Menü schließen
    YouTube TikTok Twitch Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn
    • Impressum
    • Datenschutz
    YouTube TikTok Twitch Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn
    ScooterheldenScooterhelden
    • Home
    • Service & Infos
      • Media & Kooperationen
      • Marken
      • Über uns
      • Versicherung
      • Zubehör
      • Referenzen
      • Fan-Shop
    • Gutscheine & Rabattcodes
    • Magazin
      • E-Scooter News
      • E-Bike News
      • E-Roller News
      • E-Motorrad News
      • Microcars & Kabinenroller
      • Aktuell im Trend
      • Camping und Lifestyle
      • Technik und Innovation
      • Recht & Regeln
    • Newsticker
    • Kontakt
    Zum YouTube-Kanal
    ScooterheldenScooterhelden
    Startseite | Aktuell im Trend | Scuddy Manufaktur Kiel: Warum diese E-Mobilitätsfirma besonders ist
    Aktuell im Trend

    Scuddy Manufaktur Kiel: Warum diese E-Mobilitätsfirma besonders ist

    19. Juni 2026
    Teilen Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Telegram Email
    Scuddy in Kiel: Mein Blick hinter die Kulissen einer Manufaktur, die seit DHDL echte Elektromobilität made in Germany baut.
    Scuddy Premium, QUAD und SlimV4: Warum die Kieler Firma mehr ist als ein E-Roller-Hersteller. Mein Erfahrungsbericht.
    Teilen
    Facebook Twitter LinkedIn Pinterest Email

    Manchmal merkt man erst in einer Werkhalle, ob eine Marke wirklich Substanz hat. Auf Webseiten klingt fast alles gut. In Prospekten ist jedes Produkt innovativ, nachhaltig und besonders. Aber wenn man vor Ort steht, wenn man Menschen beim Schrauben, Entwickeln, Prüfen und Diskutieren zuschaut, dann wird es ehrlicher.

    Genau deshalb sind wir nach Kiel gefahren.

    Ich kenne Tim und Jörn seit über 12 Jahren: Wer ist Scuddy heute? Was ist aus dieser Firma geworden, die viele noch aus „Die Höhle der Löwen“ kennen? Wie geht es Tim und Jörn zehn Jahre nach dem großen TV-Moment mit Ralf Dümmel und Jochen Schweizer? Und vor allem: Ist Scuddy wirklich nur ein verrückter faltbarer Elektroroller aus dem Fernsehen – oder steckt dahinter eine der spannendsten kleinen Elektromobilitäts-Manufakturen Deutschlands?

    Ich kann schon jetzt sagen: Der Besuch in Kiel hat mich mehr beschäftigt, als ich vorher erwartet hätte.

    Denn Scuddy ist nicht einfach ein Fahrzeug. Scuddy ist eine Haltung.

    Inhalt Anzeigen
    1 Swapa Zip
    2 Cmacewheel V20
    3 Vakole EMT29
    4 Vakole EMT29
    5 Coopop Rugged GS
    6 Pure McLaren Flex

    Zwei Entwickler, eine Geschichte: Warum Scuddy anders angefangen hat

    Die Geschichte von Scuddy beginnt nicht in einer Marketingabteilung, sondern an der Fachhochschule Kiel. Tim Ascheberg und Jörn Jacobi kamen nicht aus dem klassischen Rollerhandel, sondern aus der Entwicklung. Während ihres Studiums und ihrer gemeinsamen Masterarbeit entstand die Idee, ein eigenes Fahrzeug zu bauen. Ihre Erfahrungen aus dem Team Raceyard an der FH Kiel spielten dabei eine wichtige Rolle. Scuddy beschreibt selbst, dass Tim und Jörn ein kleines, faltbares Elektrofahrzeug entwickeln wollten, das nachhaltig, praktisch, komfortabel, transportierbar und straßentauglich ist.

    Das klingt heute fast selbstverständlich. 2012 war es das nicht.

    Damals war Elektromobilität im Kleinfahrzeugbereich noch kein Massenphänomen. E-Scooter mit Straßenzulassung, eKFV, Sharing-Flotten an jeder Ecke – das alles kam erst später. Scuddy musste sich also nicht in einen bestehenden Markt setzen. Scuddy musste einen Markt mitdenken, der in Deutschland noch gar nicht richtig da war.

