SoFlow legt 2026 ordentlich nach. Mit dem SO4 PRO CORE 2 kommt ein neuer E-Scooter auf den Markt, der sich nicht über eine einzelne spektakuläre Zahl definieren will, sondern ein ziemlich interessantes Gesamtpaket schnürt: bis zu 80 Kilometer Reichweite, ein 48-Volt-Akku mit 648 Wh, ein Getriebemotor mit 1.300 Watt Spitzenleistung und 50 Nm Drehmoment, eine vollständige Federung, breite 11 x 3 Zoll Tubeless-Reifen, ein TFT-Farbdisplay mit Navigation und integriertes Tracking für Android und Apple.
Der Preis: 899 Euro.
Das klingt auf dem Papier erst einmal verdammt ordentlich. Gleichzeitig wissen diejenigen, die Scooterhelden schon länger verfolgen: Gerade bei Reichweitenangaben, Steigungswerten und Leistungsversprechen schaue ich lieber zweimal hin. Ein Datenblatt kann beeindruckend aussehen. Entscheidend ist am Ende immer, was davon auf der Straße übrig bleibt.
Deshalb ist dieser Beitrag ausdrücklich eine Vorstellung und erste technische Einordnung des neuen SoFlow SO4 PRO CORE 2 auf Basis der aktuellen Herstellerinformationen. Einen finalen Test ersetzt das nicht. Genau einige der interessantesten Aussagen – allen voran die 80 Kilometer Reichweite und die 35 Prozent Steigfähigkeit – schreien geradezu danach, unter realen Bedingungen überprüft zu werden.
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Der SO4 PRO CORE 2 ist mehr als nur ein weiteres Modellupdate
Die SO4-Baureihe gehört seit Jahren zu den Modellen, mit denen SoFlow versucht, sich über vergleichsweise kräftige Getriebemotoren von vielen klassischen City-Scootern abzusetzen.
Beim neuen SO4 PRO CORE 2 scheint der Hersteller diesen Ansatz konsequent weiterzuverfolgen. Statt möglichst leicht und kompakt zu werden, setzt SoFlow auf Reichweite, breite Reifen, hohe Nutzlast, Federung und einen kräftigen Antrieb.
SoFlow selbst bezeichnet das Konzept als „Long Range Performance“. Tatsächlich zeigen die technischen Daten ziemlich deutlich, wohin die Reise geht. Der Scooter wiegt 26 Kilogramm, verträgt laut Hersteller eine maximale Zuladung von 150 Kilogramm und besitzt vorne wie hinten eine Doppelfederung. Der 48-Volt-Getriebemotor arbeitet mit 500 Watt Nennleistung und soll kurzzeitig bis zu 1.300 Watt bereitstellen. Dazu nennt SoFlow satte 50 Nm Drehmoment.
Das ist kein ultraleichter Scooter, den man jeden Morgen drei Stockwerke hochtragen möchte. Der SO4 PRO CORE 2 richtet sich meiner Meinung nach eindeutig an Fahrer, die einen E-Scooter tatsächlich als Fahrzeug einsetzen wollen – beispielsweise für längere Arbeitswege, Pendelstrecken oder ausgedehnte Touren.
Und genau diese Entwicklung gefällt mir grundsätzlich. E-Scooter haben sich längst von kleinen Fahrzeugen für die berühmte „letzte Meile“ entfernt. Viele Käufer erwarten heute Reichweite, Komfort, Navigation, Tracking und eine vernünftige Federung.
Der neue CORE 2 scheint genau für diese Zielgruppe entwickelt worden zu sein.
SoFlow SO4 PRO CORE 2: die technischen Daten
Die wichtigsten Herstellerangaben sehen aktuell folgendermaßen aus:
| Technische Daten | SoFlow SO4 PRO CORE 2 |
|---|---|
| Preis | 899 Euro |
| Max. Geschwindigkeit | 22 km/h laut Hersteller |
| Reichweite | bis zu 80 km |
| Motor | 48-V-Getriebemotor, Heckantrieb |
| Nennleistung | 500 Watt |
| Spitzenleistung | 1.300 Watt |
| Drehmoment | bis zu 50 Nm |
| Maximale Steigung | 35 % / 20° |
| Akku | 48 V / 13,5 Ah |
| Energie | 648 Wh |
| Ladezeit | 5–6 Stunden |
| Gewicht | 26 kg |
| Maximale Zuladung | 150 kg |
| Reifen | 11 x 3 Zoll Tubeless-Luftreifen |
| Federung vorne | Doppelfederung |
| Federung hinten | Doppelfederung |
| Bremse vorne | Scheibenbremse |
| Bremse hinten | Scheibenbremse |
| Beleuchtung | LED-Frontlicht, Bremslicht, Blinker |
| Display | TFT-Smart-Farbdisplay |
| Navigation | Turn-by-Turn über SoFlow App |
| Tracking | Android Find Hub und Apple Find My |
| Schutzart | IPX5 |
| Klappbar | ja |
Zum Zeitpunkt meiner Recherche listet SoFlow den SO4 PRO CORE 2 für 899 Euro inklusive Mehrwertsteuer und nennt eine Lieferzeit von ein bis drei Werktagen.
