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    Startseite | E-Scooter News | NAVEE XT5 Ultra mit ABE: 4.400 Watt Dual-Motor-E-Scooter im Check
    E-Scooter News

    NAVEE XT5 Ultra mit ABE: 4.400 Watt Dual-Motor-E-Scooter im Check

    3. August 2026
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    Der NAVEE XT5 Ultra bietet zwei Motoren, 4.400 Watt Peak, 90 km Reichweite und eine deutsche ABE. Alle Daten und meine Einschätzung.
    Zwei Motoren und trotzdem legal: Ich erkläre Leistung, Reichweite, ABE und Schwächen des neuen NAVEE XT5 Ultra.
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    Zwei Motoren, Allradantrieb, bis zu 4.400 Watt Spitzenleistung und trotzdem eine deutsche Straßenzulassung: Der neue NAVEE XT5 Ultra bringt eine Kombination auf den Markt, die vor wenigen Jahren bei einem legalen E-Scooter kaum vorstellbar gewesen wäre.

    Ich beschäftige mich mittlerweile seit über elf Jahren mit Elektromobilität und habe in dieser Zeit viele vermeintliche Leistungsrekorde erlebt. Gerade bei E-Scootern gilt allerdings: Eine möglichst große Wattzahl auf der Verpackung bedeutet noch lange nicht, dass ein Fahrzeug am Berg tatsächlich stärker, besser abgestimmt oder schneller beschleunigt als die Konkurrenz.

    Genau deshalb lohnt sich beim NAVEE XT5 Ultra ein genauer Blick. Auf dem Papier lesen sich die Daten beeindruckend: zwei Radnabenmotoren, jeweils bis zu 2.200 Watt Spitzenleistung, ein Akku mit 899 Wh, 12-Zoll-Offroadreifen, eine aufwendige Vollfederung und eine Zuladung von bis zu 150 Kilogramm. Zum Zeitpunkt meiner Recherche am 3. August 2026 wird der E-Scooter im deutschen NAVEE-Shop für 1.199 Euro statt der regulär genannten 1.499 Euro angeboten.

    Aber ist der NAVEE XT5 Ultra damit wirklich der stärkste legale E-Scooter Deutschlands? Oder sorgt die gewaltige Leistungsangabe vor allem für eine hohe Erwartungshaltung, die der Scooter in der Praxis möglicherweise gar nicht vollständig erfüllen kann?

    In diesem Beitrag stelle ich den NAVEE XT5 Ultra ausführlich vor, erkläre die ungewöhnliche Dual-Motor-Technik und ordne ein, für wen dieser fast 39 Kilogramm schwere Offroad-E-Scooter wirklich geeignet ist.

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    Warum der NAVEE XT5 Ultra eine Besonderheit ist

    Dual-Motor-E-Scooter sind auf dem internationalen Markt keine Seltenheit. Viele dieser Fahrzeuge erreichen Geschwindigkeiten zwischen 50 und 100 km/h und besitzen Motorleistungen, die teilweise bereits in den Bereich kleiner Elektromotorräder reichen.

    In Deutschland sieht die Situation anders aus. Ein E-Scooter darf im öffentlichen Straßenverkehr nur gefahren werden, wenn er den Anforderungen der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung entspricht und eine Allgemeine Betriebserlaubnis oder Einzelbetriebserlaubnis besitzt.

    Die aktuelle eKFV begrenzt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit auf maximal 20 km/h und die Nenndauerleistung auf insgesamt höchstens 500 Watt. Außerdem darf das Fahrzeug ohne Fahrer maximal 55 Kilogramm wiegen und muss weitere technische Vorgaben erfüllen.

    Die Verordnung verbietet jedoch nicht grundsätzlich, diese zulässige Leistung auf zwei Motoren zu verteilen.

    Genau diesen Weg geht NAVEE beim XT5 Ultra. Laut offizieller deutscher Produktseite besitzt jeder Motor eine Nenndauerleistung von 250 Watt. Zusammen kommt das Fahrzeug damit auf die gesetzlich relevanten 500 Watt. Die deutlich größere Zahl von 4.400 Watt bezeichnet dagegen die kurzzeitig mögliche Spitzenleistung beider Motoren.

    Das ist ein wichtiger Unterschied.