    Und genau das macht diese Geschichte interessant.

    Viele Start-ups starten heute mit einer App, einer Landingpage und einem Pitchdeck. Scuddy startete mit Metall, Akkus, Mechanik, Elektronik, Zulassung, Faltmechanismus und sehr vielen realen Problemen. Ein Fahrzeug zu bauen ist brutal ehrlich. Da reicht keine schöne Vision. Da muss am Ende jede Schraube halten. Jeder Kabelweg muss Sinn ergeben. Jede Bremse muss funktionieren. Jeder Kunde merkt sofort, ob etwas nur nett gedacht oder wirklich gut konstruiert wurde.

    Für mich ist das ein wichtiger Unterschied.

    Scuddy war nie nur eine hübsche Idee für eine TV-Show. Scuddy war von Anfang an ein echtes Ingenieursprojekt.

    Der Höhle-der-Löwen-Moment: Viel Aufmerksamkeit, aber auch viel Druck

    Viele kennen Scuddy aus „Die Höhle der Löwen“. Der Auftritt war damals ungewöhnlich, weil Tim Ascheberg und Jörn Jacobi den Investoren ein Angebot machten, das im Gedächtnis blieb: zehn Prozent der Firma für symbolisch einen Euro. Am Ende stand im TV ein deutlich anderer Deal im Raum: Ralf Dümmel und Jochen Schweizer boten 100.000 Euro für 25,1 Prozent.

    Das war natürlich ein Moment, den man als Zuschauer nicht vergisst.

    Aber ich finde, genau hier muss man aufpassen. Fernsehen erzählt Geschichten in wenigen Minuten. Eine echte Firma muss danach jeden Tag liefern. Nach dem Applaus kommen Produktion, Liquidität, Lieferketten, Service, Reklamationen, Weiterentwicklung, Zulassung, Personal, Kundenbetreuung und irgendwann auch die Frage: Hat das Produkt wirklich eine Zukunft?

    Zehn Jahre später in Kiel zu stehen und zu sehen, dass Scuddy nicht verschwunden ist, sondern weiterentwickelt, produziert, repariert und neue Fahrzeugkonzepte baut, ist deshalb bemerkenswert.

    Nicht jedes TV-Start-up überlebt den Hype. Manche Produkte leuchten kurz hell und sind dann wieder weg. Scuddy wirkt anders. Nicht perfekt, nicht massentauglich im Sinne von „jeder kauft sich morgen einen“, aber echt. Und diese Echtheit spürt man in Kiel ziemlich schnell.

    Unseren ausführlichen Podcast zu genau dieser Frage findet ihr hier: Unser Scuddy-Podcast mit Tim. Dort sprechen wir nicht nur über die TV-Vergangenheit, sondern auch darüber, was aus einer Idee wird, wenn die Kameras längst aus sind.

    Scuddy in Kiel besucht: Der erste Eindruck hinter den Kulissen

    Ich bin seit über elf Jahren in der Elektromobilität unterwegs. Ich habe viele Fahrzeuge gesehen, viele Hersteller gesprochen, viele Versprechen gehört und mindestens genauso viele Ernüchterungen erlebt.

    Deshalb bin ich bei solchen Besuchen grundsätzlich neugierig, aber nicht naiv.

    Wenn eine Firma von „Made in Germany“ spricht, frage ich mich immer: Was heißt das konkret? Wird wirklich entwickelt? Wird wirklich gefertigt? Wird wirklich repariert? Oder wird am Ende doch nur ein Importprodukt ausgepackt, mit einem Logo versehen und als deutsche Innovation verkauft?

    Bei Scuddy ist der erste Eindruck ein anderer.

    Kiel ist kein Showroom-Theater. Da stehen Fahrzeuge, Teile, Werkzeuge, halbfertige Einheiten, technische Lösungen, Alltagsspuren. Man merkt: Hier wird nicht nur verkauft. Hier wird gearbeitet. Und vor allem: Hier wird an Fahrzeugen gearbeitet, die eben nicht wie Standardware aus dem Katalog wirken.

