NIU NQiX 300: Der 80-km/h-Elektroroller für alle, denen 45 km/h zu wenig sind
Der NIU NQiX 300 ist einer dieser Elektroroller, bei denen ich sofort verstehe, warum viele Fahrerinnen und Fahrer langsam aus der klassischen 45-km/h-Klasse herauswachsen. Ich bin Marcel Hutfilz von Scooterhelden, beschäftige mich seit über 11 Jahren mit Elektromobilität, und ganz ehrlich: Die 45er-Roller haben ihre Berechtigung, aber im echten Stadtverkehr fühlen sie sich oft irgendwann zu langsam an.
Genau hier setzt der NIU NQiX 300 an. Er ist kein kleiner E-Moped-Spielzeugroller, sondern ein vollwertiger L3e-Elektroroller mit bis zu 80 km/h Höchstgeschwindigkeit. Damit bewegt er sich eher in Richtung 125er-Klasse und wird für Pendlerinnen und Pendler interessant, die nicht nur gemütlich durch die Innenstadt rollen wollen, sondern auch auf größeren Straßen, Stadtautobahn-Zubringern oder Überlandabschnitten entspannter mitschwimmen möchten.
NIU selbst führt den NQiX 300 MY26 aktuell als L3e-Elektro-Moped mit 80 km/h Höchstgeschwindigkeit, 100 bis 110 km Reichweite, zwei Sitzplätzen und einem Einstiegspreis ab 3.599 Euro auf. Gleichzeitig findet man in anderen Datenblättern und internationalen Angaben teils abweichende Werte, etwa bis zu 120 km Reichweite oder andere Leistungsangaben. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick, denn Datenblätter klingen oft schön – entscheidend ist aber, was davon im Alltag wirklich zählt.
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Warum der NIU NQiX 300 so spannend ist
NIU hat sich über Jahre einen Namen gemacht, weil die Roller oft etwas smarter, moderner und digitaler wirken als viele klassische Elektroroller. App-Anbindung, GPS-Ortung, Wechselakkus, moderne Displays und ein relativ eigenständiges Design gehören bei NIU schon lange zur Marken-DNA.
Beim NQiX 300 wird das Konzept weitergedacht. Er soll nicht nur praktisch sein, sondern sich auch hochwertiger und erwachsener anfühlen. Optisch bleibt NIU der typischen Linie treu: klar, modern, urban, eher technisch als verspielt. Das ist kein Retro-Roller, der Vespa spielen will. Der NQiX 300 will ein smarter Elektroroller für die Gegenwart sein.
Für mich ist das ein wichtiger Punkt. Viele Hersteller versuchen immer noch, Elektromobilität über futuristische Spielereien zu verkaufen. NIU macht es etwas anders: Der NQiX 300 sieht zwar modern aus, bleibt aber in der Grundidee ein alltagstauglicher Roller. Zwei Personen, herausnehmbare Akkus, ausreichend Reichweite, smarte Funktionen und 80 km/h Spitze – das ist eine ziemlich klare Ansage.
Gerade im deutschen Markt kommt das zu einem interessanten Zeitpunkt. NIU konnte 2025 in Deutschland deutlich zulegen und stand bei den Rollern laut Auswertung mit 1.091 Neuzulassungen wieder auf Rang 8. Der NQiX 300 tauchte dabei bereits unter den meistzugelassenen NIU-Modellen auf, auch wenn der größere NQiX 500 sichtbar stärker performte.
NIU NQiX 300 technische Daten im Überblick
Bei den technischen Daten muss man sauber unterscheiden: Es gibt aktuelle NIU-Angaben für das Modelljahr 2026, internationale Angaben und Datenbankwerte, die teilweise voneinander abweichen. Ich würde mich beim Kauf deshalb nie nur auf einen Screenshot verlassen, sondern immer das konkrete Händlerangebot, die Zulassungspapiere und das COC-Dokument prüfen.
