NAVEE Fold P10: Der vielleicht praktischste E-Scooter der IFA 2026? Dreifach faltbar, Wechselakku und 1.350 Watt
Moin Leute, in den vergangenen Jahren konnte man bei E-Scootern einen ziemlich eindeutigen Trend beobachten: mehr Leistung, größere Akkus, dickere Reifen, aufwendigere Federungen – und damit leider auch immer mehr Gewicht und immer größere Fahrzeuge.
Ich beschäftige mich seit über elf Jahren intensiv mit Elektromobilität und irgendwann fragt man sich zwangsläufig: Wie mobil ist ein E-Scooter eigentlich noch, wenn ich ihn kaum in den Kofferraum bekomme und schon beim Hochtragen in den dritten Stock Rückenschmerzen bekomme?
Genau an diesem Punkt setzt der neue NAVEE Fold P10 an.
NAVEE hat den Fold P10 auf der IFA 2026 in Berlin als Weltpremiere gezeigt. Und anders als beim spektakulären NAVEE UT Hyper, der momentan vor allem als technischer Extrem-Prototyp Aufmerksamkeit erzeugt, gibt es für den Fold P10 bereits eine klare Perspektive: NAVEE kündigt offiziell einen Europastart für 2027 an. Kern des Konzepts sind eine eigens entwickelte Dreifach-Faltung, ein herausnehmbarer Akku, bis zu 1.350 Watt Spitzenleistung, bis zu 70 Kilometer Herstellerreichweite sowie eine Federung vorne und hinten. NAVEE spricht von mehr als 80 Prozent weniger benötigtem Stauraum im zusammengefalteten Zustand.
Und ich sage es direkt: Von all den teilweise völlig verrückten E-Scootern, die derzeit präsentiert werden, halte ich diese Idee für eine der interessantesten.
Nicht, weil der Fold P10 irgendeinen Leistungsrekord aufstellt.
Sondern weil NAVEE versucht, ein echtes Alltagsproblem zu lösen.
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Der NAVEE Fold P10 soll ein völlig anderes Problem lösen
Auf den ersten Blick könnte man den Fold P10 einfach als weiteren E-Scooter der gehobenen Mittelklasse betrachten.
Das würde ihm aber nicht gerecht.
NAVEE versucht hier nämlich nicht, einen möglichst großen Scooter möglichst klein zusammenzuklappen. Die gesamte Fahrzeugarchitektur wurde offensichtlich von Anfang an um das Thema Faltbarkeit herum entwickelt.
Bei einem normalen E-Scooter klappt man meistens nur die Lenksäule nach hinten. Das macht den Scooter niedriger, aber kaum kürzer. Ein 1,20 Meter langer Scooter bleibt also ungefähr 1,20 Meter lang.
Genau das ist beispielsweise im Kofferraum ein Problem.
Auch in einem Wohnmobil, Camper, kleinen Keller, einer engen Wohnung oder unter einem Schreibtisch hilft einem eine heruntergeklappte Lenksäule nur begrenzt.
Der Fold P10 geht deshalb deutlich weiter.
Das Trittbrett reicht konstruktiv nicht einfach als starres Bauteil bis zum Vorderrad. Stattdessen gibt es zusätzliche Gelenkpunkte im Rahmen. Zwei Gelenke im Fahrzeugrahmen und der zusätzlich faltbare Lenker sorgen dafür, dass Vorder- und Hinterrad beim Zusammenlegen praktisch nebeneinander landen.
Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick beinahe mehr nach einem zusammengefalteten Klapprad als nach einem klassischen E-Scooter aus.
Und genau das könnte ziemlich clever sein.
Mehr als 80 Prozent weniger Stauraum – stimmt das wirklich?
NAVEE spricht von einer Reduzierung des benötigten Stauraumvolumens um mehr als 80 Prozent. Diese Aussage findet sich sowohl auf dem offiziellen IFA-Auftritt als auch in NAVEE-Pressematerial.
Man sollte bei solchen Angaben allerdings genau hinschauen.