    Scuddy ist klein genug, um persönlich zu sein, aber technisch tief genug, um ernst genommen zu werden. Das ist eine spannende Kombination.

    Genau deshalb machen wir daraus nicht nur ein einzelnes Video, sondern eine kleine Scooterhelden-Serie. Wir schauen in den Podcast, wir schauen in die Produktion und wir machen ein Technik-Spezial mit Jörn. Wer solche Einblicke nicht verpassen will, sollte unbedingt Scooterhelden abonnieren. Und wer unsere Videos oft früher sehen und das Projekt direkt unterstützen möchte, findet hier die Möglichkeit: Werde jetzt Kanalmitglied.

    Was ist die Scuddy-DNA?

    Wenn man Scuddy auf ein Wort reduzieren müsste, wäre es für mich nicht „Roller“. Es wäre „Freiheit“.

    30€ Geekbuying
    Geekbuying
    Gültig ab 300€
    ScooterheldenL
    GUTSCHEIN EINLÖSEN
    75€ Wandler
    Wandler
    Gutscheincode
    SH75
    GUTSCHEIN EINLÖSEN
    20€ Egret
    Egret
    Egret E-Scooter
    SH20
    GUTSCHEIN EINLÖSEN

    Aber nicht diese leere Werbe-Freiheit, bei der jemand am Strand entlangfährt und alle Probleme verschwinden. Ich meine eine sehr praktische Form von Freiheit: wieder mobil sein, ein Fahrzeug mitnehmen können, nicht auf ein Auto angewiesen sein, im Urlaub beweglich bleiben, trotz Einschränkungen rauskommen, kurze Wege ohne Verbrenner erledigen, ein Fahrzeug besitzen, das nicht nach Wegwerfprodukt aussieht.

    Scuddy selbst nennt als zentrale Werte Innovationsgeist, Nachhaltigkeit, Freiheit und Handling. Das ist erstmal Unternehmenssprache. Aber vor Ort ergibt es Sinn.

    Innovationsgeist heißt bei Scuddy nicht nur: Wir bauen einen Roller mit Akku. Es bedeutet eher: Wir denken das Fahrzeug als eigenes System. Faltmechanismus, Fahrwerk, Akku, Antrieb, Display, Bedienung und Konfiguration hängen zusammen.

    Nachhaltigkeit heißt hier nicht nur: Der Antrieb ist elektrisch. Es geht auch um lokale Partner, Reparierbarkeit, Service und Fertigungstiefe. Das ist ein Punkt, den ich in der Elektromobilität für massiv unterschätzt halte. Ein Fahrzeug ist nicht automatisch nachhaltig, nur weil es elektrisch fährt. Wenn es nach zwei Jahren nicht mehr reparierbar ist, wenn Ersatzteile fehlen oder wenn der Hersteller nicht erreichbar ist, dann ist das keine nachhaltige Mobilität. Dann ist es Elektroschrott mit gutem Gewissen.

    Freiheit bedeutet bei Scuddy auch, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ernst zu nehmen. Gerade der Premium QUAD zeigt, dass es nicht nur um Spaßfahrzeuge geht. Es geht um Eigenständigkeit.

    Und Handling? Das ist vielleicht der ehrlichste Punkt. Ein Fahrzeug kann technisch beeindruckend sein. Wenn es im Alltag nervt, bleibt es stehen.

    Scuddy Premium: Der Klassiker aus Kiel

    Der Scuddy Premium ist wahrscheinlich das Fahrzeug, das am stärksten für die Marke steht. Ein dreirädriger Elektroroller, faltbar, konfigurierbar, mit Sitz- und Stehmöglichkeit, je nach Version und Zulassung unterschiedlich einsetzbar. Die aktuelle Premium-Version wird von Scuddy als dreirädriger Elektroroller „made in Kiel“ beschrieben und kann laut Hersteller mit bis zu 2000 Watt Antriebsleistung, Geschwindigkeiten bis 45 km/h und Akkuoptionen bis 1500 Wh konfiguriert werden.