| Bereich | NIU NQiX 300 Daten |
|---|---|
| Fahrzeugklasse | L3e Elektromoped / 125er-nahe Klasse |
| Höchstgeschwindigkeit | 80 km/h |
| Reichweite | je nach Quelle ca. 100 bis 120 km |
| Akku | 2 herausnehmbare Lithium-Ionen-Akkus |
| Akkudaten | 72 V, 28 Ah je Akku |
| Sitzplätze | 2 |
| Sitzhöhe | ca. 810 mm |
| Reifen vorne | 90/90-14 |
| Reifen hinten | 110/80-14 |
| Bremsen | hydraulische Scheibenbremsen, je nach Modelljahr/Quelle ABS oder CBS |
| Assistenzsysteme | TCS, Auto-Hold, Diebstahlwarnung, App-Funktionen |
| Display | 5-Zoll-Farbdisplay bzw. LC/TFT je nach Quelle |
| Preis | ab ca. 3.599 Euro laut NIU Deutschland MY26 |
| Besonderheit | NIU Link Crown, App-Anbindung, Smart Unlock, herausnehmbare Akkus |
Offiziell nennt NIU Deutschland für den NQiX 300 MY26 unter anderem 80 km/h, 100 bis 110 km Reichweite, 4.000 W Dauerleistung, 4.100 W maximale Leistung, 180 Nm Drehmoment, ABS, TCS, 240-mm-Bremsscheibe vorn, 220-mm-Bremsscheibe hinten und zwei 72-Volt-Akkus mit jeweils 28 Ah.
Andere technische Datenbanken führen dagegen für den NIU NQiX 300 unter anderem 5.000 W Dauerleistung, 5.500 W Spitzenleistung, 160 Nm Drehmoment, 134 kg Fahrzeuggewicht inklusive Batterien, 120 km Reichweite nach WMTC und hydraulische CBS-Scheibenbremsen ohne ABS.
Und genau hier wird es spannend: Das sind keine kleinen Unterschiede. Ob ein Roller ABS hat oder nur CBS, ist sicherheitstechnisch relevant. Ob 4.100 W oder 5.500 W Spitzenleistung anliegen, ist für Beschleunigung, Bergfahrten und Soziusbetrieb ebenfalls nicht egal. Deshalb meine klare Empfehlung: Beim NIU NQiX 300 unbedingt auf das konkrete Modelljahr achten.
80 km/h statt 45 km/h: Der wichtigste Unterschied im Alltag
Wer bisher nur 45-km/h-Elektroroller gefahren ist, wird den Unterschied sofort merken. 80 km/h verändern den Charakter eines Rollers komplett.
Mit einem 45er bist du innerorts oft noch okay unterwegs, aber sobald der Verkehr schneller wird, hängst du schnell hinten dran. Autos überholen knapp, Busse drücken, Lkw werden ungemütlich. Das ist nicht immer gefährlich, aber oft stressig. Ein Roller wie der NIU NQiX 300 fährt in einer anderen Liga.
80 km/h bedeuten: Du kannst auf vielen Landstraßen zumindest halbwegs vernünftig mitschwimmen. Du bist an Ampeln nicht das Verkehrshindernis. Und du hast Reserven, wenn es mal bergauf geht oder du zu zweit unterwegs bist.
Natürlich ist das kein Autobahnroller. Dafür wäre mir der NQiX 300 zu klein und mit 80 km/h auch zu langsam. Aber für Stadt, Stadtrand, Pendelstrecken, größere Straßen und kurze Überlandfahrten ist diese Leistungsklasse aus meiner Sicht deutlich sinnvoller als ein reiner 45-km/h-Roller.
Wichtig ist aber auch: 80 km/h bedeuten eine andere Führerscheinklasse. In Deutschland brauchst du dafür in der Regel A1, A2, A oder die passende B196-Erweiterung beziehungsweise entsprechende Altregelungen. Ein normaler Autoführerschein reicht nicht automatisch für jeden. Das sollte vor dem Kauf unbedingt sauber geprüft werden.
Akku und Reichweite: Zwei herausnehmbare Akkus sind ein echter Pluspunkt
Der NIU NQiX 300 arbeitet mit zwei herausnehmbaren 72-Volt-Akkus mit jeweils 28 Ah. Das ist im Alltag ein echter Vorteil, denn nicht jeder hat eine Garage mit Steckdose. Wer in der Stadt wohnt, kennt das Problem: Roller unten, Wohnung oben, Steckdose weit weg.
Herausnehmbare Akkus lösen genau dieses Problem. Du kannst die Batterien mit in die Wohnung, ins Büro oder in den Keller nehmen und dort laden. NIU beschreibt die Akkus der NQiX-Serie als werkzeuglos entnehmbar, einzeln ladbar und so konzipiert, dass sie ohne feste Ladeinfrastruktur genutzt werden können.