    Die Nenndauerleistung beschreibt vereinfacht gesagt, welche mechanische Leistung ein Motor über einen längeren Zeitraum unter festgelegten Bedingungen abgeben kann. Die Spitzenleistung kann dagegen für eine begrenzte Zeit deutlich höher liegen – etwa beim Anfahren, Beschleunigen oder an einer Steigung.

    Der NAVEE XT5 Ultra umgeht die gesetzlichen Vorgaben also nicht. Seine zulässige Dauerleistung wird lediglich auf einen Vorder- und einen Hinterradmotor verteilt.

    Hat der NAVEE XT5 Ultra wirklich eine deutsche ABE?

    Ja, der NAVEE XT5 Ultra ist in einer deutschen Ausführung mit Allgemeiner Betriebserlaubnis erhältlich.

    In den veröffentlichten Übersichten der vom Kraftfahrt-Bundesamt genehmigten Elektrokleinstfahrzeuge wird die Genehmigung P617 vom 25. September 2025 aufgeführt. Unter dem Zertifizierungsmodell „XT5 DE“ werden der XT5 Pro DE, der XT5 Max DE und der XT5 Ultra DE genannt. Als Genehmigungsinhaber ist dort die Tekpoint GmbH aufgeführt.

    Damit kann der NAVEE XT5 Ultra nach Abschluss einer E-Scooter-Haftpflichtversicherung und mit gültiger Versicherungsplakette legal im deutschen Straßenverkehr genutzt werden.

    Ein Führerschein ist nicht erforderlich. Das Mindestalter liegt bei 14 Jahren. Eine gesetzliche Helmpflicht besteht für Elektrokleinstfahrzeuge derzeit nicht, bei einem fast 39 Kilogramm schweren Scooter mit kräftigem Antritt würde ich einen vernünftigen Helm trotzdem dringend empfehlen.

    Wichtig ist außerdem, wirklich die deutsche XT5-Ultra-DE-Version zu kaufen. Internationale Modelle können andere Geschwindigkeiten, Motorsteuerungen oder Fahrzeugpapiere besitzen. Ein optisch identischer Importroller ist nicht automatisch durch die deutsche ABE abgedeckt.

    Zwei Motoren mit bis zu 4.400 Watt Spitzenleistung

    Das zentrale Verkaufsargument des NAVEE XT5 Ultra ist eindeutig sein Allradantrieb.

    Im Vorder- und Hinterrad sitzt jeweils ein Radnabenmotor. NAVEE nennt eine maximale Leistung von bis zu 2.200 Watt pro Motor und damit insgesamt bis zu 4.400 Watt Spitzenleistung. Die zulässige Nenndauerleistung beträgt jeweils 250 Watt und somit zusammen 500 Watt.

    Ein Dual-Motor-System kann gegenüber einem einzelnen, sehr kräftigen Heckmotor mehrere Vorteile bieten.

    Die Antriebskraft wird auf beide Räder verteilt. Dadurch kann das Hinterrad beim starken Beschleunigen weniger schnell durchdrehen. Gleichzeitig zieht der vordere Motor das Fahrzeug über Hindernisse oder lose Untergründe, während der hintere Motor weiterhin schiebt.

    Besonders auf Schotter, feuchtem Waldboden oder an steilen Auffahrten kann diese Kraftverteilung theoretisch für mehr Traktion sorgen.

    Allradantrieb bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sich die gesamte Spitzenleistung permanent abrufen lässt. Die tatsächliche Leistung hängt unter anderem vom Ladezustand, der Akkutemperatur, der Controller-Abstimmung, der Traktionskontrolle und dem gewählten Fahrmodus ab.

    Auch die Software muss entscheiden, wie viel Strom sie gleichzeitig an beide Motoren freigibt. Ein konservativ abgestimmter Dual-Motor-Scooter kann deshalb trotz hoher Spitzenleistungsangabe schwächer wirken als ein aggressiv abgestimmter Scooter mit nur einem Motor.

    Genau hier sehe ich beim XT5 Ultra den entscheidenden Punkt für einen ausführlichen Praxistest: Nicht die Zahl von 4.400 Watt entscheidet, sondern wie lange und wie kontrolliert der Scooter seine Leistung tatsächlich auf den Untergrund bringt.