    Das ist kein klassischer E-Scooter im Sinne der eKFV, wie ihn viele aus der Stadt kennen. Es ist eher ein sehr spezielles Klein-Elektrofahrzeug, das zwischen Alltagsmobilität, Freizeit, Camping, Kurzstrecke und Mobilitätshilfe liegt.

    Und genau da wird es spannend.

    Denn Scuddy ist nicht billig. Das muss man klar sagen. Wer einfach nur für 399 Euro einen E-Scooter sucht, wird hier nicht landen. Aber dieser Vergleich wäre auch unfair. Ein Scuddy ist kein Massenprodukt aus Fernost, das über den Preis verkauft wird. Es ist ein Fahrzeug mit eigener Konstruktion, eigener Fertigungstiefe und einem sehr speziellen Nutzen.

    Die Frage ist also nicht: Ist Scuddy billig?

    Die bessere Frage ist: Für wen ist Scuddy seinen Preis wert?

    Meine Antwort nach dem Besuch: Für Menschen, die ein besonderes Mobilitätsproblem lösen wollen. Für Camper. Für Menschen, die ein kompaktes Fahrzeug mitnehmen möchten. Für Kunden, die nicht nur kaufen, sondern auch Service erwarten. Für Nutzer, die mit zwei Rädern unsicher sind, aber trotzdem elektrisch mobil sein wollen. Für Menschen, die ein Fahrzeug nicht nur fahren, sondern lange behalten möchten.

    Premium QUAD: Wenn Elektromobilität zur Lebensqualität wird

    Der Scuddy Premium QUAD hat mich besonders interessiert, weil er eine ganz andere Zielgruppe berührt.

    Scuddy beschreibt den Premium QUAD als Erweiterung der Premium-Serie und als Alternative zu herkömmlichen vierrädrigen Fahrzeugen im Bereich Mobilitätshilfe. Das Fahrzeug richtet sich ausdrücklich auch an Menschen mit Gleichgewichtsproblemen, muskulären Einschränkungen oder anderen gesundheitlichen Herausforderungen. Laut Hersteller kann der QUAD mit einem 750-Watt-Motor oder mit zwei Motoren und 1500 Watt Gesamtleistung konfiguriert werden, bietet bis zu 100 Kilometer Reichweite, 200 Kilogramm Zuladung und bis zu 20 Prozent Steigfähigkeit.

    Das ist ein Punkt, den man nicht unterschätzen darf.

    Neuheit! Swapa Zip
    ★★★★★

    Swapa Zip

    100€ Rabatt mit dem Code: SH100

    Jetzt Kaufen
    Power-Bike! Cmacewheel V20
    ★★★★☆

    Cmacewheel V20

    3% Rabatt mit dem Code: BBGscooterhelden

    Jetzt Kaufen
    Beliebt! Vakole EMT29
    ★★★★★

    Vakole EMT29

    3% Rabatt mit dem Code: BBGscooterhelden

    Jetzt Kaufen

    In der Elektromobilität reden wir oft über Reichweite, Peakleistung, Ampelstarts, App-Anbindung und Design. Alles wichtig. Aber Mobilität bedeutet für viele Menschen etwas viel Grundsätzlicheres: alleine einkaufen können. Wieder rauskommen. Nicht ständig andere fragen müssen. Sich nicht wie ein Pflegefall fühlen, sondern wie ein Mensch mit einem guten Fahrzeug.

    Ich finde es stark, dass Scuddy diesen Bereich nicht lieblos behandelt.

    Der Premium QUAD wirkt nicht wie ein klassischer Krankenfahrstuhl, bei dem man sich schon beim Anschauen zehn Jahre älter fühlt. Er hat sichtbar die Scuddy-DNA: kompakt, technisch, etwas verspielt, aber funktional. Er will nicht verstecken, dass er hilft. Aber er reduziert den Nutzer auch nicht auf seine Einschränkung.

    Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied.

    Natürlich muss man auch hier kritisch bleiben. Ein Premium QUAD ist kein Produkt für jeden. Preis, Beratung, individuelle Anforderungen, rechtliche Einordnung und tatsächlicher Alltagseinsatz müssen passen. Aber genau deshalb ist eine Firma wie Scuddy interessant: Weil dort offenbar nicht nur Kartons verschickt werden, sondern individuelle Lösungen möglich sind.

