SO4 PRO MAX2 vorgestellt: SoFlow setzt 2026 auf mehr Power, Wechselakku und Komfort
Der neue SO4 PRO MAX2 ist genau der E-Scooter, bei dem ich erstmal sitzen bleibe und die technischen Daten zweimal lese. Nicht, weil 2026 plötzlich jeder Scooter automatisch spannend ist. Sondern weil SoFlow hier ziemlich gezielt an den Punkten schraubt, die im Alltag wirklich zählen: mehr Reichweite, mehr Drehmoment, mehr Komfort, mehr Zuladung, bessere Sichtbarkeit und smarte Ortung über Apple Find My und Android Find Hub.
Auf dem Papier klingt der SO4 PRO MAX2 nach einem ziemlich erwachsenen E-Scooter: 1300 Watt maximale Motorleistung, 50 Nm Drehmoment, bis zu 75 km Reichweite, 48 Volt System, 576 Wh Akku, Doppelfederung vorne und hinten, Scheibenbremsen vorne und hinten, 10 Zoll Tubeless-Reifen, IP65-Schutz, Blinker, 60 Lux Licht, App-Anbindung und eine maximale Tragkraft von 150 kg.
Der Preis liegt bei 799 Euro.
Ich bin Marcel Hutfilz von Scooterhelden und beschäftige mich seit über 11 Jahren mit E-Scootern, E-Rollern, E-Bikes und Elektromobilität. Und genau deshalb sage ich direkt: Das Datenblatt des SO4 PRO MAX2 liest sich stark. Aber stark lesen und stark fahren sind zwei verschiedene Dinge. Ein E-Scooter muss im Alltag überzeugen – nicht nur im Shoptext.
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Was ist der SO4 PRO MAX2?
Der SO4 PRO MAX2 ist ein neuer E-Scooter für 2026 und positioniert sich deutlich oberhalb der ganz leichten City-Scooter. Während Modelle wie der SO ONE PRO 3 eher auf geringes Gewicht, smarte Features und Alltagstauglichkeit setzen, geht der SO4 PRO MAX2 eine Stufe weiter.
Hier steht nicht nur „leicht und vernetzt“ im Vordergrund, sondern eher: mehr Kraft, mehr Reichweite, mehr Kontrolle und mehr Komfort.
Der SO4 PRO MAX2 bringt laut den vorliegenden technischen Daten einen 48-Volt-Getriebemotor mit 500 Watt Nennleistung und bis zu 1300 Watt Peak-Leistung. Dazu kommen 50 Nm Drehmoment. Gerade dieses Drehmoment ist spannend, weil es im echten Alltag oft wichtiger ist als die reine Wattzahl. Ein Scooter, der kräftig aus dem Stand zieht und Steigungen stabil hält, fühlt sich einfach souveräner an.
Dazu kommt die Doppelfederung vorne und hinten. Das ist ein großer Unterschied zu vielen leichten City-Scootern ohne Fahrwerk. Wer täglich schlechte Radwege, Kopfsteinpflaster, abgesenkte Bordsteine oder grobe Straßenbeläge fährt, weiß: Federung ist kein Luxus. Federung entscheidet darüber, ob ein Scooter Spaß macht oder nach 20 Minuten nervt.
Der SO4 PRO MAX2 will also nicht der leichteste E-Scooter sein. Er will der stärkere, komfortablere und belastbarere Alltags-Scooter sein.
Design und erster Eindruck: kräftiger, aber nicht übertrieben
Optisch bleibt SoFlow auch beim SO4 PRO MAX2 eher auf der urbanen, modernen Linie. Der Scooter soll nicht aussehen wie ein Offroad-Monster, sondern wie ein sauber entwickeltes Stadtfahrzeug. Das ist grundsätzlich positiv. Viele E-Scooter übertreiben inzwischen mit aggressiver Optik, riesigen Anbauteilen und einem Look, der im Alltag fast schon zu viel ist.
Der SO4 PRO MAX2 wirkt dagegen erwachsener. Er kommt in Black / Original, ist klappbar und setzt laut Beschreibung auf Swiss Engineering. SoFlow betont Schweizer Entwicklung, Präzision und urbanes Design. Das klingt natürlich erstmal nach Marketing, aber der Ansatz passt zur Marke.