    45 Prozent Steigfähigkeit: realistisch oder Marketing?

    NAVEE gibt für den XT5 Ultra eine maximale Steigfähigkeit von 45 Prozent an. Zum Vergleich: Beim einmotorigen XT5 Max werden 32 Prozent genannt.

    Eine Steigung von 45 Prozent entspricht einem Winkel von ungefähr 24 Grad. Das ist deutlich steiler als die meisten Straßen und selbst für viele kräftige E-Scooter eine echte Herausforderung.

    Solche Herstellerwerte werden normalerweise unter idealisierten Bedingungen ermittelt. Fahrergewicht, Anlaufgeschwindigkeit, Untergrund, Reifendruck, Akkustand, Temperatur und Länge der Steigung können das Ergebnis massiv beeinflussen.

    Ein kurzer Anstieg mit 70 Kilogramm Fahrergewicht ist etwas völlig anderes als eine 500 Meter lange Bergauffahrt mit einem 120 Kilogramm schweren Fahrer.

    Interessant sind deshalb die bislang sehr unterschiedlichen Kundenbewertungen auf der offiziellen NAVEE-Seite. Ein Besitzer beschreibt den Antritt im Boost-Modus als extrem kräftig und berichtet von einem durchdrehenden Vorderrad. Ein anderer Käufer kritisiert dagegen eine schwache Leistung und schreibt, dass sein XT5 Ultra an einer gemessenen 17-Prozent-Steigung deutlich langsamer gewesen sei als ein Segway ZT3 Pro D. Die Zahl der veröffentlichten Bewertungen ist allerdings noch klein, und einzelne Erfahrungsberichte ersetzen keinen reproduzierbaren Vergleichstest.

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    Diese widersprüchlichen Erfahrungen sollte man ernst nehmen.

    Sie können auf unterschiedliche Einstellungen der Traktionskontrolle, Firmwareversionen, Akkustände oder Fahrmodi zurückzuführen sein. Denkbar ist auch, dass NAVEE die Leistungsabgabe bewusst begrenzt, um einen zu aggressiven Antritt und ein durchdrehendes Vorderrad zu verhindern.

    Meine Erwartung wäre trotzdem klar: Ein E-Scooter, der mit zwei Motoren und 4.400 Watt Peak beworben wird, muss an realistischen Steigungen einen nachvollziehbaren Vorteil gegenüber guten einmotorigen Modellen zeigen.

    Ob das immer gelingt, wird ein direkter Vergleich unter identischen Bedingungen klären müssen.

    Akku mit 899 Wh und bis zu 90 Kilometer Reichweite

    Der fest im Fahrzeug verbaute Akku arbeitet mit einer Nennspannung von 46,8 Volt und besitzt eine Kapazität von 19,2 Ah beziehungsweise 899 Wh. NAVEE verwendet laut Datenblatt 18650-Zellen in einer 13s6p-Konfiguration.

    Bei konstanten 15 km/h nennt der Hersteller eine maximale Reichweite von bis zu 90 Kilometern. Bei 22 km/h werden in den technischen Daten 75,5 Kilometer angegeben. Diese Werte entstehen unter kontrollierten Bedingungen und sollten nicht mit einer garantierten Alltagsreichweite verwechselt werden.

    Gerade ein Dual-Motor-System kann bei häufigem Beschleunigen und vielen Steigungen erheblich mehr Energie verbrauchen als ein einzelner Motor.

    Bei einem schweren Fahrer, niedrigen Temperaturen, weichem Untergrund und dauerhaft aktiviertem Allradantrieb halte ich eine praktische Reichweite von rund 45 bis 65 Kilometern für eine vernünftige erste Erwartung. Das ist ausdrücklich eine Einschätzung und kein gemessener Wert. Bei entspannter Fahrweise, hohem Reifendruck und flacher Strecke kann deutlich mehr möglich sein.

    NAVEE nennt außerdem einen optionalen Zusatzakku, mit dem die Reichweite bei 15 km/h von 90 auf bis zu 136 Kilometer steigen soll. Bei höherer Geschwindigkeit werden bis zu 114 Kilometer angegeben. Ob sich der Zusatzakku preislich lohnt und wie er am Fahrzeug befestigt wird, sollte vor dem Kauf genau geprüft werden.

    Grundsätzlich sind 899 Wh für einen legalen E-Scooter eine beachtliche Akkugröße. Für lange Touren ist diese Kapazität wesentlich aussagekräftiger als eine möglichst hohe Peakleistung.

