VMAX VX6 vorgestellt: Deutschlands stärkster E-Scooter nimmt Form an
Der neue VMAX VX6 ist einer dieser E-Scooter, bei denen ich nicht einfach nur sage: „Okay, neues Modell, schauen wir mal.“ Nein, hier muss man wirklich kurz stehen bleiben. Denn wenn die bisher bekannten Daten auch nur annähernd so in die Serie gehen, dann reden wir hier nicht über irgendeinen weiteren Premium-Scooter. Wir reden über ein Fahrzeug, das den deutschen E-Scooter-Markt ziemlich deutlich verändern könnte.
Nach aktuellem Stand sprechen wir beim VMAX VX6 über bis zu 5.500 Watt maximale Systemleistung, zwei Motoren, einen 100A Controller, rund 31,5 Ah Akkukapazität, Laden mit zwei Ladegeräten und insgesamt 17A, 11 Zoll Tubeless-Reifen, hydraulische Bremsen, eine hydraulische Federgabel mit geschätzt 10 bis 12 Zentimetern Federweg, einstellbare Federvorspannung hinten, etwa 40 bis 42 Kilogramm Gewicht und 150 Kilogramm Zuladung.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Das Ganze soll mit ABE für Deutschland kommen.
Also kein wilder Import-Scooter für Privatgelände. Kein Tuning-Spielzeug. Kein „fährt zwar stark, darf aber nirgendwo legal bewegt werden“. Sondern ein legaler E-Scooter für den deutschen Straßenverkehr.
Wenn VMAX das so auf die Straße bringt, dann reden wir ziemlich sicher über den stärksten E-Scooter Deutschlands mit Straßenzulassung.
Alle Angaben sind aktuell noch ohne Gewähr. Der VX6 ist nach jetzigem Stand noch nicht final im Verkauf, viele technische Daten können sich bis zur Serienversion ändern. Der Marktstart wird vermutlich im Herbst 2026 erwartet, spätestens aber 2027.
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22 km/h in Deutschland: 20 km/h plus 10 Prozent Toleranz
Ein Punkt ist mir beim VMAX VX6 besonders wichtig, weil hier in Deutschland immer wieder viel durcheinandergeworfen wird. Ein deutscher E-Scooter mit ABE ist kein 25-km/h-Scooter. Die eKFV definiert Elektrokleinstfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h und nicht mehr als 20 km/h. Außerdem gelten Vorgaben wie Lenk- oder Haltestange, elektrische Antriebsart und weitere Anforderungen für die Teilnahme am Straßenverkehr.
In der Praxis kennen wir aber alle den bekannten Bereich: 20 km/h plus 10 Prozent Toleranz. Viele deutsche ABE-Scooter laufen dadurch ungefähr 21,9 beziehungsweise rund 22 km/h, sofern der Hersteller das Fahrzeug entsprechend legal abgestimmt und zugelassen hat. Genau deshalb sprechen wir in Deutschland im Alltag oft von 22 km/h, obwohl die rechtliche Grundlage weiterhin die 20 km/h bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bleibt.
Und genau so muss man den VMAX VX6 verstehen.
Die 5.500 Watt bedeuten nicht, dass der Scooter in Deutschland plötzlich 50 oder 60 km/h fahren darf. Das wäre Unsinn und hätte mit einer deutschen ABE nichts zu tun. Die Leistung bedeutet: mehr Kraft, mehr Reserven, mehr Steigfähigkeit, mehr Souveränität unter Last.
Also nicht illegal schneller, sondern legal kräftiger.
Das ist für mich ein ganz wichtiger Unterschied.
Warum der VMAX VX6 so spannend ist
VMAX hat sich in den letzten Jahren in Deutschland eine klare Position erarbeitet. Die Marke steht nicht für die leichtesten E-Scooter am Markt, sondern eher für starke, stabile und komfortable Fahrzeuge mit viel Reserven.
Der NEW VMAX VX4 ist dafür ein gutes Beispiel. VMAX bewirbt den VX4 offiziell mit 150 Kilogramm Zuladung, 52V-System, 500 Watt Motor und bis zu 2.800 Watt Peakleistung. Dazu kommt die deutsche Straßenzulassung in der 20-km/h-Version.