Wichtiger als der Begriff „Swiss Engineering“ ist am Ende aber die Frage: Wie stabil ist der Klappmechanismus? Wie sauber ist die Kabelführung? Wie verwindungssteif ist der Rahmen? Wie gut halten Schutzbleche, Lenker, Display und Bremshebel im Alltag?
Genau an diesen Punkten merkt man bei E-Scootern oft erst nach Wochen, ob ein Modell nur gut aussieht oder wirklich gut gebaut ist. Trotzdem: Die technische Grundausstattung des SO4 PRO MAX2 zeigt, dass SoFlow hier kein billiges Minimalmodell bauen wollte.
Motor und Antrieb: 1300 Watt Peak und 50 Nm Drehmoment
Beim Antrieb wird der SO4 PRO MAX2 richtig interessant. Der sogenannte SoFlow InfinityTorque Getriebemotor liefert laut Datenblatt 500 Watt nominal und bis zu 1300 Watt maximal. Dazu kommen 50 Nm Drehmoment.
Das ist für einen straßenzugelassenen E-Scooter in Deutschland ein sehr kräftiger Wert, sofern die konkrete Version die nötige Zulassung besitzt. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 22 km/h. Das passt zu deutschen E-Scooter-Modellen, wobei Käufer immer prüfen sollten, ob die jeweilige Version wirklich mit den nötigen Papieren beziehungsweise ABE ausgeliefert wird.
Der Getriebemotor ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Punkte. Im Vergleich zu klassischen Radnabenmotoren ohne Getriebe kann ein Getriebemotor beim Anfahren und an Steigungen besonders effizient arbeiten. Gerade schwerere Fahrer, häufige Stopps, Ampelstarts und bergige Strecken profitieren davon.
Die Herstellerangabe von bis zu 33 Prozent Steigung klingt extrem selbstbewusst. Ich würde diesen Wert aber nicht blind als Alltagsgarantie verstehen. Solche Steigungsangaben hängen stark von Fahrergewicht, Akkustand, Temperatur, Reifendruck und Untergrund ab. Ein leichter Fahrer bei vollem Akku auf trockenem Asphalt ist etwas anderes als ein 110-kg-Fahrer bei 8 Grad, Gegenwind und halbleerem Akku.
Trotzdem zeigt der Wert: Der SO4 PRO MAX2 ist nicht als schwacher Stadtroller gedacht. 50 Nm Drehmoment und 1300 Watt Peak sind eine klare Ansage.
Reichweite: Bis zu 75 km mit 576 Wh Akku
Die maximale Reichweite wird mit bis zu 75 km angegeben. Der Akku hat 48 Volt, 12 Ah und 576 Wh. Das ist ordentlich, aber man muss es ehrlich einordnen.
576 Wh sind mehr als bei vielen klassischen City-Scootern. Gleichzeitig ist der SO4 PRO MAX2 mit 24 kg auch deutlich schwerer als ein leichter 16-kg-Scooter. Mehr Komfort, mehr Federung, mehr Stabilität und mehr Zuladung kosten eben Gewicht. Und Gewicht kostet Energie.
Die 75 km sind daher ein Maximalwert. In der Realität werden viele Fahrer je nach Bedingungen eher darunter liegen. Wer leicht ist, viel im Eco-Modus fährt, guten Reifendruck hat und auf flachen Strecken unterwegs ist, kann sehr gute Werte erreichen. Wer schwerer ist, oft beschleunigt, viele Steigungen fährt oder im Winter unterwegs ist, muss mit deutlich weniger rechnen.
Ich würde den SO4 PRO MAX2 realistisch eher als Scooter sehen, der im Alltag für viele Fahrer zwischen etwa 45 und 65 km schaffen dürfte. Das ist natürlich keine offizielle Messung, sondern eine praktische Einordnung aus Erfahrung mit E-Scootern in dieser Akkuklasse.