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1.300 Watt Peak klingen gut – die 50 Nm sind aber interessanter
Wer E-Scooter verkaufen möchte, schreibt mittlerweile gerne möglichst große Wattzahlen auf die Produktseite. 1.000 Watt, 1.500 Watt, 2.000 Watt – irgendwann verlieren solche Angaben ihre Aussagekraft.
Beim SO4 PRO CORE 2 halte ich deshalb eine andere Zahl für interessanter: 50 Newtonmeter Drehmoment.
SoFlow setzt weiterhin auf einen Getriebemotor im Hinterrad. Das unterscheidet sich vom klassischen Direktantrieb vieler E-Scooter. Durch die Untersetzung kann ein Getriebemotor gerade bei niedriger Geschwindigkeit und an Steigungen viel Kraft entwickeln.
Der CORE 2 besitzt laut Datenblatt eine Nennleistung von 500 Watt und erreicht in der Spitze 1.300 Watt. SoFlow gibt außerdem eine maximale Steigungsfähigkeit von 35 Prozent beziehungsweise rund 20 Grad an.
Das ist eine starke Ansage.
Allerdings würde ich bei solchen Prozentangaben grundsätzlich vorsichtig bleiben. Ob ein Scooter tatsächlich eine 35-Prozent-Steigung bewältigt, hängt von vielen Faktoren ab: Fahrergewicht, Akkustand, Temperatur, Anfahrgeschwindigkeit, Länge der Steigung und Motorsteuerung spielen eine erhebliche Rolle.
Ein 70-Kilogramm-Fahrer mit vollem Akku ist etwas völlig anderes als ein 130-Kilogramm-Fahrer bei 30 Prozent Akkustand.
Deshalb interessiert mich bei einem späteren Test nicht unbedingt, ob der Scooter für wenige Meter irgendeine extreme Rampe hochkommt. Viel relevanter ist für mich: Wie konstant hält der SO4 PRO CORE 2 seine Geschwindigkeit an normalen längeren Steigungen?
Genau dort trennt sich bei leistungsstarken E-Scootern häufig Marketing von guter Abstimmung.
Rekuperation: sinnvoll, aber kein Reichweiten-Wundermittel
Interessant ist außerdem, dass SoFlow beim CORE 2 Rekuperation nutzt. Laut Hersteller gewinnt der Scooter sowohl beim Bremsen als auch beim Loslassen des Gashebels Energie zurück.
Grundsätzlich finde ich das sinnvoll.
Man sollte von Rekuperation bei einem E-Scooter aber keine Wunder erwarten. Ein Scooter wiegt inklusive Fahrer vielleicht 100 bis 150 Kilogramm. Die Bewegungsenergie, die bei einer normalen Verzögerung zurückgewonnen werden kann, ist entsprechend begrenzt.
Rekuperation kann die Effizienz etwas verbessern und gleichzeitig die mechanischen Bremsen entlasten. Sie wird aus einem 648-Wh-Akku aber keinen 800-Wh-Akku machen.
Für mich ist deshalb viel entscheidender, wie harmonisch die Rekuperation abgestimmt wurde. Setzt sie zu aggressiv ein, kann ein Scooter beim Gaswegnehmen unangenehm verzögern. Ist sie zu schwach, merkt man kaum etwas.
Auch das gehört zu den Punkten, die ein Datenblatt nicht beantworten kann.
80 Kilometer Reichweite – hier werde ich besonders skeptisch
Eine der größten Zahlen des SO4 PRO CORE 2 sind natürlich die bis zu 80 Kilometer Reichweite.
Der Akku besitzt 48 Volt und 13,5 Ah. Daraus ergeben sich 648 Wh Energieinhalt.