Der Scooter wird natürlich nicht plötzlich physisch um 80 Prozent kleiner. Gemeint ist das umschließende Stauraumvolumen. Für die Praxis ist das durchaus relevant, weil genau dieses gedachte Rechteck darüber entscheidet, ob ein Scooter in einen Kofferraum oder unter einen Schreibtisch passt.
Bei den Abmessungen gibt es derzeit interessanterweise noch leichte Abweichungen zwischen verschiedenen Veröffentlichungen.
Les Numériques und Frandroid nennen ungefähr 68,3 × 34 × 56,8 Zentimeter im gefalteten Zustand und rund 118,4 × 60 × 122,2 Zentimeter fahrbereit. Deutsche Agenturberichte nennen ungefähr 31 × 71 × 56 Zentimeter gefaltet beziehungsweise rund 119 × 62 × 125 Zentimeter aufgebaut. Eine weitere Veröffentlichung nennt 70,8 × 30,7 × 56,3 Zentimeter.
Für mich ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass wir aktuell über ein Vorserienfahrzeug beziehungsweise eine noch nicht vollständig finalisierte europäische Version sprechen.
Auf wenige Zentimeter würde ich mich deshalb momentan nicht festlegen.
Relevant ist vielmehr die Größenordnung:
Zusammengefaltet ist der Fold P10 nur rund 70 Zentimeter lang, gut 30 Zentimeter breit und knapp 57 Zentimeter hoch.
Das ist für einen vollwertigen E-Scooter tatsächlich außergewöhnlich kompakt.
Genau für Kofferraum, Camper und Wohnung wird der Fold P10 interessant
Ich sehe beim Fold P10 sofort mehrere Einsatzbereiche, bei denen ein normaler E-Scooter regelmäßig nervt.
Nehmen wir einen kleinen Pkw. Wer zwei normale E-Scooter transportieren möchte, kann je nach Fahrzeug ziemlich schnell einen großen Teil des Kofferraums vergessen.
Im Wohnmobil oder Camper ist das Problem noch offensichtlicher. Dort kämpft man ohnehin um jeden Zentimeter Stauraum.
Oder die klassische Stadtwohnung.
Ihr wohnt im vierten Stock, habt keinen Keller und wollt den Scooter nicht quer im Hausflur stehen lassen. Ein kompakter Block lässt sich wesentlich einfacher verstauen als ein 1,20 Meter langes Fahrzeug.
NAVEE selbst nennt ausdrücklich Autokofferraum, Büro und kleine Wohnungen als typische Szenarien.
Das ergibt Sinn.
Allerdings gibt es dabei einen ziemlich wichtigen Haken.
Kompakt bedeutet beim Fold P10 nicht automatisch leicht
Beim Wort „faltbar“ entsteht schnell der Eindruck, der Fold P10 sei irgendein ultraleichter 13-Kilo-Pendler-Scooter.
Das ist er offenbar nicht.
Nach den bislang veröffentlichten technischen Angaben wiegt der eigentliche Scooter ungefähr 17,9 Kilogramm. Der herausnehmbare Akku kommt mit weiteren 3,5 Kilogramm dazu.
Macht zusammen:
rund 21,4 Kilogramm fahrbereit.
21,4 Kilogramm sind für einen modernen gefederten E-Scooter absolut okay.
Für ein Fahrzeug, das mit „ultraportabel“ beworben wird, ist das allerdings kein Leichtgewicht.
Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte bei der gesamten Einordnung.
Der Fold P10 löst primär das Platzproblem – nicht das Gewichtsproblem.
Ein paar Treppen hochtragen? Wahrscheinlich kein Drama.
Jeden Morgen mehrere hundert Meter durch einen Bahnhof schleppen und anschließend drei Treppen zum Bahnsteig hoch? Da machen sich 21 Kilogramm ziemlich schnell bemerkbar.
Immerhin besitzt der Scooter laut Messeberichten eine integrierte Tragemöglichkeit. Noch interessanter ist allerdings der herausnehmbare Akku: Muss der Scooter getragen werden, könnte man die 3,5 Kilogramm schwere Batterie separat in einen Rucksack packen und hätte am eigentlichen Fahrzeug nur noch knapp 18 Kilogramm.