Der wichtige Punkt ist: Mit 576 Wh hat man genug Reserve für Pendelstrecken, längere Stadtfahrten und mehrere Tage Kurzstrecke. Wer jeden Tag 5 bis 15 km fährt, wird nicht ständig an die Steckdose müssen. Wer täglich 30 bis 40 km pendelt, sollte natürlich genauer planen.
Die Ladezeit liegt bei 6 bis 7 Stunden. Das ist für einen Akku dieser Größe vernünftig. Über Nacht laden passt perfekt. Schnellladen ist das aber nicht.
Wechselakku: Ein echtes Argument im Alltag
Ein spannender Punkt beim SO4 PRO MAX2 ist der Wechselakku. Das kann im Alltag ein riesiger Vorteil sein, wenn es gut umgesetzt ist.
Warum? Ganz einfach: Viele E-Scooter müssen komplett in die Nähe einer Steckdose gebracht werden. Wer im Erdgeschoss wohnt oder eine Garage mit Strom hat, hat kein Problem. Wer im dritten Stock wohnt, einen engen Keller hat oder im Büro nicht den ganzen Scooter laden möchte, kennt die Realität: Laden kann nerven.
Ein Wechselakku macht das deutlich praktischer. Man kann den Akku entnehmen und separat laden. Das ist besonders für Pendler, Wohnungsnutzer und Leute ohne eigene Garage interessant.
Aber auch hier muss man genauer hinschauen. Ein Wechselakku ist nur dann wirklich gut, wenn er leicht entnehmbar, sicher verriegelt, sauber abgedichtet und langfristig stabil ist. Bei einem IP65-Scooter ist besonders wichtig, dass der Akkuschacht gut gegen Wasser und Schmutz geschützt bleibt.
Außerdem stellt sich die Frage, ob Ersatzakkus verfügbar sind und was sie kosten. Ein Wechselakku ist nur dann ein echter Vorteil, wenn man ihn im Zweifel auch nachkaufen kann. Sonst bleibt es ein nettes Feature auf dem Papier.
Trotzdem: Grundsätzlich ist der Wechselakku beim SO4 PRO MAX2 ein sehr starkes Alltagsargument.
Federung: Der große Unterschied zum leichten City-Scooter
Der SO4 PRO MAX2 hat vorne eine Doppelfederung und hinten ebenfalls eine Doppelfederung. Laut Beschreibung wurde der Federweg vorne um 15 Prozent verbessert, hinten arbeitet eine doppelte Zylinderfederung.
Das ist für mich einer der entscheidenden Punkte bei diesem Modell. Denn Komfort ist bei E-Scootern oft der Unterschied zwischen „nutze ich täglich“ und „steht nach drei Wochen in der Ecke“.
Ungefederte Scooter können auf glattem Asphalt völlig okay sein. Aber Deutschland besteht nicht nur aus perfekten Radwegen. Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher, Wurzelaufbrüche, Kanaldeckel, Baustellen und abgesenkte Bordsteine gehören zur Realität. Eine gute Federung entlastet Hände, Knie, Rücken und Material.
Der SO4 PRO MAX2 scheint genau hier ansetzen zu wollen. Er ist kein ultraleichter Pendler-Scooter, sondern ein komfortablerer Alltagsroller für Fahrer, die auch längere Strecken entspannter fahren möchten.
Natürlich bleibt die Frage, wie gut die Federung abgestimmt ist. Zu weich ist schwammig. Zu hart bringt wenig. Eine Federung muss nicht nur vorhanden sein, sie muss auch zum Gewicht des Fahrers, zur Geschwindigkeit und zur Reifenwahl passen.
Aber auf dem Papier ist klar: Gegenüber vielen einfachen City-Scootern hat der SO4 PRO MAX2 hier einen echten Vorteil.
Gewicht: 24 kg sind ehrlich betrachtet eine Ansage
Jetzt kommt der Punkt, den man nicht schönreden sollte: Der SO4 PRO MAX2 wiegt 24 kg.
Das ist nicht absurd schwer, aber es ist auch nicht leicht. Wer den Scooter täglich mehrere Etagen tragen muss, sollte sich das gut überlegen. 24 kg fühlen sich im Alltag deutlich anders an als 16 kg. Einmal kurz anheben geht. Jeden Tag mehrfach Treppen tragen kann nerven.