648 Wh sind für einen straßentauglichen E-Scooter ordentlich. Aber 80 Kilometer daraus herauszuholen wäre ausgesprochen effizient.
Rechnen wir einmal ganz nüchtern:
648 Wh geteilt durch 80 Kilometer ergeben lediglich rund 8,1 Wh Energieverbrauch pro Kilometer.
Das ist möglich – unter günstigen Bedingungen.
Aber genau hier kommen Fahrergewicht, Außentemperatur, Reifendruck, Geschwindigkeit, Beschleunigungen, Wind und Steigungen ins Spiel.
Bei beispielsweise 12 Wh/km läge die rechnerische Reichweite eher bei rund 54 Kilometern. Bei 15 Wh/km wären es ungefähr 43 Kilometer. Bei 18 Wh/km rund 36 Kilometer.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass der SO4 PRO CORE 2 nur 36 oder 43 Kilometer schafft. Wir haben den entsprechenden Reichweitentest noch nicht gemacht.
Es zeigt aber, warum ich eine Herstellerangabe von „bis zu 80 km“ immer als Idealwert und nicht als Versprechen für jeden Fahrer betrachten würde.
Wer täglich 15 Kilometer zur Arbeit fährt, braucht wahrscheinlich ohnehin keine 80 Kilometer. Viel interessanter ist, dass der 648-Wh-Akku eine ordentliche Reserve bietet und man den Scooter vermutlich nicht nach jeder kurzen Fahrt laden muss.
Genau das kann im Alltag wesentlich wichtiger sein als ein Rekordwert auf dem Karton.
Wenn ihr wissen wollt, was bei solchen Scootern in echten Reichweiten- und Belastungstests übrig bleibt, könnt ihr uns hier folgen:
11 x 3 Zoll: Die Reifen könnten eines der Highlights werden
Eine Sache finde ich beim neuen CORE 2 fast spannender als die Motorleistung: 11 x 3 Zoll große Tubeless-Luftreifen.
Viele klassische Straßen-E-Scooter fahren weiterhin auf 10-Zoll-Reifen mit ungefähr 2,5 Zoll Breite. Der SO4 PRO CORE 2 wird dagegen sichtbar massiver.
Breitere und größere Reifen können mehrere Vorteile bringen.
Sie rollen ruhiger über schlechte Straßen, vermitteln häufig mehr Stabilität und können kleine Unebenheiten besser wegfiltern. Dazu kommt die größere Aufstandsfläche, die gerade bei einem 26 Kilogramm schweren Long-Range-Scooter durchaus Sinn ergibt.
Natürlich gibt es auch Nachteile.
Größere Reifen bedeuten mehr Gewicht. Breitere Reifen können außerdem einen höheren Rollwiderstand verursachen. Und Tubeless bedeutet nicht automatisch, dass man nie einen Platten bekommt.
SoFlow spricht bei den Reifen von „Tubeless Anti-Puncture“. Ich würde das eher als erhöhte Pannensicherheit verstehen und nicht als Garantie, dass niemals ein Reifen beschädigt werden kann.
Besonders auffällig sind die integrierten reflektierenden Streifen.
SoFlow bewirbt dieses Konzept ausgesprochen offensiv und behauptet sogar, diese Art reflektierender Reifen habe sonst niemand. Der tatsächliche Exklusivitätsanspruch lässt sich aus einer Herstellerseite natürlich nicht unabhängig überprüfen. Die Idee selbst finde ich aber clever: Der reflektierende Ring bewegt sich beim Fahren und kann den Scooter seitlich deutlich sichtbarer machen. SoFlow kombiniert die Reifen zusätzlich mit Blinkern vorne und hinten sowie einem Fernlicht.
Gerade seitliche Sichtbarkeit ist bei E-Scootern ein Thema, das meiner Meinung nach lange unterschätzt wurde.
Vollfederung vorne und hinten gehört bei 899 Euro inzwischen dazu
Der SO4 PRO CORE 2 besitzt laut Hersteller sowohl vorne als auch hinten eine Doppelfederung.
Das ist bei einem Scooter dieser Preisklasse inzwischen fast Pflicht.
Vor einigen Jahren war eine Vollfederung bei legalen E-Scootern noch etwas Besonderes. 2026 ist der Markt deutlich weiter. Wer 800, 900 oder mehr als 1.000 Euro ausgibt, erwartet nicht mehr, dass jeder Gullideckel direkt durch Handgelenke und Knie geht.