Der VX6 geht nach aktuellem Vorserienstand aber noch einmal eine ganze Stufe weiter.
Beim VX4 sprechen wir über einen sehr starken Singlemotor-Scooter. Beim VX6 reden wir über Dualmotor. Also zwei Antriebe. Zwei Kraftquellen. Vorder- und Hinterrad können aktiv arbeiten. Das ist nicht einfach nur „mehr Watt“. Das ist ein anderes Fahrkonzept.
Mehr Traktion.
Mehr Reserven am Berg.
Mehr Stabilität unter Last.
Mehr Kontrolle bei schweren Fahrerinnen und Fahrern.
Und vermutlich ein Fahrgefühl, das wir im legalen ABE-Bereich so noch nicht oft gesehen haben.
Genau deshalb ist der VMAX VX6 für mich eines der spannendsten kommenden Fahrzeuge im deutschen E-Scooter-Markt.
Die bisher bekannten Daten zum VMAX VX6
Viele technische Daten sind noch nicht final bestätigt. Deshalb bleibt dieser Überblick bewusst vorsichtig formuliert. Aber die bisher bekannten Eckpunkte sind schon heftig genug.
| Merkmal | Aktueller Vorserienstand |
|---|---|
| Modell | VMAX VX6 |
| Marktstart | vermutlich Herbst 2026, spätestens 2027 |
| Zulassung | geplant mit ABE für Deutschland |
| Geschwindigkeit Deutschland | ca. 22 km/h durch 20 km/h plus 10 Prozent Toleranz |
| Antrieb | Dualmotor |
| Maximale Systemleistung | bis zu 5.500 W |
| Motorleistung | ca. 2.270 W pro Motor nach aktuellem Stand |
| Controller | 100A Controller |
| Akku | ca. 31,5 Ah |
| Laden | 2 Ladegeräte mit je 8,5A, zusammen 17A |
| Reifen | 11 Zoll Tubeless |
| Bremsen | hydraulische Bremsen |
| Federung vorne | hydraulische Federgabel |
| Federweg vorne | ca. 10 bis 12 cm erwartet |
| Federung hinten | Federvorspannung einstellbar |
| Gewicht | ca. 40 bis 42 kg |
| Zuladung | ca. 150 kg |
| Status | viele Angaben noch ohne Gewähr |
Allein diese Liste zeigt: Der VX6 wird kein normaler City-Scooter. Das ist kein Fahrzeug, das man mal eben unter den Arm klemmt und in die dritte Etage trägt. Das ist eher ein High-End-Power-Scooter mit legalem Anspruch.
5.500 Watt: Eine Zahl, die man richtig einordnen muss
Natürlich springen einem die 5.500 Watt sofort ins Auge. Das ist eine gewaltige Zahl für einen E-Scooter mit geplanter deutscher ABE.
Aber ich will das direkt sauber einordnen: Diese Leistung steht nicht für illegale Höchstgeschwindigkeit. Sie steht für Reserven.
Und genau diese Reserven sind im Alltag oft wichtiger, als viele denken.
Ein E-Scooter muss nicht nur auf flacher Strecke mit 75-Kilo-Testfahrer gut laufen. Ein guter E-Scooter muss auch mit schwereren Fahrern funktionieren. Er muss Steigungen bewältigen. Er muss bei Gegenwind nicht sofort einbrechen. Er muss mit Rucksack, Kälte, schlechtem Asphalt und langen Strecken klarkommen.
Genau hier liegt der Reiz des VX6.
5.500 Watt maximale Systemleistung bedeuten, dass der Scooter vermutlich nicht ständig am Limit läuft. Gerade bei hoher Zuladung oder starken Steigungen könnte das ein enormer Vorteil sein.
Für mich ist das der gesündere Weg: Nicht illegal schneller, sondern legal stärker.
Dualmotor: Zwei Motoren verändern das Fahrgefühl komplett
Der VMAX VX6 soll mit zwei Motoren kommen. Und genau das macht ihn so spannend.