Das ist deutlich angenehmer.
Aber federleicht wird er dadurch trotzdem nicht.
Der Wechselakku ist für mich fast wichtiger als die Dreifach-Faltung
Beim Fold P10 sitzt der Akku nicht wie bei vielen E-Scootern tief und fest verbaut im Trittbrett.
Stattdessen befindet sich das herausnehmbare Batteriepaket sichtbar an der Lenksäule beziehungsweise im vorderen Bereich der Fahrzeugstruktur.
NAVEE beschreibt einen Wechsel innerhalb weniger Sekunden. Verschiedene Berichte nennen konkret etwa drei Sekunden, um die Batterie ohne Werkzeug herauszunehmen.
Und das ist im Alltag wirklich spannend.
Stellt euch vor, ihr wohnt in einem Mehrfamilienhaus.
Der Scooter steht unten im abgeschlossenen Fahrradraum, aber dort gibt es keine Steckdose.
Bisher heißt das bei vielen Modellen:
Scooter hochtragen.
Beim Fold P10 nehmt ihr theoretisch einfach den Akku heraus, geht hoch und ladet nur die Batterie.
Das Gleiche funktioniert im Büro, im Camper oder in der Garage.
Für mich ist das echter Nutzwert und nicht irgendein Feature, das nur auf dem Datenblatt gut aussieht.
458 Wh Akku – und angeblich 70 Kilometer Reichweite
Die Kapazität des Wechselakkus wird mit 458 Wh angegeben.
Das ist eine vernünftige Größe.
Allerdings sollten wir jetzt über die Zahl sprechen, die in der Werbung natürlich wesentlich schöner aussieht:
70 Kilometer Reichweite.
NAVEE nennt diese 70 Kilometer offiziell.
Aber wie immer gilt bei E-Scootern:
Herstellerreichweite und echte Reichweite sind zwei unterschiedliche Welten.
Und beim Fold P10 wird das besonders deutlich.
Verschiedene europäische Medien geben unterschiedliche Testbedingungen wieder. Frandroid spricht von einer Messung bei nur rund 10 km/h, Les Numériques und SmartWorld nennen 15 km/h.
Allein diese Abweichung zeigt schon, warum ich die 70 Kilometer momentan nicht überbewerten würde.
458 Wh geteilt durch 70 Kilometer würden einen extrem niedrigen Energieverbrauch voraussetzen.
Unter idealen Bedingungen, bei niedriger Geschwindigkeit, leichtem Fahrer, flacher Strecke und angenehmen Temperaturen kann das funktionieren.
Im normalen Alltag sieht es anders aus.
Frandroid schätzt für die 25-km/h-Version eher ungefähr 35 bis 40 Kilometer reale Reichweite. Das ist ausdrücklich noch kein unabhängiger Scooterhelden-Reichweitentest, sondern eine journalistische Einordnung.
Und genau so würde ich momentan auch mit der Zahl umgehen:
70 Kilometer sind der theoretische Bestwert.
Was der Fold P10 mit einem 90-Kilo-Fahrer, echten Beschleunigungen, Gegenwind und Steigungen schafft, muss ein richtiger Test zeigen.
Mit einem zweiten Akku wird das Konzept richtig spannend
Jetzt kommt aber der entscheidende Vorteil des Wechselakkus.
Mit einem zweiten Akku müsste man eben nicht zweieinhalb Stunden irgendwo auf eine Steckdose warten.
Akku raus.
Vollen Akku rein.
Weiterfahren.
NAVEE beschreibt genau diesen Anwendungsfall und spricht davon, dass sich die nutzbare Reichweite durch einen zweiten geladenen Akku unmittelbar verdoppeln lässt.
Theoretisch wären unter denselben idealisierten Bedingungen also bis zu 140 Kilometer mit zwei Batterien denkbar.
Ob das sinnvoll ist, hängt natürlich massiv vom Preis des Ersatzakkus ab.
Und genau diese Information fehlt bislang.
Wenn NAVEE für einen zweiten Akku irgendwann 599 Euro verlangt, relativiert sich der Vorteil erheblich.