Dafür bekommt man aber mehr Akku, mehr Federung, mehr Stabilität, mehr Tragkraft und mehr Ausstattung. Genau das ist der typische Kompromiss bei E-Scootern: leicht oder komfortabel, kompakt oder langstreckentauglich, minimalistisch oder voll ausgestattet.
Der SO4 PRO MAX2 ist aus meiner Sicht eher ein Scooter für Menschen, die ihn nicht ständig tragen müssen. Ideal ist er für Garage, Keller mit Rampe, Aufzug, Bürostellplatz, Erdgeschoss oder Nutzer, die zwar mal heben müssen, aber nicht täglich drei Stockwerke.
Wenn du einen E-Scooter suchst, den du ständig in die Bahn trägst, im Kofferraum verstaust und regelmäßig über Treppen schleppst, ist ein leichteres Modell sinnvoller. Wenn du aber Komfort, Reichweite und Kraft willst, sind 24 kg noch im vertretbaren Bereich.
Bremsen: Scheibenbremsen vorne und hinten
Der SO4 PRO MAX2 setzt auf Scheibenbremsen vorne und hinten. Das ist für einen Scooter mit 24 kg Gewicht, 150 kg Tragkraft und kräftigem Motor eine sinnvolle Entscheidung.
Wichtig ist allerdings: Im Datenblatt steht Scheibenbremse, nicht zwingend hydraulische Scheibenbremse. Das sollte man nicht vermischen. Mechanische Scheibenbremsen können gut funktionieren, brauchen aber oft etwas mehr Pflege und gelegentliche Nachjustierung. Hydraulische Bremsen sind meist angenehmer in der Dosierung, aber auch teurer.
Für die Zielgruppe des SO4 PRO MAX2 ist eine kräftige Bremsanlage wichtig. Mehr Gewicht, mehr Zuladung und längere Strecken bedeuten mehr Verantwortung beim Bremsen. Gerade bei Nässe, bergab oder mit schwerem Fahrer muss ein Scooter kontrollierbar verzögern.
Die Kombination aus Scheibenbremsen vorne und hinten, elektronischer Steuerung, Tubeless-Reifen und guter Gewichtsverteilung kann im Alltag sehr gut funktionieren. Entscheidend ist aber die Abstimmung. Eine Bremse darf nicht nur stark sein. Sie muss dosierbar sein.
Reifen: 10 x 2,5 Zoll Tubeless mit Reflektorstreifen
Die 10 x 2,5 Zoll Tubeless-Luftreifen sind ein sehr wichtiger Teil des Gesamtpakets. Tubeless-Reifen haben gegenüber klassischen Schlauchreifen mehrere Vorteile. Sie sind weniger anfällig für typische Schlauchplatzer, können kleine Durchstiche besser wegstecken und bieten in der Regel ein stabileres Fahrgefühl.
Die Breite von 2,5 Zoll ist für einen City- und Pendler-Scooter eine gute Wahl. Nicht zu schmal, nicht zu träge. Zusammen mit der Federung sollte der SO4 PRO MAX2 damit deutlich komfortabler fahren als viele starre Scooter mit kleineren Reifen.
Besonders interessant sind die patentierten Reflektor-Streifen-Pneus. Sichtbarkeit wird bei E-Scootern immer wichtiger. Viele Fahrer unterschätzen, wie schlecht sie bei Dunkelheit oder Regen seitlich wahrgenommen werden. Ein reflektierender Reifenstreifen kann genau dort helfen, wo klassische Front- und Rücklichter nicht reichen.
Das ist kein Ersatz für defensive Fahrweise, helle Kleidung und gutes Licht. Aber es ist ein sinnvolles Sicherheitsdetail.
Licht und Blinker: Sichtbarkeit wird endlich ernst genommen
Beim Licht bietet der SO4 PRO MAX2 laut Angaben ein 60-Lux-Frontlicht, Bremslicht und Blinker. Besonders spannend ist das 4-fache Blinkersystem vorne und hinten.