Aber ich sage es auch ehrlich: Zwei Akkus sind praktisch, aber sie sind nicht federleicht. In den von dir gelieferten Daten werden rund 15,4 kg pro Akku genannt. Das ist tragbar, aber nichts, was man mal eben lässig in den fünften Stock schleppt. Wer täglich beide Akkus aus dem Roller nehmen muss, sollte das vorher realistisch einschätzen.
Bei der Reichweite wird es ebenfalls interessant. NIU Deutschland nennt für den NQiX 300 MY26 aktuell 100 bis 110 km. Die internationale NIU-Seite spricht von bis zu 120 km, und andere Datenblätter nennen ebenfalls bis zu 120 km nach WMTC.
Meine Erfahrung mit Elektrorollern: Solche Werte sind erreichbar, aber nicht immer im harten Alltag. Wer schwerer ist, viel Vollgas fährt, zu zweit unterwegs ist, kalte Temperaturen hat oder bergige Strecken fährt, wird weniger schaffen. Realistisch würde ich den NQiX 300 im Alltag eher als Roller für 70 bis 100 km nutzbare Pendelreichweite einordnen – abhängig von Fahrweise und Bedingungen.
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Leistung, Beschleunigung und Fahrgefühl: Wie viel Punch darf man erwarten?
Der NQiX 300 ist kein Elektromotorrad, aber er ist deutlich kräftiger als viele einfache 45-km/h-Roller. Die offiziellen Daten für MY26 nennen 4.000 W Dauerleistung und 4.100 W maximale Leistung, während andere Quellen 5.000 W Dauerleistung und 5.500 W Spitzenleistung angeben.
Was heißt das praktisch?
Für den normalen Stadtverkehr sollte der NIU NQiX 300 ausreichend kräftig sein. Der Sprint von der Ampel dürfte souverän wirken, vor allem weil Elektromotoren ihr Drehmoment direkt liefern. NIU nennt für das MY26-Modell eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h in 3,65 Sekunden. Das ist für einen urbanen Elektroroller ein wirklich ordentlicher Wert.
Ich würde aber nicht erwarten, dass der NQiX 300 dauerhaft wie ein großes E-Motorrad anschiebt. Dafür ist er nicht gedacht. Seine Stärke liegt eher in der Mischung aus Wendigkeit, Alltagstauglichkeit und genug Reserven für den Stadt- und Stadtrandverkehr.
Für mich ist das genau der Sweet Spot vieler moderner Elektroroller: nicht zu schwer, nicht zu teuer, nicht völlig übermotorisiert, aber stark genug, um im Alltag nicht zu nerven.
Sicherheit: ABS oder CBS? Hier muss man genau hinschauen
Ein kritischer Punkt beim NIU NQiX 300 ist das Bremssystem. Und ja, hier muss man wirklich aufpassen, weil unterschiedliche Daten im Umlauf sind.
NIU Deutschland führt den NQiX 300 MY26 mit ABS und TCS auf. Auch der NIU-eigene NQiX-Guide beschreibt für die 2026er-Version des NQiX 300 den Schritt von CBS auf ABS mit TCS als relevante Sicherheitsverbesserung.
Andere Datenblätter nennen dagegen hydraulische CBS-Scheibenbremsen und ausdrücklich kein ABS.
Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte in diesem ganzen Artikel. Bei einem 80-km/h-Roller ist ABS kein Luxus. Es ist ein echter Sicherheitsgewinn. Gerade bei Nässe, Schreckbremsungen oder glatten Fahrbahnmarkierungen kann ABS den entscheidenden Unterschied machen.
TCS, also Traktionskontrolle, ist ebenfalls sinnvoll. Ein E-Antrieb liefert Drehmoment sofort. Wenn der Untergrund rutschig ist, kann ein Hinterrad schneller durchdrehen, als man denkt. TCS hilft, das kontrollierbarer zu machen.
Mein Rat: Wenn du den NIU NQiX 300 kaufen willst, dann frage beim Händler ganz konkret: Hat dieses konkrete Fahrzeug ABS? Nicht allgemein, nicht im Prospekt, sondern genau dein Modell, dein Baujahr, deine Ausführung.
Komfort und Sitzposition: Zwei Personen sind möglich, aber wie bequem?
Der NIU NQiX 300 ist für zwei Personen ausgelegt. Das klingt erst einmal selbstverständlich, ist es bei Elektrorollern aber nicht immer. Viele Modelle haben zwar formal zwei Sitzplätze, fühlen sich im echten Soziusbetrieb aber schnell eng an.