    Laden in zwei bis sechs Stunden

    Mit dem Standardladegerät nennt NAVEE eine Ladezeit von etwa fünf bis sechs Stunden.

    Optional wird ein 10-A-Schnellladegerät angeboten, mit dem der Akku innerhalb von ungefähr zwei bis drei Stunden vollständig geladen werden können soll.

    Das klingt attraktiv, besonders wenn der Scooter mehrmals am Tag genutzt oder auf längeren Touren zwischengeladen werden soll.

    Hohe Ladeströme erzeugen jedoch mehr Wärme und belasten Akku und Ladeelektronik stärker. Ich würde ein Schnellladegerät deshalb vor allem dann einsetzen, wenn die verkürzte Ladezeit tatsächlich benötigt wird. Über Nacht reicht das langsamere Standardladegerät normalerweise vollkommen aus.

    Entscheidend ist außerdem, dass ausschließlich ein ausdrücklich für den NAVEE XT5 Ultra freigegebenes Ladegerät verwendet wird. Ein Ladegerät mit passendem Stecker ist nicht automatisch elektrisch kompatibel.

    12-Zoll-Offroadreifen als echtes Alleinstellungsmerkmal

    Der NAVEE XT5 Ultra rollt auf großen 12-Zoll-Reifen. Dabei handelt es sich um schlauchlose Offroadreifen, die mehr Stabilität, Grip und Pannensicherheit auf schlechtem Untergrund bieten sollen.

    Zwölf Zoll sind für einen E-Scooter mit ABE außergewöhnlich groß.

    Größere Räder rollen leichter über Schlaglöcher, Wurzeln, Bordsteinkanten und lose Steine. Sie reagieren weniger nervös auf kleine Unebenheiten und verbessern den Geradeauslauf.

    Der Nachteil ist eine etwas trägere Lenkung. Zusammen mit dem hohen Fahrzeuggewicht kann sich der XT5 Ultra deshalb eher wie ein kompakter Offroad-Roller als wie ein klassischer, wendiger City-Scooter anfühlen.

    Für längere Fahrer dürfte die Größe ein Vorteil sein. Der Scooter ist aufgeklappt rund 1.360 Millimeter lang, 627 Millimeter breit und 1.400 Millimeter hoch. Das Trittbrett ist 210 Millimeter breit.

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    Wer einen kleinen Roller für enge Fahrradkeller oder volle Züge sucht, wird mit diesen Abmessungen allerdings kaum glücklich.

    Vollfederung mit 60 Millimeter Federweg

    NAVEE setzt vorne und hinten auf das patentierte Damping-Arm-Federungssystem. Laut Hersteller stehen etwa 60 Millimeter Federweg zur Verfügung. Die Konstruktion soll selbst größere Schlaglöcher und ausgewaschene Wege kontrolliert abfedern.

    Das Konzept passt gut zu den großen Reifen und dem hohen Gewicht.

    Bei einem schweren E-Scooter ist eine gut abgestimmte Federung besonders wichtig. Ein hartes Fahrwerk würde auf unebenem Untergrund enorme Kräfte an Lenker, Rahmen und Fahrer weitergeben.

    Gleichzeitig darf die Federung nicht zu weich sein. Ständiges Nachwippen beim Beschleunigen oder Bremsen kann den Scooter unruhig machen und Energie kosten.

    Ob das Fahrwerk auch bei Fahrern mit mehr als 100 Kilogramm ausreichend Reserven besitzt, lässt sich erst unter realen Bedingungen abschließend beurteilen. Die maximale Zuladung von 150 Kilogramm zeigt aber, dass NAVEE den XT5 Ultra ausdrücklich auch für schwerere Fahrer entwickelt hat.

    Scheibenbremsen vorne und hinten plus EABS

    Ein 38,6 Kilogramm schwerer E-Scooter benötigt ein belastbares Bremssystem.

    Der NAVEE XT5 Ultra besitzt mechanische Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad. Zusätzlich arbeitet eine elektronische EABS-Bremse mit. NAVEE bezeichnet diese Kombination als Dreifachbremssystem.

    Dass beide Räder mechanisch gebremst werden können, ist bei diesem Gewicht sinnvoll. Rein elektronische Hinterradbremsen können bei langen Abfahrten oder niedrigem Akkustand an Grenzen kommen.