Das ist ein großer Pluspunkt. Handzeichen auf dem E-Scooter sind in der Theorie schön, in der Praxis aber oft problematisch. Wer mit einer Hand vom Lenker fährt, verliert Stabilität. Gerade bei schlechten Wegen, Nässe oder beim Abbiegen über Schienen, Kanten oder Unebenheiten kann das gefährlich werden.
Blinker am Scooter sind deshalb kein Spielzeug, sondern ein echtes Sicherheitsfeature. Wichtig ist, dass sie hell genug sind, gut positioniert wurden und auch tagsüber sichtbar bleiben.
Das 60-Lux-Licht ist ebenfalls ordentlich. Entscheidend ist aber auch hier die Lichtverteilung. Ein helles Licht bringt wenig, wenn es nur einen kleinen Fleck direkt vor dem Vorderrad beleuchtet oder andere blendet. Gute Ausleuchtung bedeutet: vorausschauend fahren können, ohne Gegenverkehr zu nerven.
Insgesamt wirkt das Sicherheitspaket des SO4 PRO MAX2 stark. Blinker vorne und hinten, Bremslicht, Reflektorstreifen und ordentliches Frontlicht sind genau die Features, die moderne E-Scooter heute haben sollten.
Connectivity: Apple Find My, Android Find Hub und SoFlow App
SoFlow setzt beim SO4 PRO MAX2 stark auf Vernetzung. Apple Find My, Android Find Hub, SoFlow App und App Lock sind an Bord.
Das ist im Alltag praktisch. Apple Find My ist besonders für iPhone-Nutzer spannend, weil der Scooter über die „Wo ist?“-Infrastruktur auffindbar sein kann. Android Find Hub spricht Android-Nutzer an. Dass beide Welten unterstützt werden, ist wichtig und macht den Scooter deutlich breiter nutzbar.
Aber ich sage es wie immer: Ortung ersetzt kein gutes Schloss.
Ein App Lock ist nett. Eine Standortfunktion ist beruhigend. Aber ein E-Scooter für 799 Euro gehört trotzdem ordentlich angeschlossen. Am besten mit einem vernünftigen Schloss an einem festen Gegenstand. Gerade in Großstädten sollte man sich nicht auf Software verlassen.
Die SoFlow App soll Fahrmodi, Statistiken und Firmware-Updates ermöglichen. Das kann richtig gut sein, wenn der Hersteller die App langfristig pflegt. Updates können Fahrverhalten, Energieverwaltung und Funktionen verbessern. Sie können aber auch nerven, wenn Bugs auftauchen oder Funktionen unnötig kompliziert werden.
Ich sehe App-Anbindung deshalb positiv, aber nicht unkritisch. Ein Scooter muss auch ohne App ein gutes Fahrzeug sein. Die App sollte verbessern, nicht retten.
IP65: Mehr Schutz für Alltag und Regen
Der SO4 PRO MAX2 ist mit IP65 angegeben. Das ist besser als einfaches Spritzwasserniveau und für den Alltag ein gutes Signal.
IP65 bedeutet Schutz gegen Staub und Strahlwasser. Für einen E-Scooter heißt das: Regen, nasse Straßen und Spritzwasser sollten besser verkraftet werden als bei schwächer geschützten Modellen. Gerade wer täglich pendelt, kann sich das Wetter nicht immer aussuchen.
Aber auch hier gilt: IP65 ist kein Freifahrtschein. Kein Hochdruckreiniger. Keine tiefen Wasserlachen. Kein dauerhaftes Abstellen im Starkregen, wenn es sich vermeiden lässt. Und nach Regenfahrten sollte man Ladeport, Akkubereich und Steckverbindungen im Blick behalten.
Besonders beim Wechselakku ist Abdichtung wichtig. Wenn der Akku entnommen werden kann, muss der Mechanismus sauber konstruiert sein. Da darf kein Wasser in empfindliche Bereiche gelangen. Genau das wäre ein Punkt, den ich mir in einem echten Test sehr genau anschauen würde.
