhalten und kann Reifen beschädigen. Zu viel Druck kann Komfort und Grip reduzieren. Gerade bei einem 45-km/h-Fahrzeug sollte man Reifen nicht wie ein Nebenthema behandeln.

    Die Anleitung nennt außerdem klar: Reifen müssen bei Schnitten, Beulen, Karkassenschäden, ungleichmäßigem Verschleiß oder zu geringer Profiltiefe ersetzt werden. Und es sollen nur Reifen und Felgen gemäß Typgenehmigung verwendet werden.

    Das ist wichtig, weil bei L1e-B-Fahrzeugen nicht jedes beliebige Zubehörteil legal oder sinnvoll ist. Wer einfach irgendwas montiert, kann die Konformität beeinflussen.

    Bremsen: Bei 45 km/h darf hier nichts billig wirken

    Der Augment 360 hat vorne und hinten Scheibenbremsen. Aus den Herstellerangaben wissen wir zusätzlich: vorne hydraulische 200-mm-Scheibenbremse mit 4 Kolben, hinten hydraulische Scheibenbremse mit 2 Kolben.

    Das klingt für ein kompaktes 45-km/h-Fahrzeug ordentlich.

    Und das muss es auch.

    Bei 45 km/h braucht man echte Bremsreserven. Nicht nur für sportliche Fahrten, sondern für den normalen Stadtalltag: Türen gehen auf, Autos ziehen raus, Lieferfahrzeuge stehen plötzlich quer, Fußgänger laufen ohne Blick auf die Straße, Radfahrer wechseln die Spur.

    Ein 45-km/h-Fahrzeug muss sauber verzögern können. Punkt.

    Die Anleitung weist darauf hin, dass Bremshebel vor jeder Fahrt geprüft werden sollen. Bremsbeläge müssen ersetzt werden, wenn sie verschlissen sind oder wenn die Bremse quietscht, vibriert oder an Wirkung verliert. Bremsflüssigkeitsverlust, ein weicher Bremshebel oder ungleichmäßige Bremswirkung erfordern sofortige Wartung.

    Das ist nicht übertrieben. Das ist bei dieser Fahrzeugklasse normal.

    Ich würde beim Augment 360 besonders prüfen, wie feinfühlig die Bremsen arbeiten. Viel Bremskraft ist gut, aber sie muss dosierbar sein. Gerade vorne darf eine Bremse nicht ruppig wirken, sonst wird es auf nasser Straße unangenehm.

    Wartung: Der Augment 360 ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei

    Ein großer Irrtum bei Elektromobilität lautet: Elektro heißt wartungsfrei.

    Nein.

    Elektrofahrzeuge haben weniger Verschleißteile als Verbrenner, aber sie brauchen trotzdem Kontrolle und Pflege. Beim Augment 360 nennt die Anleitung klare Wartungsintervalle.

    Vor jeder Fahrt sollen Bremsen, Reifen, Leuchten, Blinker, Hupe, Lenkung, Lenkerbefestigung, Akku, Seitenständer und sichtbare Schäden geprüft werden.

    Nach den ersten 500 km oder 30 Tagen ist eine allgemeine Nachkontrolle vorgesehen. Dabei geht es um Achsen, Rahmenbefestigungen, Bremssättel, Bremsscheiben, Bremsbeläge, Spiegel, Leuchten und elektrische Steckverbindungen.

    Bei 1.000 km folgt eine komplette Sicherheitsprüfung. Bei 5.000 km oder alle 6 Monate sollen Akku, Ladegerät, Spannung, Steckverbindungen, Controller, Bremsen, Reifen, Felgen, Lenkung, Federung, Seitenständer und Softwareversion geprüft werden. Zusätzlich gibt es eine jährliche umfassende Wartungsprüfung.

    Das klingt nach viel, ist aber bei einem 45-km/h-Fahrzeug absolut nachvollziehbar.

    Ich finde es sogar positiv, dass Augment hier nicht so tut, als müsse man nie etwas machen. Gerade bei einem faltbaren Fahrzeug mit Single-Fork-Konstruktion, Elektroantrieb und App-System ist regelmäßige Kontrolle sinnvoll.

    Für Käufer ist aber wichtig: Wo macht man diese Wartung? Gibt es autorisierte Servicepartner? Wie schnell bekommt man Ersatzteile? Was kostet eine Inspektion?

    Ein gutes Fahrzeugkonzept steht und fällt mit dem Service.

    E-Codes: Die Fehleranzeige ist mehr als nur Display-Spielerei

    Die Bedienungsanleitung geht auffallend ausführlich auf Fehlercodes ein. Das finde ich gut, weil es im Alltag helfen kann, Probleme schneller einzuordnen.

    Gelbe Fehlercodes bedeuten, dass ein Fehler erkannt wurde, das Fahren aber nicht zwingend verhindert wird. Man soll dann Geschwindigkeit reduzieren, starke Belastung vermeiden und an einem sicheren Ort prüfen.

    Rote Fehlercodes bedeuten fahrhemmende Fehler. Dann soll man nicht weiterfahren, sondern anhalten, ausschalten, sichtbare Schäden prüfen und den Service kontaktieren.