    SlimV4: Einstiegsklasse, aber nicht billig gedacht

    Der Scuddy SlimV4 ist für mich die spannende Brücke zwischen klassischer Scuddy-Idee und einem zugänglicheren Fahrzeugkonzept.

    Laut Scuddy wurde der SlimV4 als neue Einstiegsklasse entwickelt, bei der Kundenfeedback berücksichtigt wurde. Er ist unter anderem als eKFV-Version, als L1e-Version und als Krankenfahrstuhl-Variante erhältlich. Die Maximalgeschwindigkeit der eKFV-Variante liegt bei 20 km/h, der Akku wird mit 52 Volt und 15 Ah angegeben, die Zuladung mit 150 Kilogramm, die Reichweite mit bis zu 40 Kilometern. Dazu kommen hydraulische Scheibenbremsen vorn, Trommelbremse hinten, Rekuperation, Blinker vorn und hinten sowie ein farbiges Multifunktionsdisplay.

    Das klingt erstmal technisch. Aber eigentlich sagt es etwas über die Strategie.

    Scuddy versucht nicht einfach, irgendeinen günstigen E-Scooter zu kopieren. Der SlimV4 soll die Grundidee der Marke in eine günstigere Klasse bringen: neigendes Fahrwerk, Sitzmöglichkeit, Trolleyfunktion, robuste Konstruktion, mehrere Zulassungswege.

    Und genau das ist in Deutschland relevant.

    Denn wir leben in einem Markt, in dem Regulierung oft die Produkte formt. Ein Fahrzeug mit Sitz ist rechtlich nicht automatisch ein normaler E-Scooter. Ein Fahrzeug mit 45 km/h ist eine andere Klasse als ein Elektrokleinstfahrzeug. Ein Krankenfahrstuhl folgt wieder anderen Anforderungen. Wer hier Fahrzeuge bauen will, muss mehr können als nur Motor und Akku einkaufen.

    Für mich ist der SlimV4 deshalb kein „kleiner Scuddy“, sondern ein Beweis, dass diese Firma rechtliche und praktische Nischen versteht.

    Powertrain by Scuddy: Das eigentliche Technik-Herz

    Der vielleicht spannendste Teil unseres Besuchs ist für viele gar nicht sofort sichtbar: der Antrieb.

    Scuddy hat mit „Powertrain by Scuddy“ ein eigenes modulares Antriebssystem entwickelt. Die sogenannten FBHM-Units bestehen aus verschiedenen Funktionsbereichen: F-Unit als Schnittstelle mit Display und Kommunikation, B-Unit für das Motormanagement, H-Unit für Akku und Batteriemanagement und M-Unit für den BLDC-Motor. Scuddy beschreibt den modularen Aufbau ausdrücklich auch als Lösung für andere OEM-Anwendungen im Bereich Klein-Elektrofahrzeuge.

    Und genau hier wird es für mich richtig interessant.

    Denn viele sehen Scuddy nur als Fahrzeughersteller. Ich glaube aber, die eigentliche Stärke liegt tiefer: in der Systemkompetenz. Wer kleine Elektrofahrzeuge nicht nur zusammenbaut, sondern Antrieb, Steuerung, Akkuintegration, Display, Software und mechanische Integration versteht, kann auch für andere Projekte wertvoll werden.

    Das ist der Punkt, über den ich im Technik-Spezial mit Jörn besonders sprechen möchte.

    Wie viel entwickelt Scuddy selbst? Wo liegen die Grenzen? Was kann ein modularer Powertrain leisten? Welche Rolle spielen Controller, Rekuperation, Batteriemanagement und Software? Und wie schwer ist es eigentlich, in Deutschland ein kleines Elektrofahrzeug nicht nur cool, sondern auch zulassungsfähig und servicefähig zu bauen?

    Solche Fragen finde ich wesentlich spannender als reine Produktdaten.

    Denn die Zukunft der Elektromobilität entscheidet sich nicht nur an großen E-Autos oder immer schwereren E-Bikes. Sie entscheidet sich auch an kleinen, cleveren Fahrzeugen, die echte Alltagssituationen lösen.