In Kombination mit den 11 x 3 Zoll Luftreifen dürfte der CORE 2 deshalb zumindest theoretisch sehr komfortabel unterwegs sein.
Allerdings möchte ich auch hier erst selbst fahren.
Federung ist nicht automatisch gute Federung.
Eine zu weiche Front kann beim starken Bremsen tief eintauchen. Eine zu harte Hinterradfederung bringt bei leichten Fahrern wenig. Und wenn Federrate und Dämpfung nicht zueinander passen, kann ein Scooter anfangen zu wippen.
Die Hardware wirkt auf dem Papier vielversprechend. Wie gut sie abgestimmt ist, muss der Fahrtest zeigen.
26 Kilogramm: Der Komfort hat seinen Preis
Wer große Reifen, einen 648-Wh-Akku, Vollfederung und einen robusten Rahmen möchte, bekommt zwangsläufig ein Problem: Gewicht.
Der SO4 PRO CORE 2 bringt 26 Kilogramm auf die Waage.
Das sollte man vor dem Kauf nicht unterschätzen.
26 Kilogramm lassen sich tragen. Spaß macht das auf Dauer aber nicht.
Wer den Scooter jeden Morgen aus dem Keller holen, in den dritten Stock tragen oder regelmäßig in Bahn und Bus mitnehmen muss, sollte überlegen, ob ein leichteres Modell nicht besser zum eigenen Alltag passt.
Wer dagegen ebenerdig wohnt, eine Garage besitzt oder den Scooter hauptsächlich zusammenklappt, um ihn gelegentlich ins Auto zu legen, bekommt dafür mehr Akku, größere Reifen und mehr Komfort.
Genau deshalb gibt es für mich keinen pauschal „besten E-Scooter“.
Der beste Scooter ist der, der zum Nutzungsprofil passt.
150 Kilogramm Tragkraft machen den CORE 2 interessant
Sehr positiv finde ich die angegebene maximale Zuladung von 150 Kilogramm.
Das erweitert die Zielgruppe erheblich.
Bei der Nutzlast sollte man außerdem nicht vergessen, dass nicht nur der Fahrer zählt. Rucksack, Kleidung, Schloss und Gepäck kommen dazu.
Wer beispielsweise 125 Kilogramm wiegt und zusätzlich zehn Kilogramm Gepäck transportiert, hat bei einem Scooter mit 120-Kilogramm-Freigabe bereits ein Problem.
Beim CORE 2 bleibt entsprechend mehr Reserve.
Ob der Scooter bei hoher Zuladung seine 35 Prozent Steigung schafft oder annähernd 80 Kilometer Reichweite erreicht, steht natürlich auf einem völlig anderen Blatt. Aber konstruktiv überhaupt 150 Kilogramm freizugeben, ist zunächst ein Pluspunkt.
Zwei Scheibenbremsen statt Sparlösung
Auch beim Bremssystem spart SoFlow auf dem Papier nicht.
Vorne und hinten kommen Scheibenbremsen zum Einsatz. Dazu kommt die elektronische Rekuperation.
Für einen Scooter mit 26 Kilogramm Eigengewicht und 150 Kilogramm maximaler Zuladung finde ich zwei mechanische Bremsen absolut sinnvoll.
Entscheidend wird später allerdings die Abstimmung sein.
Wie gut lässt sich die Bremskraft dosieren? Wie schnell blockiert das Hinterrad? Wie stabil bleibt der Scooter bei einer Notbremsung? Und wie viel Kraft benötigt man am Bremshebel?
Das sind Punkte, bei denen ein Datenblatt wenig hilft.
Die Grundvoraussetzungen stimmen aber.
Blinker vorne und hinten – genau so sollte es heute sein
Der neue CORE 2 besitzt Blinker vorne und hinten.
Das gefällt mir.
Ich möchte bei einem modernen Premium-E-Scooter nicht mehr darüber diskutieren müssen, ob man beim Abbiegen eine Hand vom Lenker nehmen soll.
Gerade auf schlechten Straßen oder während eines Bremsmanövers kann das unnötig riskant werden.
SoFlow integriert die Blinker deshalb direkt in das Fahrzeug. Dazu kommen Frontlicht, Rück- beziehungsweise Bremslicht und laut Produktbeschreibung sogar eine High-Beam-Funktion über einen Schalter am Lenker.