Beim NQiX 300 wird eine Sitzhöhe von etwa 810 mm genannt. Die Sitzlänge liegt laut Datenblatt bei etwa 710 mm. NIU beschreibt die NQiX-Serie zudem mit längerer Sitzbank gegenüber der alten NQi-GTS-Basis.
Für kleinere Fahrerinnen und Fahrer können 810 mm Sitzhöhe schon ein Thema sein. Für größere Menschen ist das dagegen meistens angenehm. Ich selbst achte bei Rollern immer stark darauf, ob Knie, Lenker und Trittbrett harmonieren. Ein Roller kann technisch noch so gut sein – wenn du dich darauf zusammenfaltest wie auf einem Kinderfahrzeug, macht er auf Dauer keinen Spaß.
Mit 14-Zoll-Reifen vorne und hinten wirkt der NIU NQiX 300 ebenfalls erwachsener als kleine Stadtroller mit winzigen Rädern. Vorne kommt laut NIU 90/90-14 zum Einsatz, hinten 110/80-14. Das ist für Fahrstabilität, Komfort und Vertrauen im Alltag durchaus positiv.
Smart Features: NIU bleibt NIU
Die digitale Ausstattung ist eine der Stärken von NIU. Beim NQiX 300 gehören je nach Version Smart Unlock, App-Anbindung, Fahrerstatistiken, Fahrmoduseinstellung, GPS-Lokalisierung, Diebstahlbenachrichtigung und OTA-Updates zum Paket. Die NIU Link Crown soll Bedienung per Daumen ermöglichen – etwa für Einstellungen, Routenfunktionen oder Anrufe.
Das ist cool, aber ich bin bei solchen Features immer zweigeteilt.
Auf der einen Seite liebe ich smarte Funktionen, wenn sie wirklich funktionieren. GPS-Ortung, Diebstahlwarnung, App-Statistiken und digitale Schlüssel können den Alltag deutlich angenehmer machen. Gerade bei einem Roller, der draußen steht, ist ein guter Diebstahlschutz kein Marketing-Gag, sondern wichtig.
Auf der anderen Seite darf ein Roller nicht davon abhängig sein, dass die App immer perfekt läuft. Software muss stabil sein. Updates dürfen nicht nerven. Und grundlegende Funktionen wie Starten, Fahren, Laden und Abschließen müssen auch ohne App-Frust funktionieren.
NIU hat hier mehr Erfahrung als viele andere Anbieter. Trotzdem würde ich beim Kauf darauf achten, welche App-Funktionen dauerhaft kostenlos sind und welche nur zeitlich begrenzt inklusive sind. In deinen Daten steht beispielsweise, dass die Smart App für 3 Jahre inklusive ist. Das sollte man vor dem Kauf prüfen, denn laufende Kosten können die Langzeitrechnung verändern.
Laden im Alltag: 3 Stunden pro Akku, 6 Stunden für beide
Die Ladezeit wird in den Daten mit 3 Stunden pro Akku oder 6 Stunden für beide Akkus angegeben. Das ist solide. Nicht sensationell, aber alltagstauglich.
Wenn du nachts lädst, ist das völlig unproblematisch. Wenn du tagsüber schnell nachladen willst, kann es je nach Nutzung ausreichen. Besonders praktisch ist, dass die Akkus einzeln geladen werden können. So kannst du theoretisch einen Akku laden, während der andere im Fahrzeug bleibt – oder beide gleichzeitig laden, wenn die Ladeinfrastruktur das hergibt.
Die große Frage ist aber: Wie oft musst du überhaupt laden?
Bei einer realistischen Alltagsreichweite von vielleicht 70 bis 100 km reicht das für viele Pendler mehrere Tage. Wer täglich 20 km fährt, kommt locker durch die Woche oder lädt ein- bis zweimal. Wer täglich 60 km fährt, wird häufiger an die Steckdose müssen.
Wichtig ist auch die Frage, wo du lädst. Wer ebenerdig wohnt oder eine Garage hat, wird mit dem NQiX 300 vermutlich deutlich glücklicher als jemand, der täglich zwei schwere Akkus durch ein Treppenhaus tragen muss.
Preis-Leistung: Sind 3.599 Euro fair?
NIU Deutschland nennt für den NQiX 300 MY26 einen Einstiegspreis ab 3.599 Euro.