    Made in Kiel: Warum lokale Fertigung mehr ist als ein Aufkleber

    Ich bin bei „Made in Germany“ inzwischen vorsichtig. Der Begriff wird oft zu leicht benutzt. Manchmal reicht schon eine Endkontrolle in Deutschland und schon klingt es nach Manufaktur.

    Bei Scuddy wirkt das anders.

    Die Premium-Modelle werden laut Scuddy in der Manufaktur in Kiel gefertigt. Der Hersteller spricht von Handarbeit, ausgewählten Materialien, bewährten Prozessen und dem Know-how des Teams. Auch beim Premium betont Scuddy, dass die Endfertigung in Kiel erfolgt und die Qualität „made in Kiel“ Teil des Produktversprechens ist.

    Für mich ist genau das der Unterschied zwischen Produkt und Verantwortung.

    Wenn du ein Fahrzeug selbst baust, kannst du dich nicht hinter einem anonymen Lieferanten verstecken. Dann musst du wissen, warum ein Teil so konstruiert ist. Dann musst du mit Kundenfeedback umgehen. Dann musst du Ersatzteile organisieren. Dann musst du im Zweifel auch ein Fahrzeug wieder auf die Werkbank stellen und verstehen, was passiert ist.

    Das ist anstrengender als reiner Import.

    Aber es schafft Vertrauen.

    Und Vertrauen ist in der Elektromobilität ein verdammt knappes Gut geworden. Zu viele Kunden haben schon erlebt, dass Marken verschwinden, Apps nicht mehr funktionieren, Akkus nicht mehr lieferbar sind oder Service nur aus automatisierten E-Mails besteht.

    Scuddy spielt hier eine andere Karte: Nähe.

    Ob das im großen Maßstab skalierbar ist? Das ist eine berechtigte Frage. Aber vielleicht ist genau das der Punkt: Scuddy muss nicht der größte Hersteller werden. Scuddy muss für seine Zielgruppen der richtige Hersteller sein.

    Was macht Scuddy besonders?

    Für mich sind es vier Dinge.

    Erstens: Scuddy baut Fahrzeuge, die nicht jeder baut. Dreirädrige und vierrädrige elektrische Kleinfahrzeuge mit Faltmechanismus, Sitzoptionen, unterschiedlichen Zulassungswegen und hoher Individualisierung sind kein Standardmarkt.

    100€ Lankeleisi
    Lankeleisi
    MX600 Pro
    GLESH100
    GUTSCHEIN EINLÖSEN
    50€ Mokwheel
    Mokwheel
    Gutscheincode
    SH50
    GUTSCHEIN EINLÖSEN
    200€ MapFour
    MapFour
    E-Bikes
    Scooterhelden
    GUTSCHEIN EINLÖSEN

    Zweitens: Scuddy denkt Mobilität breiter als nur „jung, urban, schnell“. Natürlich kann man mit einem Scuddy Spaß haben. Aber es geht auch um Senioren, Camper, Menschen mit Einschränkungen, Gewerbekunden, Events, Tourismus und Spezialanwendungen.

    Drittens: Scuddy verbindet Mechanik und Elektronik. Viele neue Mobilitätsmarken wirken stark auf der digitalen Seite, aber schwach im Fahrzeugbau. Bei Scuddy kommt die Idee klar aus der Konstruktion.

    Viertens: Scuddy hat eine Geschichte, die nicht erfunden wirkt. Zwei Entwickler aus Kiel, ein ungewöhnliches Fahrzeug, TV-Aufmerksamkeit, echte Fertigung, Rückschläge, Weiterentwicklung, neue Modelle, neue Zielgruppen. Das ist nicht glattpoliert. Aber genau deshalb ist es glaubwürdig.

    Wer sich selbst ein Bild machen möchte, sollte direkt auf der offiziellen Seite vorbeischauen: Scuddy entdecken.

    Warum mich der Besuch emotional mehr abgeholt hat als erwartet

    Ich gebe zu: Ich habe eine Schwäche für Firmen, die Dinge wirklich bauen.

    Nicht nur reden. Nicht nur einkaufen. Nicht nur labeln. Sondern bauen.