Wie hell das Licht wirklich ist und wie sinnvoll sich das Fernlicht einsetzen lässt, werden wir ebenfalls erst bei einer Nachtfahrt beurteilen können.
Die Ausstattung ist aber grundsätzlich genau die Richtung, die ich bei einem modernen E-Scooter sehen möchte.
TFT-Farbdisplay mit Navigation: endlich mehr als Geschwindigkeit und Akku
Ein echtes Highlight könnte das neue Cockpit werden.
SoFlow verbaut ein TFT-Smart-Farbdisplay und integriert eine Turn-by-Turn-Navigation.
Die eigentliche Routenberechnung erfolgt über die SoFlow-App auf dem Smartphone. Die Navigationshinweise werden anschließend direkt auf dem Display des Scooters angezeigt.
Das ist für mich ein sinnvoller Ansatz.
Niemand sollte während der Fahrt sein Smartphone aus der Tasche holen müssen, um zu schauen, ob die nächste Straße links oder rechts kommt.
Natürlich ersetzt so eine Pfeilnavigation keine vollwertige Kartenansicht wie auf einem Smartphone oder Motorrad-Navi.
Aber genau das muss sie auch nicht.
Für typische Stadtfahrten reichen Informationen wie „in 200 Metern rechts“ häufig völlig aus.
Entscheidend wird sein, wie zuverlässig die Verbindung zwischen Smartphone und Scooter funktioniert. Eine Navigation ist nur dann hilfreich, wenn sie schnell reagiert, nicht ständig die Bluetooth-Verbindung verliert und Richtungswechsel rechtzeitig anzeigt.
Technisch finde ich die Integration trotzdem spannender als das nächste Display, das lediglich Geschwindigkeit und fünf Akkubalken anzeigt.
Apple Find My und Google Find Hub: Tracking ab Werk
Auch beim Thema Diebstahlschutz wird der CORE 2 moderner.
Laut SoFlow unterstützt das Modell sowohl Apple Find My als auch Googles Find Hub für Android.
Damit kann der Scooter über die entsprechenden Netzwerke lokalisiert werden, ohne dass zwingend ein separater AirTag oder anderer Bluetooth-Tracker irgendwo im Rahmen versteckt werden muss.
Das ist praktisch.
SoFlow hat sogar eine eigene Supportseite, die beschreibt, wie Find Hub beim CORE 2 deaktiviert oder zurückgesetzt werden kann. Das zeigt zumindest, dass die Google-Integration tatsächlich auf dieses konkrete Modell ausgelegt ist.
Trotzdem sollte niemand Tracking mit Diebstahlschutz verwechseln.
Ein Tracker verhindert nicht, dass jemand den Scooter in einen Transporter hebt.
Deshalb gehört für mich weiterhin ein vernünftiges physisches Schloss dazu.
Die Kombination aus Schloss, App-Sperre und Ortungsmöglichkeit ist aber deutlich besser als überhaupt kein Schutz.
App Lock: praktisch, aber ebenfalls kein Schloss
Über die SoFlow-App lässt sich der Scooter außerdem digital sperren und entsperren. Einstellungen, Fahrmodi, Statistiken und Firmware-Updates laufen ebenfalls über die App.
Das ist komfortabel.
Aber auch hier gilt: Ein elektronisch gesperrter E-Scooter kann immer noch weggetragen werden.
App Lock ist deshalb eine zusätzliche Hürde und kein Ersatz für ein mechanisches Schloss.
Ich erwähne das bewusst, weil Hersteller bei digitalen Sperrfunktionen gerne Begriffe wie Sicherheit verwenden. Sicherheit besteht aber aus mehreren Ebenen.
Tracking ist gut.
Elektronische Sperre ist gut.
Ein massives Schloss ist trotzdem notwendig.
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CORE 2 gegen MAX 2: Warum kostet der CORE eigentlich 100 Euro mehr?
Hier wird es spannend.
Denn SoFlow hat mit dem SO4 PRO MAX 2 noch einen weiteren sehr ähnlichen Scooter im aktuellen Programm.
Der MAX 2 kostet laut Hersteller 799 Euro, der CORE 2 899 Euro. Beide arbeiten mit 500 Watt Nennleistung, 1.300 Watt Peak und 50 Nm Drehmoment.