Für einen 80-km/h-Elektroroller mit zwei herausnehmbaren Akkus, App-Anbindung, TCS, moderner Optik und je nach Version ABS ist das aus meiner Sicht grundsätzlich interessant. Nicht billig, aber auch nicht absurd.
Man muss den Preis im richtigen Segment betrachten. Ein 45-km/h-Roller für 1.800 bis 2.500 Euro ist nicht der direkte Gegner. Der NQiX 300 spielt in der 125er-nahen Klasse. Dort sind Reichweite, Bremsen, Fahrwerk, Leistung und Zulassung deutlich relevanter.
Die entscheidende Frage lautet also nicht: Ist der NIU NQiX 300 günstiger als ein einfacher E-Roller?
Die bessere Frage lautet: Bietet er genug Mehrwert gegenüber günstigen 45-km/h-Modellen und genug Alltagstauglichkeit gegenüber stärkeren, teureren E-Rollern?
Meine vorläufige Einschätzung: Ja, wenn du genau diese 80-km/h-Klasse suchst. Wer nur kurze Stadtstrecken fährt, braucht ihn vermutlich nicht. Wer aber regelmäßig Pendelwege fährt und nicht ständig von Autos bedrängt werden will, wird die zusätzliche Geschwindigkeit sehr schnell zu schätzen wissen.
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Für wen ist der NIU NQiX 300 geeignet?
Der NIU NQiX 300 passt aus meiner Sicht besonders gut zu Menschen, die einen echten Pendlerroller suchen. Also nicht nur ein Fahrzeug für 3 km zum Bäcker, sondern ein Roller für Alltag, Arbeit, Termine, Stadtverkehr und gelegentliche Überlandabschnitte.
Er ist interessant für Fahrerinnen und Fahrer, denen 45 km/h zu langsam geworden sind. Für Leute, die schon einen Führerschein der passenden Klasse haben. Für alle, die zu Hause oder im Büro laden können. Und für Menschen, die smarte Technik mögen, ohne direkt in ein deutlich teureres E-Motorrad einzusteigen.
Nicht ideal ist er für Käufer, die maximale Einfachheit suchen. Wer keinerlei App, keine digitalen Funktionen und möglichst wenig Technik will, findet vielleicht klassischere Alternativen. Auch wer keinen passenden Führerschein hat oder täglich Akkus viele Etagen hochtragen muss, sollte genau überlegen.
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NQiX 300 oder NQiX 500: Muss es direkt der Größere sein?
Viele werden sich fragen: Wenn schon NIU NQiX, warum dann nicht gleich der NQiX 500?
Der NQiX 500 ist stärker, schneller und positioniert sich klar oberhalb des NQiX 300. NIU führt den NQiX 500 MY26 mit 100 km/h Höchstgeschwindigkeit, bis zu 9.900 W maximaler Leistung und je nach Akku-Konfiguration höherem Preis.
Aber stärker ist nicht automatisch besser. Der NQiX 300 ist günstiger, vermutlich für viele Pendelstrecken ausreichend und weniger extrem positioniert. 80 km/h reichen für viele Alltagsprofile völlig aus. Wer keine längeren Schnellstraßen fährt, braucht nicht zwingend 100 km/h.
Der NQiX 500 ist spannender für Leute, die mehr Reserven wollen. Der NQiX 300 ist spannender für Leute, die einen vernünftigen Einstieg in die 80-km/h-Klasse suchen.
Für mich ist der NQiX 300 deshalb fast das rationalere Modell. Nicht das spektakulärste, aber möglicherweise das sinnvollere.
Kritische Punkte vor dem Kauf
So positiv der NIU NQiX 300 auf dem Papier wirkt, ich würde vor dem Kauf ein paar Dinge wirklich prüfen.
Erstens: Hat dein konkretes Modell ABS? Nicht jede Datenquelle ist hier eindeutig. Beim MY26 spricht vieles für ABS, ältere oder abweichende Angaben nennen CBS. Das ist ein Pflichtcheck.
Zweitens: Welche Reichweite ist für deine Strecke realistisch? Verlasse dich nicht blind auf 120 km. Rechne konservativer, besonders im Winter.
Drittens: Wie schwer sind die Akkus im Alltag für dich? Zwei Akkus sind super, aber nur, wenn du sie auch bequem laden kannst.
Viertens: Welche App-Funktionen sind dauerhaft inklusive? Smarte Features sind nur dann ein Vorteil, wenn sie nicht später zur Kostenfalle oder zum Ärgernis werden.