Kostet das Paket beispielsweise 250 oder 300 Euro, könnte daraus ein ziemlich attraktives System werden.
Deshalb gehört der Preis des Ersatzakkus für mich zu den wichtigsten noch offenen Fragen.
Sobald Preise, Tests oder Rabattaktionen zum Fold P10 bekannt werden, findet ihr sie natürlich auch bei unseren ⚡️ NEWS & GUTSCHEINEN ⚡️.
Laden dauert standardmäßig erstaunlich lange
Beim Standard-Ladegerät nennen mehrere Quellen rund 8,5 Stunden Ladezeit.
Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich lang.
Für einen 458-Wh-Akku hätte ich bei einem modernen Fahrzeug eigentlich mehr erwartet.
Wenn der Scooter nachts geladen wird, dürfte das vielen egal sein. Wer aber tagsüber unterwegs ist und beispielsweise im Büro nachladen möchte, sind achteinhalb Stunden einfach unpraktisch.
Interessant wird deshalb eine weitere Angabe.
SmartWorld berichtet von einem optionalen 10-A-Schnellladegerät, mit dem die Batterie in ungefähr anderthalb Stunden geladen werden können soll. Außerdem wird dort eine 20-Watt-USB-C-Ausgabe erwähnt, über die beispielsweise ein Smartphone versorgt werden könnte.
Diese Details habe ich in der offiziellen kompakten IFA-Produktbeschreibung von NAVEE allerdings noch nicht wiedergefunden.
Deshalb würde ich sie momentan als wahrscheinliche Vorserien- beziehungsweise Ausstattungsangaben betrachten und nicht als endgültig bestätigten deutschen Lieferumfang.
Wenn dieses Schnellladegerät tatsächlich angeboten wird, wäre es allerdings fast Pflichtzubehör.
500 Watt Nennleistung und bis zu 1.350 Watt Peak
Beim Motor wird es für den deutschen Markt besonders interessant.
NAVEE beziehungsweise das veröffentlichte Pressematerial nennt eine Nennleistung von 500 Watt und eine Spitzenleistung von 1.350 Watt.
Der Motor sitzt nach bisherigen Angaben im Hinterrad.
Die maximale Steigfähigkeit wird mit bis zu 26 Prozent angegeben.
1.350 Watt Peak sind heutzutage zwar kein unglaublicher Spitzenwert mehr, aber für einen urbanen Scooter dieser Gewichtsklasse ist das ordentlich.
Und mir gefällt die Richtung.
Ich brauche bei einem City-Scooter keine 4.000 Watt und durchdrehende Reifen.
Ich möchte, dass ein Fahrzeug auch mit einem etwas schwereren Fahrer am Berg nicht auf 11 km/h zusammenbricht.
Ob die 1.350 Watt tatsächlich über längere Steigungen verfügbar bleiben oder der Controller aufgrund von Temperatur beziehungsweise Akkustand schnell herunterregelt, können wir heute natürlich noch nicht beurteilen.
Das ist ein perfektes Beispiel dafür, warum Peak-Leistung allein noch keinen guten Scooter macht.
26 Prozent Steigung klingen gut – ein Test muss es beweisen
Bei Herstellerangaben zur maximalen Steigung bin ich grundsätzlich skeptisch.
26 Prozent können alles Mögliche bedeuten.
Mit welchem Fahrergewicht?
Bei welchem Akkustand?
Wie lang ist die Steigung?
Mit welcher Geschwindigkeit erreicht der Scooter den Berg?
Schafft er die 26 Prozent gerade noch mit 5 km/h oder fährt er souverän hoch?
Genau deshalb testen wir E-Scooter lieber selbst am Berg.
Aber 500 Watt Nennleistung und 1.350 Watt Peak geben zumindest eine technische Grundlage, die deutlich mehr verspricht als bei einfachen Pendler-Scootern.
Federung vorne und hinten trotz kompakter Konstruktion
Eines meiner größten Bedenken bei einem so stark faltbaren Scooter wäre normalerweise der Komfort.