    Mechanische Scheibenbremsen benötigen allerdings Pflege. Bremszüge können sich längen, Beläge verschleißen und Bremsscheiben nach einem Transport leicht schleifen. Käufer sollten deshalb prüfen, ob beide Bremsen sauber eingestellt sind und sich die Räder ohne starken Widerstand drehen.

    Auch der Bremsweg sollte nicht allein anhand der technischen Ausstattung beurteilt werden. Reifen, Untergrund, Gewichtsverteilung und Abstimmung der E-Bremse spielen mindestens eine ebenso große Rolle.

    Traktionskontrolle für den Allradantrieb

    Der NAVEE XT5 Ultra besitzt eine elektronische Traktionskontrolle, kurz TCS.

    Das System soll erkennen, wenn ein Rad auf rutschigem Untergrund durchdreht, und die Motorleistung entsprechend reduzieren. Gerade bei einem starken Frontmotor kann das wichtig sein. Ein plötzlich durchdrehendes Vorderrad ist schwieriger zu kontrollieren als ein kurz rutschendes Hinterrad.

    Die Traktionskontrolle dürfte auch erklären, warum verschiedene Fahrer die Beschleunigung sehr unterschiedlich wahrnehmen.

    Wird das TCS früh aktiv, fühlt sich die Leistungsabgabe möglicherweise zurückhaltend an. Wird es deaktiviert, kann der Scooter aggressiver beschleunigen, gleichzeitig steigt aber das Risiko eines Traktionsverlustes.

    Auf öffentlichen Straßen würde ich die Traktionskontrolle grundsätzlich aktiviert lassen. Eine hohe Spitzenleistung ist nur dann hilfreich, wenn sie kontrollierbar auf den Boden gelangt.

    Beleuchtung, Blinker und großes Display

    Der Frontscheinwerfer besitzt laut Hersteller eine Leistung von neun Watt, eine automatische Helligkeitserkennung und Tagfahrlicht. NAVEE nennt eine Sichtweite von bis zu 25 Metern.

    Blinker sind vorne und hinten integriert. Dazu kommen ein Bremslicht und ein fünf Zoll großes LED-Display.

    Die beidseitigen Blinker sind nicht nur praktisch, sondern passen auch zu den verschärften technischen Anforderungen an zukünftige E-Scooter-Generationen.

    Besonders wichtig ist für mich die Sichtbarkeit der hinteren Blinker. Kleine Blinker direkt neben einem hellen Rücklicht gehen im Straßenverkehr schnell unter. Eine große Distanz zwischen linker und rechter Leuchte verbessert die Erkennbarkeit erheblich.

    Das Display dürfte durch seine Größe auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar sein. Entscheidend ist aber nicht allein die Bildschirmdiagonale. Kontrast, Schriftgröße und Helligkeitsregelung sind in der Praxis mindestens ebenso wichtig.

    Apple „Wo ist?“, NAVEE-App und elektronische Verriegelung

    Der XT5 Ultra unterstützt Apple Find My beziehungsweise Apples „Wo ist?“-Netzwerk. Dadurch kann der Scooter mit einem iPhone gesucht werden, selbst wenn er ausgeschaltet ist. Zusätzlich bietet die NAVEE-App Fahrdaten, Einstellungen, eine elektronische Verriegelung und verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten.

    Apple Find My ist ein sinnvolles Zusatzfeature, ersetzt aber kein massives Schloss.

    Ein fast 39 Kilogramm schwerer Scooter lässt sich zwar nicht unauffällig unter den Arm klemmen, kann aber trotzdem in ein Fahrzeug geladen werden. Die elektronische Motorsperre verhindert ebenfalls nicht, dass der Scooter weggetragen wird.

    Ich würde den XT5 Ultra deshalb immer mit einem hochwertigen Schloss an einem festen Gegenstand sichern. Die Ortungsfunktion ist dann eine zusätzliche Absicherung, aber kein Ersatz für mechanischen Diebstahlschutz.

    Android-Nutzer können die NAVEE-App verwenden, die Apple-Ortung steht ihnen allerdings nicht in derselben Form zur Verfügung.