Der direkte Vergleich zeigt aber einige Unterschiede:
| Modell | SO4 PRO CORE 2 | SO4 PRO MAX 2 |
| Preis | 899 € | 799 € |
| Akku | 648 Wh | 576 Wh |
| Reichweite | bis 80 km | bis 75 km |
| Peak-Leistung | 1.300 W | 1.300 W |
| Drehmoment | 50 Nm | 50 Nm |
| Reifen | 11 x 3 Zoll | 10 x 2,5 Zoll |
| Display | TFT-Farbdisplay | LED Smart Display |
| Navigation | Turn-by-Turn | nicht aufgeführt |
| Gewicht | 26 kg | 24 kg |
| Steigung | 35 % | 33 % |
| Akkuwechsel | auf CORE-Seite nicht beworben | Wechselakku |
| Schutzart | IPX5 | IP65 |
Die Daten stammen aus den aktuellen Produktseiten des Herstellers.
Und dieser Vergleich ist wichtig.
Denn der CORE 2 ist nicht automatisch in jedem Punkt das bessere Fahrzeug.
Er besitzt den größeren Akku, größere und breitere Reifen, ein moderneres TFT-Cockpit mit Navigation und etwas mehr angegebene Reichweite.
Der MAX 2 ist dagegen zwei Kilogramm leichter und wird von SoFlow ausdrücklich mit einem Wechselakku beworben. Beim CORE 2 erwähnt die Produktseite eine Wechselbarkeit des Akkus derzeit nicht.
Das sollte man bei einer Kaufentscheidung berücksichtigen.
Wer einen Akku beispielsweise in der Wohnung laden muss, obwohl der Scooter in Garage oder Keller steht, könnte mit einem Wechselakku einen erheblichen praktischen Vorteil haben.
Wer dagegen maximale Stabilität, größere Reifen und das TFT-Navigationsdisplay möchte, findet beim CORE 2 das interessantere Paket.
Genau deshalb würde ich nicht pauschal sagen: 899 Euro = automatisch besser als 799 Euro.
Es kommt darauf an, welche Ausstattung man tatsächlich braucht.
Wo steht der CORE 2 im aktuellen SoFlow-Programm?
Im aktuellen deutschen SoFlow-Line-up liegt der CORE 2 ziemlich genau zwischen dem günstigeren SO4 PRO MAX 2 für 799 Euro und dem deutlich teureren SO4 PRO GT 2 für 1.399 Euro. SoFlow selbst bewertet den CORE 2 innerhalb seiner Produktübersicht bei „Power“ mit 9 von 10 und bei „Stability“ sogar mit 10 von 10.
Ich würde diese Herstellerbewertungen natürlich nicht als objektiven Testwert betrachten.
Sie zeigen aber ziemlich gut, welche Rolle SoFlow diesem Modell gibt.
Der CORE 2 soll offenbar der komfortable, stabile Long-Range-Scooter unterhalb des Topmodells sein.
Das ist eine interessante Position.
899 Euro sind für einen E-Scooter kein Schnäppchen. Gleichzeitig bewegen wir uns inzwischen in einem Markt, in dem leistungsstarke Modelle mit Vollfederung, großen Akkus und smarter Ausstattung schnell vierstellig werden.
Wenn die Qualität und Fahrwerksabstimmung stimmen, könnte der CORE 2 deshalb preislich durchaus attraktiv sein.
IPX5: Regen ja – U-Boot nein
SoFlow gibt für den CORE 2 die Schutzart IPX5 an.
Dabei bedeutet das „X“, dass an dieser Stelle keine konkrete Staubschutzklasse angegeben wird. Die 5 beschreibt den Schutz gegen Wasserstrahlen.
Im normalen Alltag sollte ein unerwarteter Regenschauer also nicht automatisch zum Drama werden.
Trotzdem würde ich keinen E-Scooter absichtlich mit einem Hochdruckreiniger bearbeiten, durch tiefes Wasser fahren oder dauerhaft im Regen stehen lassen.
Wasser und Elektronik bleiben eine Kombination, bei der gesunder Menschenverstand wichtiger ist als eine Zahl im Datenblatt.
22 km/h laut Datenblatt – was bedeutet das in Deutschland?
Auf der deutschen Produktseite gibt SoFlow eine maximale Geschwindigkeit von 22 km/h an.
Solche Angaben kennen wir von vielen für Deutschland angebotenen E-Scootern.
Für den legalen Betrieb auf öffentlichen Straßen ist jedoch nicht irgendeine Displayzahl entscheidend, sondern die konkrete Fahrzeugzulassung beziehungsweise Datenbestätigung des jeweiligen Modells.