Je kleiner und leichter man ein Fahrzeug konstruiert, desto häufiger wird an Federweg, Reifen oder Rahmensteifigkeit gespart.
NAVEE geht offenbar einen anderen Weg.
Der Fold P10 bekommt vorne und hinten eine Damping-Arm-Federung beziehungsweise gefederte Schwingen. NAVEE selbst bewirbt ausdrücklich eine Federung an Vorder- und Hinterrad.
Dazu kommen 10-Zoll-Tubeless-Reifen.
Das klingt nach einer vernünftigen Kombination.
10 Zoll sind groß genug, damit kleinere Schlaglöcher und Kanten nicht sofort dramatisch werden, gleichzeitig bleiben die Räder klein genug, damit die ungewöhnliche Faltmechanik überhaupt funktioniert.
Was sich erst noch zeigen muss, ist die Abstimmung.
Eine Federung kann weich und komfortabel sein.
Sie kann aber auch hart sein, durchschlagen oder beim Bremsen unangenehm eintauchen.
Dafür brauche ich ein Serienfahrzeug und echte Kilometer.
Trommelbremse vorne und E-ABS hinten
Beim Bremssystem setzt NAVEE nach den derzeit bekannten Angaben vorne auf eine Trommelbremse und hinten auf ein elektronisches E-ABS beziehungsweise eine elektronische Motorbremse.
Das klingt zunächst weniger spektakulär als zwei hydraulische Scheibenbremsen.
Ich würde das aber nicht automatisch negativ sehen.
Bei einem City-Scooter hat eine Trommelbremse durchaus Vorteile.
Sie ist relativ wartungsarm, weitgehend geschlossen und braucht normalerweise weniger Aufmerksamkeit als eine offen liegende Bremsscheibe.
Entscheidend wird ohnehin der Bremsweg.
Eine tolle Bremse auf dem Datenblatt bringt mir nichts, wenn die Abstimmung zwischen mechanischer und elektronischer Bremse schlecht funktioniert.
Dazu kommt beim Fold P10 ein Traction Control System, kurz TCS, das durchdrehende Räder beziehungsweise Traktionsverluste reduzieren soll.
Gerade bei Nässe und Kopfsteinpflaster kann das sinnvoll sein.
Blinker, Beleuchtung und IPX6
Nach den bisher veröffentlichten Informationen bekommt der Fold P10 eine vollständige Lichtanlage, Blinker und einen Seitenständer.
Außerdem wird eine IPX6-Einstufung genannt.
IPX6 bedeutet einen relativ hohen Schutz gegen starkes Strahlwasser.
Das ist für einen Alltags-Scooter ein gutes Signal.
Trotzdem würde ich auch mit IPX6 keinen E-Scooter absichtlich mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten oder stundenlang im Starkregen stehen lassen.
Wasserschutz und Garantiebedingungen sind nicht automatisch dasselbe.
Apple Find My, Bluetooth-Sperre und NAVEE-App
Auch beim Thema Konnektivität scheint NAVEE ziemlich weit zu gehen.
Berichtet werden eine Verbindung mit der NAVEE-App, Apple Find My, eine Bluetooth-Sperrfunktion sowie das bereits erwähnte TCS.
Apple Find My halte ich inzwischen für ein wirklich sinnvolles Feature.
Ein E-Scooter ist relativ kompakt, wertvoll und schnell in einen Transporter geladen.
Eine Ortungsfunktion verhindert den Diebstahl nicht, kann aber zumindest helfen, ein gestohlenes Fahrzeug wiederzufinden.
Wichtig: Eine elektronische Sperre ersetzt für mich trotzdem niemals ein vernünftiges physisches Schloss.
Les Numériques berichtet außerdem über eine NFC-/Smartphone-Lösung, über die das Smartphone als Navigations- und Bedienanzeige eingesetzt werden kann. Frandroid erwähnt ein modulares System zur Befestigung von Zubehör. Auch hier bleibt für mich abzuwarten, welche Komponenten später tatsächlich serienmäßig beziehungsweise optional angeboten werden.