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    Gelb E06 steht für Überhitzung des Controllers.
    Gelb E20 bedeutet zu niedrige Ladetemperatur.
    Gelb E21 bedeutet zu hohe Ladetemperatur.
    Gelb E23 weist auf eine Störung der BMS-Kommunikation hin.
    Rot E01 steht für Motorphasenfehler.
    Rot E04 steht für Fehler des Gasgriffs.
    Rot E08 steht für Controllerfehler.
    Rot E22 steht für Fehler des Lade-MOSFET.

    Das klingt technisch, ist aber praktisch.

    Wenn man dem Service einen Fehlercode, die Situation, den Akkustand, Wetterbedingungen und auffällige Geräusche oder Gerüche nennen kann, wird die Diagnose deutlich einfacher.

    Was ich aber auch sage: Wer rote Fehlercodes ignoriert, handelt fahrlässig. Bei einem 45-km/h-Fahrzeug kann ein elektrischer oder mechanischer Fehler ernsthafte Folgen haben.

    Reinigung und Wetter: IPX4 heißt nicht unzerstörbar

    Der Augment 360 wird mit IPX4-Schutz beworben. Das ist für Alltag, Regen und nasse Straßen grundsätzlich okay. Aber es ist kein Freibrief für sorglosen Umgang mit Wasser.

    Die Anleitung ist klar: Kein Hochdruckreiniger in der Nähe von elektrischen Komponenten, Akku, Steckverbindern, Lagern oder Bremsen. Keine Lösungsmittel, keine starken Chemikalien, kein unnötiges Wasser im Akkufach oder in Steckverbindern.

    Das ist absolut richtig.

    Ich sehe es immer wieder: Fahrzeuge werden mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt, danach wundert man sich über Feuchtigkeitsschäden. Gerade bei E-Fahrzeugen ist das keine gute Idee.

    Auch bei schlechtem Wetter sollte man realistisch bleiben. Starker Regen, Schnee, Eis, tiefes Wasser oder schlechte Reifenhaftung sind keine Bedingungen, in denen man mit einem kompakten 45-km/h-Fahrzeug unbedingt unterwegs sein muss.

    Der Augment 360 ist für den Alltag gemacht, aber nicht für jedes Wetter und jeden Unsinn.

    Keine Mitfahrer, kein Anhänger, keine Bastelei

    Ein Punkt, der in der Anleitung sehr deutlich wird: Der Augment 360 ist einsitzig. Die Mitnahme eines Beifahrers ist verboten.

    Das muss man klar sagen, weil die Sitzbank optisch vielleicht größer wirkt, als sie rechtlich gemeint ist. Aber Typgenehmigung ist Typgenehmigung. Ein Sitzplatz heißt ein Sitzplatz.

    Auch Anhänger oder das Ziehen anderer Fahrzeuge sind laut Anleitung nicht vorgesehen. Ebenso verboten sind Änderungen an Motor, Controller, Akku, Software, Geschwindigkeitsbegrenzung, Bremsen, Beleuchtung, Rahmen oder Typenschild.

    Und genau hier muss ich wieder kritisch werden: Wer bei einem L1e-B-Fahrzeug anfängt, an Controller oder Software herumzuspielen, riskiert nicht nur Garantie, sondern auch Zulassung, Versicherungsschutz und im schlimmsten Fall strafrechtliche Probleme.

    Beim Augment 360 ist das besonders wichtig, weil er ohnehin schon 45 km/h fährt. Man muss hier nicht versuchen, aus einem E-Scooter ein illegales Moped zu machen. Er ist bereits ein typgenehmigtes Kleinkraftrad.

    Das ist ja gerade der Vorteil.

    Rechtliche Einordnung in Deutschland: Führerschein, Versicherung, Helm

    Für Deutschland ist die Einordnung als 45-km/h-Kleinkraftrad entscheidend.

    Wer den Augment 360 in der 45-km/h-Version fahren möchte, braucht eine passende Fahrerlaubnis. In der Regel ist das die Klasse AM. Wer einen Autoführerschein Klasse B besitzt, hat AM normalerweise eingeschlossen.

    Dazu kommt die Versicherungspflicht. Ein Kleinkraftrad benötigt ein gültiges Versicherungskennzeichen. Das Versicherungsjahr beginnt bei solchen Fahrzeugen jedes Jahr am 1. März, und das Kennzeichen muss jährlich erneuert werden.

    Außerdem besteht Helmpflicht.

    Und ich sage es ganz deutlich: Selbst wenn es keine Helmpflicht gäbe, wäre ein Helm bei 45 km/h Pflicht im gesunden Menschenverstand. Ein Sturz mit 45 km/h ist keine Kleinigkeit.

    Wichtig ist auch: Der Augment 360 ist kein Gehweg-Fahrzeug. Er gehört nicht in Fußgängerbereiche und nicht einfach irgendwo dorthin, wo man mit einem normalen E-Scooter vielleicht noch unterwegs wäre. Wer so ein Fahrzeug fährt, muss die Regeln für Mopeds und Kleinkrafträder ernst nehmen.