    IPX6: gut gegen Wasser, aber kein Freifahrtschein

    NAVEE gibt für den XT5 Ultra die Schutzklasse IPX6 an. Damit soll das Fahrzeug gegen starkes Strahlwasser geschützt sein und auch bei Regen verwendet werden können.

    IPX6 bedeutet jedoch nicht, dass der Scooter dauerhaft untergetaucht oder mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet werden darf.

    Besonders Radlager, Ladeanschlüsse, Display, Faltmechanismus und Kabeldurchführungen sollten nach Regenfahrten kontrolliert und sauber gehalten werden. Salzwasser und Streusalz sind für elektrische Kontakte und Metallteile besonders problematisch.

    Nach einer nassen Fahrt würde ich den Scooter trocken abstellen und den Ladeanschluss erst öffnen, wenn sich dort keine Feuchtigkeit mehr befindet.

    38,6 Kilogramm: Mobil ist etwas anderes

    Der größte Nachteil des NAVEE XT5 Ultra ist sein Gewicht.

    Mit 38,6 Kilogramm netto gehört er zu den schwersten E-Scootern mit deutscher Straßenzulassung. Zusammengeklappt misst er weiterhin rund 1.360 × 627 × 655 Millimeter.

    Für die tägliche Mitnahme in Bus und Bahn ist das kaum praktikabel. Auch mehrere Stockwerke ohne Aufzug werden schnell zum Krafttraining.

    Der XT5 Ultra ist deshalb kein klassisches Fahrzeug für die letzte Meile. Er eignet sich eher für Menschen, die ebenerdig wohnen, eine Garage besitzen oder den Scooter direkt am Einsatzort abstellen können.

    Auch der Kofferraum sollte vorher ausgemessen werden. Die lange Bauform und der breite Lenker können selbst in größeren Kombis problematisch sein.

    Das hohe Gewicht bringt allerdings auch Vorteile. Der Scooter liegt wahrscheinlich ruhiger auf der Straße, reagiert weniger empfindlich auf Seitenwind und vermittelt bei höherem Fahrergewicht mehr Stabilität.

    Die wichtigsten technischen Daten des NAVEE XT5 Ultra

    Technische EigenschaftNAVEE XT5 Ultra
    StraßenzulassungDeutsche ABE
    ABE-/GenehmigungsmodellXT5 DE beziehungsweise XT5 Ultra DE
    Geschwindigkeit6 / 15 / 20 km/h laut Datenblatt
    MotorenZwei Radnabenmotoren, Vorder- und Hinterrad
    Nenndauerleistung2 × 250 Watt
    Maximale Spitzenleistung2 × 2.200 Watt, insgesamt 4.400 Watt
    Akku46,8 Volt, 19,2 Ah, 899 Wh
    HerstellerreichweiteBis 90 km bei 15 km/h
    Reichweite bei 22 km/h laut Datenblatt75,5 km
    Maximale SteigungBis 45 Prozent
    Reifen12 Zoll, schlauchlos, Offroadprofil
    FederungDamping Arm vorne und hinten, etwa 60 mm Federweg
    BremsenScheibenbremse vorne und hinten plus EABS
    Maximale Zuladung150 kg
    Gewicht38,6 kg
    WasserschutzIPX6
    Beleuchtung9-W-Frontlicht, Rück- und Bremslicht
    BlinkerVorne und hinten
    Display5-Zoll-LED-Display
    OrtungApple Find My
    StandardladezeitEtwa 5 bis 6 Stunden
    SchnellladungEtwa 2 bis 3 Stunden mit optionalem 10-A-Ladegerät
    Aktionspreis am 3. August 20261.199 Euro

    Die Angaben stammen von der deutschen NAVEE-Produktseite und den veröffentlichten Genehmigungsübersichten. Reichweite und Steigleistung sind Herstellerangaben und keine von mir gemessenen Praxiswerte.

    NAVEE XT5 Ultra oder XT5 Max?

    Der wichtigste Konkurrent kommt aus dem eigenen Haus.

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    Der NAVEE XT5 Max verwendet laut Hersteller den gleichen 899-Wh-Akku, die gleichen 12-Zoll-Reifen, ein vergleichbares Fahrwerk und die gleiche maximale Zuladung von 150 Kilogramm.

    Der entscheidende Unterschied liegt beim Antrieb.