Die bisher bekannten technischen Daten des NAVEE Fold P10
| Merkmal | Aktueller Informationsstand |
|---|---|
| Modell | NAVEE Fold P10 |
| Vorstellung | IFA Berlin 2026 |
| Marktstart Europa | 2027 |
| Preis | 799 € in mehreren europäischen Berichten genannt; deutsche UVP noch nicht final bestätigt |
| Motor | Hinterradmotor |
| Nennleistung | 500 W |
| Spitzenleistung | bis 1.350 W |
| Steigfähigkeit | bis 26 % |
| Akku | 458 Wh, herausnehmbar |
| Akkugewicht | ca. 3,5 kg |
| Scootergewicht ohne Akku | ca. 17,9 kg |
| Gesamtgewicht | ca. 21,4 kg |
| Herstellerreichweite | bis 70 km |
| Zweitakku | grundsätzlich möglich |
| Standard-Ladezeit | ca. 8,5 Stunden |
| Schnellladegerät | 10 A / ca. 1,5 h berichtet, finale Verfügbarkeit offen |
| Reifen | 10 Zoll Tubeless |
| Federung | vorne und hinten |
| Bremse vorne | Trommelbremse |
| Bremse hinten | E-ABS / elektronische Bremse |
| TCS | ja |
| Zuladung | bis 120 kg |
| Wasserschutz | IPX6 |
| Ortung | Apple Find My berichtet |
| App | NAVEE App |
| Verriegelung | Bluetooth |
| Beleuchtung | Front-/Rücklicht, Blinker berichtet |
| Gefaltete Größe | ungefähr 68–71 × 31–34 × 56–57 cm, je nach Quelle |
| Fahrbereite Größe | ungefähr 118–119 × 60–62 × 122–125 cm |
| Faltprinzip | Triple-Fold / Dreifach-Faltung |
| Volumenreduzierung | mehr als 80 % laut NAVEE |
Die wichtigsten Eckdaten – Dreifach-Faltung, Wechselakku, 500 Watt Nennleistung, 1.350 Watt Peak, 70 Kilometer Reichweite, Doppel-Federung und Europastart 2027 – lassen sich inzwischen ziemlich gut belegen. Bei Detailausstattung, Abmessungen und Zubehör zeigen die veröffentlichten Unterlagen dagegen noch Unterschiede.
Kommt der NAVEE Fold P10 mit deutscher Straßenzulassung?
Jetzt kommen wir zu einem Punkt, bei dem ich momentan etwas vorsichtiger wäre.
Mehrere Artikel sprechen sehr selbstverständlich von der europäischen beziehungsweise französischen oder spanischen Version mit 25 km/h.
Deutschland ist aber bekanntlich Deutschland.
Hier gelten andere Anforderungen.
Das Bundesministerium für Verkehr nennt für Elektrokleinstfahrzeuge unter anderem eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 km/h, eine Nenndauerleistung von maximal 500 Watt sowie die Notwendigkeit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis oder Einzelbetriebserlaubnis und einer gültigen Versicherungsplakette.
Interessant ist:
Mit seinen genannten 500 Watt Nennleistung liegt der Fold P10 exakt an der deutschen Leistungsgrenze.
Auch Gewicht und Abmessungen wären grundsätzlich unkritisch.
Das Problem ist die Geschwindigkeit.
Eine europäische 25-km/h-Version kann nicht einfach unverändert als deutscher E-Scooter zugelassen werden.
NAVEE müsste entsprechend eine deutsche 20-km/h-Variante mit den notwendigen Genehmigungsunterlagen anbieten.
Und genau diese konkrete deutsche Variante ist aktuell noch nicht final dokumentiert.
Deshalb würde ich momentan auch noch nicht schreiben:
„Der NAVEE Fold P10 hat definitiv eine deutsche ABE.“
Dafür ist es zu früh.
2027 wird für die deutsche Version ohnehin interessant
Der Zeitpunkt ist zusätzlich spannend.
Das Bundesministerium für Verkehr weist darauf hin, dass neue technische Regelungen der überarbeiteten eKFV für Elektrokleinstfahrzeuge ab Baujahr 2027 relevant werden.