Technische Daten des SO4 PRO MAX2
| Merkmal | SO4 PRO MAX2 |
|---|---|
| Modelljahr | 2026 |
| Preis | 799 Euro inkl. MwSt. |
| Max. Geschwindigkeit | 22 km/h |
| Reichweite max. | bis zu 75 km |
| Akku | 48 V / 12 Ah / 576 Wh |
| Akku-Konzept | Wechselakku |
| Ladezeit | 6 bis 7 Stunden |
| Motor | 48 V Gear Motor |
| Motorleistung nominal | 500 W |
| Motorleistung maximal | 1300 W |
| Drehmoment maximal | 50 Nm |
| Max. Steigung | 33 % / 18° |
| Gewicht | 24 kg |
| Max. Tragkraft | 150 kg |
| Federung vorne | Doppelfederung |
| Federung hinten | Doppelfederung |
| Bremse vorne | Scheibenbremse |
| Bremse hinten | Scheibenbremse |
| Reifen | 10 x 2,5 Zoll Tubeless Luftreifen |
| Licht | LED-Frontlicht, Bremslicht, Blinker |
| Connectivity | Android Find Hub, Apple Find My, SoFlow App |
| Display | LED Smart Display |
| Schutzart | IP65 |
| Klappbar | Ja |
| Farbe | Black / Original |
| Lieferumfang | Scooter, Ladegerät, Werkzeug, Bedienungsanleitung |
SO4 PRO MAX2 vs. SO ONE PRO 3: Welcher passt besser?
Der Vergleich liegt nahe, weil beide Modelle aus dem SoFlow-Umfeld kommen und beide moderne Connectivity-Features bieten. Trotzdem sprechen sie unterschiedliche Käufer an.
Der SO ONE PRO 3 ist mit 16 kg deutlich leichter, günstiger und kompakter. Er bietet bis zu 65 km Reichweite, 480 Wh Akku, 1200 Watt Peak und 45 Nm Drehmoment. Dafür hat er keine Federung und eine einfachere Bremskombination.
Der SO4 PRO MAX2 kostet mit 799 Euro mehr, wiegt mit 24 kg deutlich mehr, bietet aber auch mehr Akku, mehr Reichweite, mehr Drehmoment, Doppelfederung vorne und hinten, Scheibenbremsen vorne und hinten, IP65 und eine höhere Tragkraft von 150 kg.
Die Entscheidung ist deshalb ziemlich klar:
Wer einen leichten Scooter für Stadt, Büro, Bahn und Wohnung sucht, schaut eher Richtung SO ONE PRO 3.
Wer mehr Komfort, mehr Stabilität, mehr Tragkraft und mehr Reichweite will, schaut Richtung SO4 PRO MAX2.
Ich persönlich finde den SO4 PRO MAX2 für Fahrer spannend, die nicht jeden Tag Treppen tragen müssen und dafür einen deutlich komfortableren Scooter wollen. Gerade größere oder schwerere Fahrer dürften die 150 kg Tragkraft, 50 Nm Drehmoment und Doppelfederung zu schätzen wissen.
Für wen ist der SO4 PRO MAX2 geeignet?
Der SO4 PRO MAX2 passt aus meiner Sicht besonders gut zu Pendlern, die regelmäßig längere Strecken fahren und nicht bei jedem kleinen Schlagloch fluchen wollen. Er passt auch zu Fahrern, die etwas mehr Gewicht auf die Waage bringen oder einfach mehr Stabilität und Reserven möchten.
Auch für Menschen, die ihren Scooter in Garage, Keller, Hausflur oder Büro laden können, ist er spannend. Durch den Wechselakku wird das Laden flexibler. Das ist ein echter Vorteil, wenn man den ganzen Scooter nicht ständig zur Steckdose tragen möchte.
Weniger geeignet ist der SO4 PRO MAX2 für Nutzer, die extrem leicht unterwegs sein wollen. 24 kg sind tragbar, aber eben nicht leicht. Wer jeden Tag viele Treppen hat oder den Scooter häufig in den Kofferraum heben muss, sollte vorher ehrlich mit sich selbst sein.