Fünftens: Passt die Führerscheinklasse? Der NQiX 300 ist kein 45-km/h-Moped. Das ist ein schnellerer Elektroroller, und der braucht die passende Fahrerlaubnis.
Sechstens: Gibt es einen NIU-Händler in deiner Nähe? Elektromobilität lebt nicht nur vom Kaufpreis, sondern auch von Service, Ersatzteilen und Garantieabwicklung.
Gerade der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Ein guter Händler ist Gold wert. Ein günstiger Kauf ohne vernünftige Betreuung kann später teuer werden.
Mein vorläufiges Fazit zum NIU NQiX 300
Der NIU NQiX 300 ist für mich einer der interessanteren Elektroroller in der 80-km/h-Klasse. Er trifft einen Bereich, der im deutschen Markt immer wichtiger wird: schneller als 45 km/h, aber noch nicht so teuer und schwer wie viele große E-Motorräder.
Die Kombination aus zwei herausnehmbaren Akkus, 80 km/h Höchstgeschwindigkeit, smarter App-Anbindung, TCS, moderner Bedienung und je nach MY26-Ausstattung ABS macht ihn auf dem Papier sehr attraktiv. Besonders Pendlerinnen und Pendler könnten hier ein Fahrzeug finden, das im Alltag mehr Sicherheit und Gelassenheit bietet als ein langsamer 45er.
Trotzdem bleibt meine Einschätzung bewusst kritisch. Die widersprüchlichen Daten zu Leistung, Reichweite und Bremssystem zeigen, dass man beim Kauf genau hinschauen muss. Ich mag NIU als Marke, weil sie Elektromobilität früh ernst genommen haben. Aber auch bei NIU gilt: Nicht blind kaufen, sondern Daten prüfen, Probefahrt machen und das konkrete Modelljahr vergleichen.
Wenn der NQiX 300 so kommt, wie NIU ihn für MY26 beschreibt – mit ABS, TCS, solider Reichweite und fairem Preis ab 3.599 Euro –, dann ist das ein richtig spannender Elektroroller für 2026.
Er ist kein Spielzeug. Er ist kein billiger Stadtflitzer. Er ist ein ernsthafter Pendlerroller für Menschen, die elektrisch fahren wollen, aber keine Lust mehr haben, mit 45 km/h am rechten Rand herumgeschoben zu werden.
Und genau deshalb sollte man den NIU NQiX 300 auf dem Schirm haben.
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Häufige Fragen zum NIU NQiX 300
Wie schnell fährt der NIU NQiX 300?
Der NIU NQiX 300 erreicht laut aktuellen Angaben bis zu 80 km/h. Damit gehört er nicht mehr zur klassischen 45-km/h-Klasse, sondern ist ein schnellerer Elektroroller der L3e-Kategorie.
Welche Reichweite hat der NIU NQiX 300?
Je nach Quelle werden etwa 100 bis 120 km genannt. NIU Deutschland führt für MY26 aktuell 100 bis 110 km auf, andere Angaben sprechen von bis zu 120 km. Im Alltag sollte man je nach Fahrweise, Temperatur und Gewicht konservativer rechnen.
Hat der NIU NQiX 300 herausnehmbare Akkus?
Ja, der Roller nutzt zwei herausnehmbare Lithium-Ionen-Akkus mit 72 V und 28 Ah. Das ist besonders praktisch, wenn man keine feste Steckdose am Stellplatz hat.
Hat der NIU NQiX 300 ABS?
Für das MY26-Modell nennt NIU Deutschland ABS und TCS. Einige ältere oder andere Datenblätter sprechen jedoch von CBS ohne ABS. Vor dem Kauf sollte man das konkrete Modell unbedingt prüfen.
Welchen Führerschein braucht man für den NIU NQiX 300?
Da der Roller bis zu 80 km/h fährt, reicht ein normaler AM-Führerschein nicht aus. In Deutschland kommen je nach persönlicher Situation A1, A2, A, B196 oder alte Führerscheinregelungen infrage. Das sollte vor dem Kauf individuell geprüft werden.
Für wen lohnt sich der NIU NQiX 300?
Der Roller lohnt sich vor allem für Pendlerinnen und Pendler, die elektrisch fahren möchten, aber mehr Tempo und Reserven als bei einem 45-km/h-Roller brauchen.