    In Kiel hat man dieses Gefühl. Da stehen Menschen hinter den Fahrzeugen. Tim, Jörn und das Team wirken nicht wie eine gesichtslose Marke. Sie wirken wie Leute, die seit Jahren an einer Idee festhalten, obwohl der einfache Weg vermutlich oft ein anderer gewesen wäre.

    Und genau das respektiere ich.

    Denn Elektromobilität braucht nicht nur Gigafactories, SUVs und Milliardenkonzerne. Elektromobilität braucht auch kleine Manufakturen, Spezialisten, Ingenieurbüros, Menschen mit langen Atem und Lösungen für echte Nischen.

    Ich sage es mal klar: Nicht jede Nische ist klein, nur weil große Hersteller sie ignorieren.

    Mobilitätseinschränkung ist keine kleine Nische. Campingmobilität ist keine kleine Nische. Letzte-Meile-Lösungen sind keine kleine Nische. Kompakte Fahrzeuge für Städte, Häfen, Messen, Tourismus und Betriebsgelände sind keine kleine Nische.

    Vielleicht fehlt uns manchmal nur der Blick dafür.

    Unsere Scuddy-Videoserie: Podcast, Produktion und Technik-Spezial

    Genau deshalb machen wir aus unserem Besuch mehr als nur einen kurzen Beitrag.

    Im Podcast sprechen wir mit Tim über die Geschichte, die Zeit nach „Die Höhle der Löwen“, den Alltag als Unternehmer und die Frage, was zehn Jahre später von diesem großen TV-Moment wirklich geblieben ist. Den Podcast findet ihr hier: Scuddy Podcast ansehen.

    Im Produktionsvideo schauen wir hinter die Kulissen. Wie entsteht ein Scuddy? Welche Arbeitsschritte stecken dahinter? Wie sieht die Fertigung in Kiel wirklich aus? Was passiert zwischen Idee, Bauteil, Montage und fertigem Fahrzeug?

    Beliebt! Vakole EMT29
    ★★★★★

    Vakole EMT29

    3% Rabatt mit dem Code: BBGscooterhelden

    Jetzt Kaufen
    Beliebt! Coopop Rugged GS
    ★★★★★

    Coopop Rugged GS

    50€ Rabatt mit dem Code: SH50

    Jetzt Kaufen
    Neuheit! Pure McLaren Flex
    ★★★★★

    Pure McLaren Flex

    15€ Rabatt mit dem Code: SH15

    Jetzt Kaufen

    Und im Technik-Spezial mit Jörn gehen wir tiefer rein. Da geht es um Antrieb, Steuerung, Akku, Rekuperation, Konfiguration, Fahrwerk und die Frage, warum Scuddy technisch mehr ist als ein faltbarer Roller mit drei oder vier Rädern.

    Wer die Serie verfolgen möchte, sollte Scooterhelden abonnieren. Und wer uns direkt unterstützen möchte, kann Kanalmitglied werden. Gerade solche Besuche, Reisen und Hintergrundformate sind aufwendig – aber genau sie machen unabhängigen Content wertvoll.

    Aktuelle Hinweise, Aktionen und spannende E-Mobilitätsangebote sammeln wir außerdem regelmäßig hier: NEWS & GUTSCHEINE.

    Mein Fazit: Scuddy ist ein Stück deutsche E-Mobilitätskultur

    Nach unserem Besuch in Kiel sehe ich Scuddy anders als vorher.

    Nicht als perfektes Produkt für jeden. Nicht als Massenfahrzeug, das morgen die Innenstädte flutet. Nicht als günstige Alternative zum E-Scooter von der Stange.

    Sondern als ehrliche Manufakturgeschichte.

    Scuddy steht für eine Art Elektromobilität, die wir in Deutschland öfter bräuchten: technisch durchdacht, reparierbar, persönlich, mutig und nah an echten Nutzerproblemen. Tim Ascheberg und Jörn Jacobi haben nicht einfach einen Trend mitgenommen. Sie haben früh an etwas geglaubt, das damals noch schwer zu erklären war.

    Heute, zehn Jahre nach dem großen TV-Moment, ist die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Scuddy ist noch da.

    Und das ist in dieser Branche mehr wert, als viele denken.