Außerdem ist er nicht die günstigste Lösung. 799 Euro sind fair für die Ausstattung, aber es gibt günstigere E-Scooter. Die Frage ist also: Brauche ich wirklich Federung, Wechselakku, 150 kg Tragkraft, 75 km Maximalreichweite und die smarte Ausstattung? Wenn ja, wird der SO4 PRO MAX2 interessant. Wenn nein, reicht vielleicht ein leichteres Modell.
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Was ich am SO4 PRO MAX2 besonders stark finde
Der erste starke Punkt ist die Kombination aus 48 Volt, 1300 Watt Peak und 50 Nm Drehmoment. Gerade bei E-Scootern ist Drehmoment wichtig, weil es um Anfahren, Steigungen und Souveränität geht. Wenn die Abstimmung gut ist, dürfte der SO4 PRO MAX2 kräftig und kontrolliert wirken.
Der zweite starke Punkt ist die Federung. Vorne und hinten Doppelfederung in Verbindung mit 10 Zoll Tubeless-Reifen ist ein sehr alltagstaugliches Paket. Genau das kann den Unterschied machen, wenn man nicht nur auf perfekten Radwegen fährt.
Der dritte Punkt ist die Tragkraft von 150 kg. Viele E-Scooter sind offiziell nur bis 100 oder 120 kg ausgelegt. Für größere Fahrer, schwerere Fahrer oder Nutzer mit Rucksack, Einkauf oder Arbeitsgepäck sind 150 kg ein wichtiges Argument.
Der vierte Punkt ist die Connectivity. Apple Find My und Android Find Hub sind zeitgemäß. Gerade weil E-Scooter gerne geklaut werden, ist eine integrierte Ortungsfunktion ein echter Mehrwert.
Der fünfte Punkt ist der Wechselakku. Wenn der gut umgesetzt ist, kann das im Alltag ein richtiges Komfortfeature sein.
Wo ich kritisch hinschauen würde
So stark der SO4 PRO MAX2 klingt, es gibt Punkte, die man nicht ignorieren sollte.
Das Gewicht von 24 kg ist der offensichtlichste Kompromiss. Wer leicht und mobil sein will, bekommt hier nicht den idealen Treppenscooter. Das sollte man vor dem Kauf ehrlich einordnen.
Die Reichweite von bis zu 75 km ist ein Maximalwert. Realistische Alltagsreichweiten werden niedriger liegen. Das ist normal, aber Käufer sollten nicht mit falschen Erwartungen starten.
Die Steigungsangabe von 33 Prozent klingt stark, muss aber in der Praxis überprüft werden. Gerade bei schweren Fahrern und halbem Akku trennt sich die Theorie von der Realität.
Bei den Bremsen würde ich prüfen, ob es sich um mechanische oder hydraulische Scheibenbremsen handelt. Das macht im Fahrgefühl und bei der Wartung einen Unterschied.
Beim Wechselakku ist wichtig, wie stabil und wasserdicht die Verriegelung ist. Ein Wechselakku ist super, aber nur, wenn die Konstruktion langfristig sauber funktioniert.
Und zuletzt: Software. App Lock, Find Hub, Find My und Firmware-Updates sind starke Features, aber sie müssen zuverlässig laufen. Ein Scooter sollte nicht davon abhängen, dass die App gerade gute Laune hat.
Wichtig für Deutschland: Zulassung und Versicherung prüfen
Der SO4 PRO MAX2 wird mit 22 km/h angegeben. Das passt grundsätzlich zu vielen deutschen E-Scooter-Modellen. Trotzdem gilt: Vor dem Kauf immer prüfen, ob die konkrete Version für Deutschland zugelassen ist.
Entscheidend sind eine gültige ABE beziehungsweise die nötigen Fahrzeugunterlagen, damit der Scooter versichert und legal im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden kann. Ohne passende Zulassung bringt auch das beste Datenblatt nichts.
Gerade bei neuen Modellen, internationalen Shops oder frühen 2026er Versionen sollte man genau hinschauen. Nicht jede Version eines Scooters ist automatisch für Deutschland geeignet. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft vor der Bestellung die Datenbestätigung, Versicherbarkeit und Kennzeichnung.
Das klingt trocken, ist aber wichtig. Ein E-Scooter ohne legale Straßenzulassung kann im Zweifel teuer werden.