Ein starker Heckmotor ist gut. Aber ein Dualmotor-System kann die Kraft deutlich anders verteilen. Vorder- und Hinterrad können beide arbeiten. Gerade bei Steigungen, schwerem Fahrergewicht und anspruchsvollem Untergrund kann das einen riesigen Unterschied machen.
Aber ich bleibe auch kritisch. Dualmotor klingt immer beeindruckend, aber die Abstimmung entscheidet alles.
Wenn die Leistung ruppig einsetzt, wird so ein Scooter schnell anstrengend. Wenn der Frontmotor bei Nässe zu aggressiv arbeitet, kann das Fahrgefühl unangenehm werden. Wenn die Software aber gut abgestimmt ist, könnte der VX6 richtig souverän fahren.
Ich will beim VX6 deshalb vor allem wissen:
Wie fein lässt sich die Leistung dosieren?
Wie kontrolliert kommt der Frontmotor dazu?
Gibt es unterschiedliche Fahrmodi?
Wie verhält sich der Scooter bei Nässe?
Wie stabil bleibt er bei voller Zuladung?
Und wie gut arbeitet der 100A Controller mit beiden Motoren zusammen?
Das sind die Fragen, die am Ende wichtiger sind als jede einzelne Wattzahl.
100A Controller: Hier entscheidet sich, ob Power wirklich gut ist
Der 100A Controller ist für mich einer der wichtigsten Punkte am VX6.
Viele schauen zuerst auf Motorleistung und Akku. Verständlich. Aber der Controller ist das Bauteil, das die Leistung überhaupt sinnvoll freigibt. Er entscheidet, wie direkt, wie weich, wie aggressiv oder wie kontrolliert der Scooter beschleunigt.
Ein schlechter Controller kann einen starken Scooter nervig machen.
Ein guter Controller kann aus viel Leistung ein souveränes Fahrerlebnis machen.
Beim VX6 erwarte ich daher nicht einfach nur brutalen Schub. Ich erwarte kontrollierte Kraft. Gerade im deutschen Verkehr ist das extrem wichtig. Wir fahren auf Radwegen, an Ampeln, durch enge Situationen, über schlechte Übergänge, an Bordsteinkanten vorbei und bei jedem Wetter.
Da bringt mir ein brutaler Abriss nichts, wenn ich ihn nicht sauber kontrollieren kann.
Der VX6 muss stark sein, ja. Aber er muss vor allem berechenbar bleiben.
Der Ladehammer: Zwei Ladegeräte, 17A und ca. 31,5Ah Akku
Jetzt kommen wir zu einem Punkt, der mich fast genauso interessiert wie die Leistung: das Laden.
Nach aktuellem Stand soll der VMAX VX6 mit zwei Ladegeräten gleichzeitig geladen werden können. Jedes Ladegerät liefert dabei 8,5A. Zusammen wären das satte 17A Ladestrom.
Bei einer aktuell genannten Akkukapazität von rund 31,5 Ah ist das eine richtig starke Ansage.
Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine theoretische Ladezeit von unter zwei Stunden. Natürlich ist das nur eine grobe Rechnung. In der Praxis kommt immer noch dazu, dass Akkus nicht über den gesamten Ladeprozess mit voller Leistung laden. Am Ende wird meist reduziert, Balancing spielt eine Rolle, Temperaturmanagement ebenfalls.
Aber trotzdem: Das ist ein Ladehammer.
Für einen Scooter dieser Klasse ist schnelles Laden extrem wichtig. Denn was bringt ein großer Power-Scooter, wenn er nach einer kräftigen Tour ewig an der Steckdose hängt?
Mit zwei Ladegeräten und insgesamt 17A könnte der VX6 nach einer längeren Fahrt vergleichsweise schnell wieder einsatzbereit sein. Das ist nicht nur ein technisches Highlight. Das ist echte Alltagstauglichkeit.
Natürlich bleiben auch hier Fragen offen.
Wie groß sind die Ladegeräte?
Wie laut sind sie?
Wie warm werden sie?
Kann man auch nur mit einem Ladegerät laden?
Wie akkuschohnend ist regelmäßiges Schnellladen?
Und wie sieht die finale Ladezeit wirklich aus?
Aber die Richtung gefällt mir. Sehr sogar.