    Für wen ist der Augment 360 wirklich interessant?

    Der Augment 360 ist nicht für jeden das richtige Fahrzeug.

    Er ist spannend für Menschen, die in der Stadt wohnen, schneller als mit einem E-Scooter unterwegs sein wollen und keinen klassischen Roller abstellen können oder wollen.

    Er ist interessant für Pendler, die täglich zur Arbeit fahren, am Bahnhof parken, das Fahrzeug im Büro unterstellen oder zuhause platzsparend lagern möchten.

    Er ist auch spannend für Menschen, die keine Lust mehr auf Auto-Kurzstrecken haben, aber trotzdem nicht bei 20 km/h hängen bleiben wollen.

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    Typische Nutzer könnten sein:

    Stadtpendler mit AM- oder B-Führerschein.
    Menschen ohne Garage, aber mit Aufzug oder Abstellraum.
    Berufspendler mit 10 bis 25 km Tagesstrecke.
    E-Scooter-Fahrer, denen 20 km/h zu langsam sind.
    Rollerfahrer, denen normale Elektroroller zu groß sind.
    Leute, die ein kompaktes Fahrzeug mit herausnehmbarem Akku suchen.

    Nicht ideal ist der Augment 360 für Menschen, die ein sehr leichtes Fahrzeug erwarten. 35 oder 36 kg sind nichts, was man locker jeden Tag in den dritten Stock trägt. Auch für lange Überlandstrecken ist er nicht gemacht.

    Der Augment 360 ist ein Stadtfahrzeug. Kein Tourenroller, kein Lastenmoped, kein Ersatz für ein Motorrad.

    Und genau darin liegt seine Stärke.

    Meine kritische Einschätzung: Spannendes Konzept mit echten Prüfsteinen

    Ich finde den Augment 360 richtig spannend, weil er eine Lücke trifft, die in Deutschland oft übersehen wird.

    Wir sprechen ständig über Verkehrswende, aber praktisch gibt es oft nur Extreme: Auto, ÖPNV, Fahrrad, E-Bike, E-Scooter oder klassischer Roller. Dazwischen fehlt ein kompaktes, schnelles, elektrisches Fahrzeug, das im Alltag nicht ständig Stellplatzprobleme verursacht.

    Der Augment 360 könnte genau dort landen.

    Er ist schnell genug für viele Stadtwege, kompakt genug für enge Räume, elektrisch genug für moderne Mobilität und technisch interessant genug, um nicht wie ein Billigprodukt zu wirken.

    Aber es gibt offene Fragen.

    Wie haltbar ist der Faltmechanismus langfristig?
    Wie stabil fährt die Single-Fork-Konstruktion bei 45 km/h?
    Wie gut ist der Service in Deutschland organisiert?
    Wie teuer sind Ersatzakku, Bremsen, Reifen und Faltmechanismus-Teile?
    Wie gut funktioniert die App im echten Alltag?
    Wie schwer ist das Fahrzeug wirklich in der finalen Ausführung?
    Wie praktikabel ist das Falten, wenn man es täglich nutzt?

    Das sind keine Kleinigkeiten. Das sind genau die Fragen, die aus einem spannenden Konzept entweder ein richtig gutes Alltagsfahrzeug machen – oder ein Fahrzeug, das nur auf dem Papier clever wirkt.

    Ich würde den Augment 360 deshalb nicht blind feiern. Aber ich würde ihn sehr ernst nehmen.

    Denn die Idee ist stark.

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    Mein Fazit zum Augment 360

    Der Augment 360 ist eines der spannendsten Konzepte im Bereich urbaner Elektromobilität, weil er nicht versucht, einfach nur ein weiterer E-Scooter oder Elektroroller zu sein.

    Er kombiniert 45 km/h, L1e-B-Typgenehmigung, herausnehmbaren 72-V-Akku, NFC-Start, App-Funktionen, verschiedene Fahrmodi, breitere 10-Zoll-Reifen, Scheibenbremsen, Faltmechanismus und ein kompaktes Format.

    Das ist ungewöhnlich.

    Für Pendler in der Stadt kann genau diese Mischung sehr attraktiv sein. Man bekommt mehr Tempo als beim E-Scooter, weniger Platzbedarf als beim klassischen Roller und mehr Alltagstauglichkeit als bei vielen reinen Spaßfahrzeugen.

    Aber der Augment 360 verlangt auch einen realistischen Blick. Er ist kein leichter Scooter zum Tragen. Er ist kein zulassungsfreier Spaßroller. Er ist kein Fahrzeug, das man ohne Wartung einfach jahrelang ignorieren sollte.

    Er ist ein echtes Kleinkraftrad – nur in einer sehr modernen, kompakten und faltbaren Form.

    Wenn Augment Service, Ersatzteile, Akkuverfügbarkeit und Langzeitqualität sauber hinbekommt, könnte der 360 eine richtig interessante Alternative für urbane Pendler werden.

    Für mich ist er deshalb kein Hype-Fahrzeug, sondern ein Fahrzeug, das man genau testen sollte. Und genau das macht ihn spannend.

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