SoFlow weist in seinem deutschen Support generell darauf hin, dass seine straßenzugelassenen E-Scooter den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben unterliegen und Manipulationen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis beziehungsweise des Versicherungsschutzes führen können.
Interessant finde ich allerdings, dass auf der derzeitigen CORE-2-Produktseite im aufgeführten Lieferumfang lediglich Scooter, Ladegerät, Werkzeug und Bedienungsanleitung genannt werden. Eine ABE beziehungsweise Datenbestätigung wird dort nicht separat aufgeführt.
Das muss nicht bedeuten, dass sie fehlt.
Ich würde mir bei einer Bestellung für Deutschland trotzdem bestätigen lassen, welche Zulassungsunterlagen konkret mitgeliefert werden. Das ist eine kleine Sache, die man besser vor dem Kauf klärt als danach.
Was mir am SO4 PRO CORE 2 auf den ersten Blick gefällt
Das Gesamtkonzept wirkt erstaunlich schlüssig.
SoFlow versucht nicht, den CORE 2 über eine absurd hohe Peakleistung zu verkaufen und beim Rest zu sparen.
648 Wh Akku, 11-Zoll-Reifen, Vollfederung, zwei Scheibenbremsen, vier Blinker, TFT-Navigation, Tracking für beide großen Smartphone-Plattformen und 150 Kilogramm Nutzlast sind genau die Eigenschaften, die im täglichen Einsatz einen Unterschied machen können.
Besonders die Kombination aus großen Reifen und Federung interessiert mich.
Viele Scooter bekommen mittlerweile eine aufwendige Federung, fahren anschließend aber weiterhin auf relativ kleinen Rädern. Der CORE 2 geht hier einen anderen Weg.
Auch das Cockpit wirkt deutlich moderner.
Navigation auf dem Scooter ist kein lebensnotwendiges Feature. Aber es ist eines dieser Dinge, die man vermutlich schnell vermisst, wenn sie wirklich zuverlässig funktionieren.
Und integriertes Apple- und Android-Tracking sollte in dieser Preisklasse meiner Meinung nach langsam zum Standard werden.
Was ich kritisch sehe
Es gibt trotzdem einige Fragezeichen.
Das größte ist natürlich die 80-Kilometer-Reichweite.
Mit 648 Wh ist der Akku ordentlich dimensioniert, aber 80 Kilometer entsprechen rechnerisch einem äußerst niedrigen Energieverbrauch. Das möchte ich definitiv unter realistischen Bedingungen sehen.
Das zweite Fragezeichen ist das Gewicht.
26 Kilogramm sind für Pendler mit Treppen ein Argument gegen den Scooter.
Drittens finde ich den Vergleich zum 100 Euro günstigeren MAX 2 ausgesprochen interessant. Wer keinen Wert auf 11-Zoll-Reifen oder TFT-Navigation legt, könnte dort das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen – zumal der MAX 2 ausdrücklich einen Wechselakku besitzt.
Und schließlich möchte ich wissen, wie die Federung abgestimmt ist.
Ein Scooter kann auf dem Papier zehn Federelemente besitzen und trotzdem schlecht fahren. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel von Rahmen, Reifen, Federn, Dämpfung und Lenkgeometrie.
Das kann man nicht aus einem Produktfoto herauslesen.
Für wen eignet sich der SoFlow SO4 PRO CORE 2?
Nach dem aktuellen Datenblatt sehe ich mehrere typische Käufergruppen.
Besonders interessant dürfte er für Pendler mit längeren Strecken sein. Wer beispielsweise täglich 20 bis 30 Kilometer fährt, profitiert stärker von einem großen Akku als jemand, der nur zwei Kilometer zum Bahnhof rollt.
Auch größere und schwerere Fahrer dürften die 150 Kilogramm Tragkraft, die breiten Reifen und den kräftigen Getriebemotor interessant finden.
Eine weitere Zielgruppe sind Tourenfahrer.
Wer am Wochenende 30, 40 oder 50 Kilometer unterwegs sein möchte, braucht Komfort. Und genau da könnten die großen Reifen und die Vollfederung ihre Stärken ausspielen.
Weniger geeignet erscheint mir der CORE 2 für Personen, die ihren Scooter ständig tragen müssen.
Für den täglichen Wechsel zwischen Bahnsteig, Treppe, Büro und Wohnung gibt es leichtere Alternativen.
Das ist keine Schwäche des CORE 2, sondern eine Folge seiner Auslegung.