31,5Ah Akku: Gute Basis, aber Wattstunden fehlen noch
Die Angabe von rund 31,5 Ah klingt erstmal stark. Aber man muss ehrlich sagen: Ah allein reicht nicht für eine echte Reichweitenbewertung.
Entscheidend ist die Spannung des Systems. Erst wenn wir Volt und Ah kennen, können wir die Wattstunden berechnen. Und Wattstunden sind am Ende die relevante Größe für die gespeicherte Energie.
Ein 31,5Ah-Akku bei 48V ist etwas anderes als ein 31,5Ah-Akku bei 52V oder höher.
Deshalb wäre es unseriös, jetzt schon große Reichweitenversprechen rauszuhauen. Beim VX6 interessiert mich am Ende nicht nur die Prospektreichweite. Mich interessiert die echte Reichweite mit schwerem Fahrer, bei 22 km/h, bei kühlerem Wetter, mit Steigungen und Stop-and-Go.
Genau da zeigt sich, ob ein Scooter wirklich stark ist.
11 Zoll Tubeless: Genau richtig für diese Leistungsklasse
Der VX6 soll auf 11 Zoll Tubeless-Reifen stehen. Das passt für mich absolut zum Konzept.
Ein Scooter mit rund 40 bis 42 Kilogramm Gewicht, 150 Kilogramm Zuladung und Dualmotor braucht große, stabile Reifen. Kleine Reifen wären hier fehl am Platz.
11 Zoll bringen mehr Laufruhe, mehr Stabilität und mehr Vertrauen auf schlechter Strecke. Gerade in deutschen Städten mit Wurzelaufbrüchen, Bordsteinen, Flickenasphalt und schlechten Radwegen ist das wichtig.
Tubeless ist ebenfalls sinnvoll. Schlauchlose Reifen können im Alltag robuster sein und bieten bei kleinen Durchstichen oft bessere Chancen, nicht sofort komplett liegenzubleiben.
Aber auch hier gilt: Der finale Reifen entscheidet.
Wie fährt er sich bei Regen?
Wie laut rollt er?
Wie gut ist der Grip?
Wie hoch ist der Verschleiß?
Und wie stark beeinflusst das Profil den Verbrauch?
Ich hoffe, VMAX setzt hier nicht nur auf martialische Optik, sondern auf einen Reifen, der im Alltag wirklich überzeugt.
Fahrwerk: Der VX6 braucht mehr als nur Federweg
Die hydraulische Federgabel vorne mit geschätzt 10 bis 12 Zentimetern Federweg ist eine klare Ansage.
Das ist keine kleine Alibi-Federung. Das ist ein echtes Fahrwerksversprechen.
Und genau das braucht der VX6 auch.
Ein schwerer Scooter mit viel Leistung muss Unebenheiten sauber verarbeiten. Er muss beim Bremsen stabil bleiben. Er muss bei hoher Zuladung nicht durchschlagen. Und er muss sich auch auf schlechten Wegen noch kontrolliert anfühlen.
Hinten soll die Federvorspannung einstellbar sein. Das finde ich extrem wichtig. Denn ein Scooter mit 150 Kilogramm Zuladung muss unterschiedliche Fahrergewichte abdecken.
Ein Fahrer mit 70 Kilogramm braucht eine andere Abstimmung als jemand mit 110 Kilogramm plus Rucksack.
Eine einstellbare Federvorspannung ist bei so einem Scooter deshalb kein Luxus. Sie ist eigentlich Pflicht.
Hydraulische Bremsen: Bei diesem Gewicht alternativlos
Beim Thema Bremsen darf es beim VX6 keine Kompromisse geben.
Hydraulische Bremsen sind bei einem Scooter dieser Klasse genau richtig. Bei 40 bis 42 Kilogramm Eigengewicht, 150 Kilogramm Zuladung und starker Dualmotor-Leistung muss die Bremsanlage ordentlich Reserven haben.
Ein starker Scooter wird nicht nur daran gemessen, wie gut er beschleunigt. Er wird vor allem daran gemessen, wie sicher er wieder zum Stehen kommt.
Mich interessiert deshalb besonders:
Wie ist der Druckpunkt?
Wie gut lässt sich die Bremse dosieren?