    Der XT5 Max besitzt einen einzelnen Motor mit 500 Watt Nenndauerleistung und bis zu 2.200 Watt Peak. Der XT5 Ultra verteilt 500 Watt Nenndauerleistung auf zwei Motoren und erreicht laut Hersteller bis zu 4.400 Watt Peak.

    Der XT5 Max ist mit 35,6 Kilogramm rund drei Kilogramm leichter. NAVEE nennt für ihn bis zu 110 Kilometer Reichweite bei 15 km/h, während der Ultra aufgrund des zweiten Motors mit maximal 90 Kilometern angegeben wird. Zum Zeitpunkt meiner Recherche beträgt der Preisunterschied nur 100 Euro: 1.099 Euro für den XT5 Max gegenüber 1.199 Euro für den XT5 Ultra.

    Wer regelmäßig steile Strecken, Schotter oder schwierigen Untergrund fährt, dürfte vom Allradantrieb profitieren.

    Wer überwiegend auf flachen Radwegen unterwegs ist und möglichst viel Reichweite möchte, könnte mit dem XT5 Max vernünftiger fahren. Ein zweiter Motor erhöht Gewicht und Verbrauch und bringt auf einer ebenen Strecke bei maximal 20 km/h nur begrenzten Nutzen.

    Vergleich mit Hitway H11, VMAX VX4 und SoFlow GT 2

    Der XT5 Ultra ist nicht mehr der einzige legale Hochleistungs-E-Scooter in Deutschland.

    Der Hitway H11 ABE besitzt ebenfalls zwei Motoren mit jeweils 250 Watt Nenndauerleistung. Hitway nennt bis zu 3.600 Watt Spitzenleistung, einen 1.216,8-Wh-Akku, 90 bis 100 Kilometer Reichweite und ein Gewicht von 33,5 Kilogramm. Der offizielle Preis lag bei meiner Recherche bei 1.199,99 Euro, das Modell war im Hersteller-Shop allerdings als ausverkauft gekennzeichnet.

    Der VMAX VX4 setzt dagegen auf einen einzelnen Heckmotor mit 500 Watt Nenndauerleistung und bis zu 2.800 Watt Peak. Er besitzt einen 52-Volt-Akku mit 20,3 Ah, wiegt 31,7 Kilogramm und soll bis zu 100 Kilometer Reichweite sowie 40 Prozent Steigung erreichen. Der offizielle Preis liegt derzeit bei 1.799 Euro.

    Der neue SoFlow SO4 Pro GT 2 verfolgt ein anderes Konzept. Sein Getriebemotor erreicht bis zu 1.600 Watt Peak und 70 Nm Drehmoment. Dazu kommen ein wechselbarer 864-Wh-Akku, bis zu 100 Kilometer Reichweite, Luftfederung hinten, Scheibenbremsen und ein vergleichsweise niedriges Gewicht von ungefähr 26 Kilogramm. Der offizielle Preis beträgt 1.399 Euro.

    Im Vergleich dazu punktet der NAVEE XT5 Ultra vor allem mit seinen großen 12-Zoll-Rädern, dem Allradantrieb, der aufwendigen Federung und dem derzeit attraktiven Aktionspreis.

    Der Hitway bietet den größeren Akku und weniger Gewicht. VMAX stellt ein deutsches Servicenetz und eine langfristige Ersatzteilversorgung stärker in den Vordergrund. SoFlow bietet einen Wechselakku und ist erheblich leichter.

    Der NAVEE ist damit nicht automatisch in jeder Disziplin der beste Scooter. Er ist aber eines der technisch auffälligsten Gesamtpakete in seiner Preisklasse.

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    Für wen eignet sich der NAVEE XT5 Ultra?

    Der NAVEE XT5 Ultra richtet sich nicht an klassische Gelegenheitsfahrer.

    Er passt vor allem zu Fahrern, die einen sehr stabilen E-Scooter mit hoher Zuladung, großen Reifen und einem kräftigen Antrieb suchen. Besonders interessant dürfte er für schwere Fahrer, hügelige Regionen, schlechte Straßen und längere Freizeitfahrten sein.

    Auch Nutzer, die bisher mit einmotorigen Scootern auf Schotter oder an steilen Auffahrten Traktionsprobleme hatten, könnten vom Allradantrieb profitieren.

    Weniger geeignet ist der XT5 Ultra für Pendler, die ihren Scooter jeden Tag Treppen hochtragen oder regelmäßig in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen müssen.