Er ist eher Fahrzeug als Traggepäck.
Sind 899 Euro ein fairer Preis?
Auf Basis des Datenblatts würde ich sagen: Der Preis ist zumindest nachvollziehbar.
899 Euro sind viel Geld.
Dafür liefert SoFlow allerdings einen 648-Wh-Akku, 1.300 Watt Peak, 50 Nm, Vollfederung, zwei Scheibenbremsen, 11 x 3 Zoll Tubeless-Reifen, Blinker vorne und hinten, ein TFT-Farbdisplay, Navigation und integriertes Tracking.
Die Frage lautet deshalb weniger: „Sind 899 Euro billig?“
Natürlich nicht.
Die bessere Frage lautet: Bekommt man für 899 Euro genügend Technik und Qualität?
Bei der Ausstattung würde ich zunächst Ja sagen.
Bei Fahrverhalten, Verarbeitung, realer Reichweite und Langzeitqualität steht die Antwort noch aus.
Und genau diese Trennung finde ich wichtig.
Eine Produktvorstellung darf neugierig machen. Sie sollte aber niemals so tun, als hätte ein Herstellerdatenblatt bereits einen echten Test ersetzt.
Wer vor dem Kauf Preise vergleichen oder nach Aktionen schauen möchte, sollte außerdem einen Blick auf unsere laufend aktualisierte Übersicht werfen:
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Mein erster Eindruck vom SoFlow SO4 PRO CORE 2
Ich finde den SO4 PRO CORE 2 ausgesprochen interessant.
Nicht wegen der 1.300 Watt.
Nicht wegen einer einzelnen Marketingzahl.
Mich interessiert das Gesamtpaket.
SoFlow kombiniert einen kräftigen Getriebemotor mit einem vernünftig großen Akku, 150 Kilogramm Nutzlast, sehr breiten 11-Zoll-Reifen, Vollfederung, zwei Scheibenbremsen und einer modernen digitalen Ausstattung.
Genau dort entwickelt sich der E-Scooter-Markt meiner Meinung nach hin.
Die Fahrzeuge werden erwachsener.
Navigation, Tracking und gute Beleuchtung sind mittlerweile fast genauso wichtig wie reine Motorleistung. Gleichzeitig steigen Gewicht und Komplexität.
Der CORE 2 ist dafür ein gutes Beispiel.
Er ist mit 26 Kilogramm definitiv kein leichter Cityflitzer mehr. Dafür könnte er zu den komfortableren und stabileren Scootern seiner Klasse gehören.
Ob er das tatsächlich schafft, muss er noch beweisen.
Vor allem die Reichweite, der Fahrkomfort und die Performance an längeren Steigungen würde ich gerne direkt überprüfen.
Denn eine Zahl wie 80 Kilometer auf einer Webseite ist schnell geschrieben.
80 Kilometer unter realistischen Bedingungen zu fahren, ist etwas völlig anderes.
Fazit: Auf dem Papier einer der spannendsten neuen SoFlow-Scooter
Der SoFlow SO4 PRO CORE 2 wirkt wie ein ziemlich konsequentes Fahrzeug.
Für 899 Euro bekommt man laut Hersteller einen 500-Watt-Getriebemotor mit bis zu 1.300 Watt Spitzenleistung und 50 Nm, einen 648-Wh-Akku, maximal 80 Kilometer Reichweite, Vollfederung, 11 x 3 Zoll Tubeless-Reifen, zwei Scheibenbremsen, vier Blinker, TFT-Navigation sowie Apple Find My und Google Find Hub.
Das ist eine starke Ausstattung.
Besonders interessant finde ich, dass SoFlow nicht nur auf Leistung setzt, sondern Themen wie Fahrkomfort, Navigation und Tracking stärker in den Mittelpunkt rückt.
Die größten Fragezeichen bleiben für mich die reale Reichweite, das hohe Gewicht und der Vergleich zum günstigeren SO4 PRO MAX 2.
Wer einen möglichst leichten Scooter sucht, wird hier vermutlich nicht glücklich.
Wer dagegen lange Strecken, hohe Zuladung, große Reifen und viel Ausstattung möchte, sollte den CORE 2 definitiv auf die Kandidatenliste setzen.
Mein Urteil bleibt deshalb vorerst bewusst offen:
Auf dem Papier macht der SO4 PRO CORE 2 verdammt viel richtig. Jetzt muss er zeigen, ob er diese Daten auch auf die Straße bringen kann.
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