Wie arbeitet die Rekuperation mit?
Wie stabil bleibt die Bremsleistung bei längeren Abfahrten?
Wie verhält sich das System bei Nässe?
Wenn VMAX hier sauber abliefert, könnte der VX6 nicht nur stark, sondern auch vertrauenerweckend fahren.
40 bis 42 Kilogramm: Das muss man ehrlich sagen
Der VMAX VX6 wird schwer. Sehr schwer.
Rund 40 bis 42 Kilogramm sind für einen E-Scooter eine Hausnummer. Und ja, bei dieser Technik ist das nachvollziehbar. Zwei Motoren, großer Akku, massiver Rahmen, 11 Zoll Reifen, hydraulische Bremsen und kräftiges Fahrwerk wiegen eben.
Aber man darf es nicht schönreden.
Wer den Scooter jeden Tag in den dritten Stock tragen muss, sollte sich keinen VX6 kaufen.
Wer regelmäßig Treppen an Bahnhöfen überwinden muss, sollte ebenfalls sehr genau überlegen.
Wer den Scooter ständig in den Kofferraum heben will, braucht entweder Kraft oder eine andere Lösung.
Der VX6 ist kein „mal eben mitnehmen“-Scooter. Er ist eher ein elektrisches Leichtfahrzeug mit Trittbrett. Ein Power-Gerät. Ein Fahrzeug für Garage, ebenerdigen Stellplatz, Keller mit Rampe oder feste Abstellmöglichkeit.
Das ist nicht negativ gemeint. Aber es muss ehrlich gesagt werden.
150 Kilogramm Zuladung: Endlich Reserven für echte Menschen
Ein Punkt, den ich am VX6 sehr wichtig finde, ist die Zuladung von rund 150 Kilogramm.
Viele E-Scooter werden so beworben, als würden alle Fahrer 70 Kilogramm wiegen, nie Gepäck dabeihaben und nur bei 22 Grad auf perfektem Asphalt fahren.
Die Realität sieht anders aus.
Viele Fahrer wiegen mehr.
Viele fahren mit Rucksack.
Viele wohnen in hügeligen Regionen.
Viele brauchen einfach mehr Reserven.
Genau hier kann ein Scooter wie der VX6 richtig Sinn ergeben. Nicht, weil jeder 5.500 Watt braucht. Sondern weil starke Reserven bedeuten, dass das Fahrzeug im Alltag weniger kämpft.
Das ist besonders für schwere Fahrerinnen und Fahrer wichtig. Und genau hier hat VMAX schon mit dem VX4 gezeigt, dass hohe Zuladung ein echtes Thema ist. Der VX4 wird offiziell mit bis zu 150 Kilogramm Zuladung beworben.
Beim VX6 passt diese Philosophie noch stärker zum Gesamtpaket.
Warum der VX6 kein Tuning-Scooter ist
Ich will diesen Punkt ganz klar setzen: Der VMAX VX6 ist spannend, weil er legal stark werden soll.
Nicht, weil er irgendein Tuning-Fantasieobjekt ist.
In Deutschland ist E-Scooter-Tuning ein riesiges Problem. Viele wollen mehr Leistung oder Geschwindigkeit, greifen dann zu fragwürdigen Lösungen und riskieren Betriebserlaubnis, Versicherungsschutz und im schlimmsten Fall strafrechtliche Konsequenzen.
Der VX6 könnte zeigen, dass es auch anders geht.
Mehr Kraft ab Werk.
Mehr Reserven legal.
Mehr Fahrwerk.
Mehr Bremsen.
Mehr Zuladung.
Aber eben mit ABE.
Das ist die richtige Richtung. Nicht heimlich manipulieren, sondern Fahrzeuge bauen, die innerhalb der deutschen Regeln endlich genug Power haben.
Warum 22 km/h trotzdem wichtig sind
Man könnte jetzt sagen: „Wenn der VX6 so viel Leistung hat, warum dann nur 22 km/h?“
Und genau diese Frage werden viele stellen.
Meine Antwort: Weil das in Deutschland der rechtliche Rahmen ist. Die eKFV bleibt bei maximal 20 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit, in der Praxis mit der bekannten 10-Prozent-Toleranz also rund 22 km/h.