Preis-Leistung: Sind 799 Euro fair?
799 Euro sind für den SO4 PRO MAX2 auf dem Papier ein ziemlich interessanter Preis. Man bekommt 576 Wh Akku, 48 Volt, 1300 Watt Peak, 50 Nm Drehmoment, Doppelfederung vorne und hinten, Scheibenbremsen vorne und hinten, 10 Zoll Tubeless-Reifen, Blinker, IP65, Wechselakku, 150 kg Tragkraft und smarte Ortung.
Das ist viel Ausstattung für unter 800 Euro.
Natürlich gibt es günstigere Scooter. Aber viele davon haben weniger Akku, weniger Komfort, keine Doppelfederung, schwächere Motoren oder keine smarte Ortung. Es gibt auch teurere Scooter, die noch mehr bieten, etwa hydraulische Bremsen, größere Akkus oder noch massivere Fahrwerke. Aber dann steigen Gewicht und Preis ebenfalls.
Der SO4 PRO MAX2 sitzt aus meiner Sicht in einer spannenden Mitte: deutlich stärker und komfortabler als einfache City-Scooter, aber noch nicht in der extrem schweren Premiumklasse.
Wenn die Verarbeitung stimmt und die reale Fahrleistung hält, was das Datenblatt verspricht, kann der SO4 PRO MAX2 ein sehr gutes Preis-Leistungs-Angebot werden.
Meine persönliche Einordnung
Ich mag E-Scooter, die nicht nur ein einzelnes großes Verkaufsargument haben, sondern als Gesamtpaket Sinn ergeben. Der SO4 PRO MAX2 wirkt genau so: nicht ultraleicht, nicht billig, nicht maximal brutal, sondern ziemlich konsequent auf Alltag, Komfort und Reichweite ausgelegt.
Für mich ist er besonders interessant für größere Fahrer, schwerere Fahrer, Pendler und Leute, die einen stabileren Scooter suchen. 150 kg Tragkraft, 50 Nm Drehmoment und Doppelfederung sind genau die Punkte, die im Alltag Vertrauen schaffen können.
Ich würde ihn aber nicht jedem empfehlen. Wer seinen Scooter ständig tragen muss, sollte vorsichtig sein. 24 kg sind eine andere Hausnummer als 16 kg. Wer nur kurze Wege fährt und perfekte Radwege hat, braucht vielleicht gar nicht so viel Ausstattung. Und wer maximale Sportlichkeit sucht, wird vermutlich in einer anderen Kategorie landen.
Aber als komfortabler, smarter, kräftiger Stadt-Scooter für 799 Euro ist der SO4 PRO MAX2 wirklich spannend.
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Fazit: Der SO4 PRO MAX2 könnte einer der spannendsten SoFlow-Scooter 2026 werden
Der SO4 PRO MAX2 bringt genau die Features mit, die viele E-Scooter-Fahrer 2026 erwarten: starke Motorleistung, gute Reichweite, smarte Ortung, Blinker, ordentliche Reifen, IP65-Schutz, Federung und Wechselakku.
Besonders stark finde ich die Kombination aus 1300 Watt Peak, 50 Nm Drehmoment, 75 km Maximalreichweite, 150 kg Tragkraft und Doppelfederung. Das klingt nach einem Scooter, der nicht nur für leichte Schönwetterfahrer gedacht ist, sondern für echte Alltagsnutzung.
Die größten Kompromisse sind das Gewicht von 24 kg, die realistisch einzuordnende Reichweite und die Frage, wie gut Federung, Wechselakku, Software und Bremsen im Langzeiteinsatz funktionieren.
Trotzdem: Für 799 Euro macht der SO4 PRO MAX2 auf dem Papier verdammt viel richtig. Er ist kein minimalistischer Leicht-Scooter, sondern ein komfortabler, kräftiger und smarter Pendler-Scooter mit ernsthaftem Alltagsanspruch.
Wenn die reale Fahrqualität zur Ausstattung passt, könnte der SO4 PRO MAX2 für viele Käuferinnen und Käufer eine richtig spannende Wahl werden.