    Für kurze Strecken in der Innenstadt ist die Technik beinahe überdimensioniert. Dort können ein 20 bis 25 Kilogramm schwerer Scooter und ein kleinerer Akku deutlich praktischer sein.

    Auch absolute Reichweitenfahrer sollten den XT5 Max oder andere effiziente Einmotor-Modelle in Betracht ziehen. Zwei Motoren sind vor allem dann sinnvoll, wenn ihre zusätzliche Traktion wirklich genutzt wird.

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    Meine kritische Einschätzung zum NAVEE XT5 Ultra

    Der NAVEE XT5 Ultra ist auf dem Papier beeindruckend.

    Zwei Motoren, 4.400 Watt Peak, 899 Wh, 12-Zoll-Reifen, Vollfederung, TCS, Apple Find My, Blinker vorne und hinten sowie eine maximale Zuladung von 150 Kilogramm sind für aktuell 1.199 Euro eine starke Ansage.

    Besonders spannend finde ich, dass NAVEE einen echten Dual-Motor-Antrieb in eine legale deutsche ABE-Version gebracht hat. Das zeigt, dass leistungsfähige E-Scooter nicht automatisch illegal sein müssen.

    Trotzdem sollten Käufer ihre Erwartungen an die Zahl von 4.400 Watt realistisch halten.

    Diese Spitzenleistung bedeutet nicht, dass der Scooter dauerhaft mehr als achtmal so stark fährt wie ein klassischer 500-Watt-E-Scooter. Die ABE-Version muss innerhalb klarer gesetzlicher und thermischer Grenzen arbeiten. Geschwindigkeit und Nenndauerleistung bleiben reguliert.

    Entscheidend wird sein, wie zuverlässig und reproduzierbar der XT5 Ultra seine Leistung an langen Steigungen abgibt. Die widersprüchlichen Kundenberichte zeigen, dass die Abstimmung möglicherweise stärker von Einstellungen, Firmware und Fahrmodus abhängt, als es die Produktbeschreibung vermuten lässt.

    Auch das Gewicht darf man nicht unterschätzen. 38,6 Kilogramm verändern die Art, wie man einen E-Scooter nutzt. Man nimmt ihn nicht spontan mit in die Bahn oder trägt ihn mal eben in den Keller.

    Wer diese Einschränkung akzeptiert und tatsächlich ein großes, komfortables Allradfahrzeug sucht, bekommt beim XT5 Ultra jedoch außergewöhnlich viel Technik fürs Geld.

    Fazit: Starker Dual-Motor-Scooter mit erklärungsbedürftigen Wattzahlen

    Der NAVEE XT5 Ultra gehört zu den interessantesten E-Scooter-Neuheiten mit deutscher Straßenzulassung.

    Er kombiniert zwei Motoren mit einer legalen Nenndauerleistung von insgesamt 500 Watt und einer beworbenen Spitzenleistung von bis zu 4.400 Watt. Dazu kommen ein großer 899-Wh-Akku, 12-Zoll-Offroadreifen, eine aufwendige Vollfederung, Scheibenbremsen an beiden Rädern, Traktionskontrolle und eine hohe Zuladung.

    Der aktuelle Preis von 1.199 Euro macht das Gesamtpaket besonders attraktiv.

    Ich würde den XT5 Ultra trotzdem nicht allein wegen seiner Wattzahl kaufen. Wichtiger sind die großen Räder, das stabile Fahrwerk, die hohe Zuladung und der zusätzliche Grip des Allradantriebs.

    Die entscheidende Frage lautet nicht: Hat dieser Scooter wirklich 4.400 Watt?

    Die bessere Frage lautet: Bringt der zweite Motor auf meinen täglichen Strecken einen echten Vorteil?

    Wer hauptsächlich flach durch die Stadt fährt, braucht ihn vermutlich nicht. Wer schwer ist, viele Steigungen fährt oder auf schlechten Wegen unterwegs ist, könnte im XT5 Ultra dagegen genau den E-Scooter finden, auf den er lange gewartet hat.

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    Denn gerade bei einem E-Scooter mit derart großen Leistungsversprechen reicht mir kein Datenblatt. Hier müssen Steigung, Reichweite, Bremsweg und Dauerleistung unter identischen Bedingungen gegeneinander antreten.

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