Ich finde diese Regelung seit Jahren diskutabel. Gerade im Vergleich zu E-Bikes, die bis 25 km/h unterstützen dürfen, wirkt das bei E-Scootern nicht mehr zeitgemäß. Beide Fahrzeuge teilen sich oft dieselbe Infrastruktur. Beide fahren auf Radwegen. Beide werden von Menschen im Alltag genutzt.
Warum E-Scooter hier dauerhaft bei 20 km/h festgehalten werden, während Pedelecs 25 km/h unterstützen dürfen, bleibt für mich eine politische Baustelle.
Aber solange die Regel gilt, muss ein Hersteller wie VMAX sie einhalten.
Und genau deshalb ist der VX6 so spannend: Er versucht nicht, die Geschwindigkeit illegal zu umgehen. Er nutzt die erlaubten Möglichkeiten bei Kraft, Fahrwerk, Zuladung und Stabilität maximal aus.
Für wen ist der VMAX VX6 geeignet?
Der VX6 wird nicht für jeden passen. Und das ist völlig okay.
Wer einen leichten Pendler-Scooter sucht, den man täglich in Bus, Bahn oder Treppenhaus trägt, sollte sich eher kleinere Modelle anschauen.
Wer nur kurze Wege fährt, wenig Gewicht bewegen will und keinen großen Akku braucht, wird mit einem VX6 vermutlich überdimensioniert unterwegs sein.
Aber es gibt eine Zielgruppe, für die dieser Scooter extrem spannend werden könnte.
Schwere Fahrerinnen und Fahrer.
Pendler mit Steigungen.
Menschen mit schlechten Wegen vor der Haustür.
Technikfans, die maximale legale Performance wollen.
Fahrer, die mehr Fahrwerk und mehr Komfort suchen.
Leute, die keinen wackeligen City-Scooter mehr wollen.
Und natürlich alle, die sagen: Ich will den stärksten legalen E-Scooter Deutschlands fahren.
Für genau diese Gruppe könnte der VX6 ein echtes Traumgerät werden.
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Warum der VX6 ein wichtiges Signal ist
Trotz aller offenen Punkte finde ich den VX6 extrem wichtig.
Weil er zeigt, dass legale E-Scooter nicht schwach sein müssen.
Weil er beweist, dass Hersteller im ABE-Bereich mutiger werden.
Weil er schwere Fahrer ernst nimmt.
Weil er Fahrwerk, Bremsen, Leistung und Ladegeschwindigkeit zusammendenkt.
Und weil er ein klares Statement gegen das alte Bild vom kleinen Spielzeug-Scooter ist.
Der VX6 wirkt nicht wie ein Kompromiss. Er wirkt wie ein Fahrzeug, das bewusst ans obere Ende des deutschen E-Scooter-Rahmens gebaut wird.
Das muss man nicht mögen. Aber man muss es respektieren.
Mein bisheriges Fazit zum VMAX VX6
Der VMAX VX6 könnte einer der spannendsten E-Scooter werden, die wir in Deutschland bisher gesehen haben.
5.500 Watt maximale Systemleistung, Dualmotor, 100A Controller, rund 31,5 Ah Akku, 17A Schnellladen mit zwei Ladegeräten, 11 Zoll Tubeless-Reifen, hydraulische Bremsen, hydraulische Federgabel, einstellbares Heck, 150 Kilogramm Zuladung und rund 40 bis 42 Kilogramm Gewicht – das ist eine völlig neue Liga.
Aber der VX6 wird kein Scooter für alle.
Er wird schwer sein.
Er wird vermutlich nicht günstig.
Er braucht Platz.
Und er muss in der finalen Serienversion beweisen, dass die Power kontrollierbar bleibt.
Wenn VMAX das sauber hinbekommt, kann der VX6 aber tatsächlich Deutschlands stärkster legaler E-Scooter werden. Nicht nur auf dem Papier, sondern im echten Alltag.
Ich freue mich brutal auf den ersten richtigen Test. Denn genau da wird sich zeigen, ob der VX6 nur ein Datenblatt-Monster ist – oder wirklich ein neuer Maßstab im deutschen E-Scooter-Markt.
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