    Denn wer Elektromobilität ernst meint, darf nicht nur über Neuwagenprämien, Ladesäulen und Akkuchemie sprechen. Wir müssen auch über die kleinen Fahrzeuge sprechen, die Menschen wirklich bewegen. Über Fahrzeuge, die in Wohnmobile passen. Über Fahrzeuge, die Menschen mit Einschränkungen Freiheit geben. Über Fahrzeuge, die repariert statt weggeworfen werden. Über Firmen, die nicht nur verkaufen, sondern Verantwortung übernehmen.

    Scuddy ist für mich genau so ein Fall.

    Nicht laut. Nicht riesig. Nicht billig.

    Aber besonders.

    Und manchmal ist genau das der Anfang von etwas, das bleibt.

    Wer jetzt neugierig geworden ist, findet mehr direkt bei Scuddy, in unserem Podcast mit Tim und Jörn und bald in unserer kompletten Scooterhelden-Videoserie aus Kiel. Also: Scooterhelden abonnieren, dranbleiben und mit uns gemeinsam hinter die Kulissen echter Elektromobilität schauen.

    Behind the Scenes E-Roller E-Scooter Elektromobilität Elektromobilität Deutschland Elektroroller Faltroller FBHM Unit Jochen Schweizer Jörn Jacobi Kieler Manufaktur Krankenfahrstuhl Alternative Made in Germany Made in Kiel Mikromobilität Mobilitätshilfe Powertrain by scuddy Produktion Scuddy Ralf Dümmel Scooterhelden scuddy Scuddy Höhle der Löwen scuddy Kiel Scuddy Podcast Scuddy Premium scuddy Premium QUAD Scuddy SlimV4 Technik Spezial Tim Ascheberg
    Teilen Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Email
    Vorheriger ArtikelScuddy im Podcast: Unternehmeralltag nach dem Fernsehauftritt
    Nächster Artikel TAILG F91 im Check: 2000 Watt, 80 km Reichweite und große Zulassungsfrage

    Weitere Beiträge

    Newsticker

    Polizeikontrolle in Forchheim: Zwei E-Scooter ohne Versicherung gestoppt – Was droht Fahrern jetzt?

    19. Juli 2026
    Newsticker

    E-Scooter ohne Versicherung: Polizei stoppt Fahrer in Nördlingen – Aktuelle Rechtslage und Konsequenzen

    19. Juli 2026
    Newsticker

    Isny: Elfjähriger E-Scooterfahrer nach Zusammenstoß mit Auto verletzt – Unfall wirft Fragen zur Verkehrssicherheit auf

    19. Juli 2026
    Newsticker

    E-Scooter im Bundestag: Beatrix von Storch und die rechtlichen Konsequenzen

    19. Juli 2026
    Newsticker

    Mikromobilität erreicht Leimen: Chancen, Konflikte und Perspektiven für E-Scooter und E-Bikes

    19. Juli 2026
    Newsticker

    Bosch bringt digitales Gebrauchtzertifikat für E-Bikes – Bedeutung für Sicherheit und Gebrauchtmarkt

    19. Juli 2026
    Beliebte Beiträge

    GPS-Tracker für E-Motorräder 2026 – Welches System schützt dein Bike wirklich?

    20. Juli 20265 Views

    Lastenrad für Handwerker 2026: Lohnt sich der Umstieg vom Transporter?

    20. Juli 20263 Views

    NIU NQiX 150 vs Silence S01: Welcher 45km/h-E-Roller 2026?

    20. Juli 202615 Views
    Social Media
    • Facebook
    • YouTube
    • TikTok
    • Instagram
    • Twitch
    • LinkedIn
    YouTube TikTok Twitch Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn
    • Impressum
    • Datenschutz
    © 2026 Scooterhelden

    Oben eingeben und mit Enter suchen. Mit Esc abbrechen.

    Einwilligung verwalten
    Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Einwilligung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
    Funktional Immer aktiv
    Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
    Präferenzen
    Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
    Statistiken
    Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
    Marketing
    Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
    • Optionen verwalten
    • Dienste verwalten
    • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
    • Lese mehr über diese Zwecke
    Einstellungen ansehen
    • {title}
    • {title}
    • {title}