Und genau 2027 soll der Fold P10 nach Europa kommen.
Das bedeutet für mich: Wir sollten auf die tatsächliche deutsche Serienversion warten.
Nicht auf ein Messefahrzeug.
Nicht auf eine französische Produktseite.
Und auch nicht auf irgendeinen Importeur, der eine 25-km/h-Version anbietet und irgendwo das Wort „EU-Zulassung“ dazuschreibt.
Für Deutschland zählt am Ende die konkrete Genehmigung des konkreten Modells.
Sobald es Neuigkeiten zur deutschen Version, ABE oder zum Verkaufsstart gibt, werden wir das auch über ⚡️ NEWS & GUTSCHEINE ⚡️ aktualisieren. Und wer unsere späteren Fahrtests nicht verpassen möchte: 👉 Scooterhelden abonnieren 👈.
Was kostet der NAVEE Fold P10 wirklich?
Beim Preis ist die aktuelle Quellenlage überraschend interessant.
Mehrere europäische Medien nennen 799 Euro.
Frandroid nennt 799 Euro für Frankreich, TechPulse denselben Preis für Belgien und SmartWorld berichtet ebenfalls von 799 Euro für den europäischen Markt.
Gleichzeitig enthalten die offizielle NAVEE-/IFA-Produktbeschreibung und andere Presseberichte noch keinen konkreten Verkaufspreis. Dort wird lediglich der Europastart 2027 bestätigt.
Deshalb würde ich es aktuell so formulieren:
799 Euro sind ein sehr plausibler und offensichtlich bereits kommunizierter Zielpreis für Teile Europas. Eine endgültig bestätigte deutsche UVP ist es für mich zum heutigen Zeitpunkt aber noch nicht.
Sollten es tatsächlich 799 Euro werden, halte ich den Preis erst einmal für nachvollziehbar.
Der Fold P10 ist nicht günstig.
Aber er bietet eine ungewöhnliche Faltmechanik, Wechselakku, Doppel-Federung, 10-Zoll-Reifen, 1.350 Watt Peak, TCS, Find My und eine ziemlich umfangreiche technische Ausstattung.
Billig-Segment sieht anders aus.
Warum ich trotzdem nicht sofort 799 Euro auf den Tisch legen würde
Bei einem normalen E-Scooter weiß man inzwischen ziemlich genau, welche Bauteile problematisch werden können.
Beim Fold P10 kommt ein ganz neuer Faktor hinzu:
die Faltmechanik.
Und je mehr Gelenke ein Fahrzeug besitzt, desto mehr Stellen gibt es theoretisch, an denen sich über die Jahre Spiel entwickeln kann.
Das muss kein Problem werden.
Aber ich möchte sehen, wie diese Gelenke nach 500, 1.000 und 3.000 Kilometern aussehen.
Bleibt die Konstruktion spielfrei?
Wie werden die Verriegelungen gesichert?
Kann Schmutz eindringen?
Lassen sich Buchsen oder Gelenke austauschen?
Gibt es diese Teile einzeln?
Wie viel kostet eine Reparatur?
Genau solche Fragen finde ich inzwischen fast wichtiger als die Frage, ob ein E-Scooter 1.200 oder 1.350 Watt Peak hat.
Der Wechselakku hat ebenfalls eine zweite Seite
Auch ein Wechselakku ist technisch erst einmal großartig.
Aber auch hier stellen sich Fragen.
Wie robust sind die Kontakte?
Was passiert, wenn jemand täglich zweimal den Akku herausnimmt?
Ist das Batteriegehäuse abschließbar?
Wie gut ist es gegen Regen geschützt?
Gibt es Ersatzkontakte?
Wird ein Akku dauerhaft softwareseitig mit dem Scooter gekoppelt?
Was kostet ein neuer Akku?
Wie lange garantiert NAVEE die Verfügbarkeit?
Das sind keine Argumente gegen den Fold P10.
Ganz im Gegenteil.
Ich finde das Konzept gerade deshalb spannend genug, dass ich genau diese Fragen beantwortet haben möchte.
Service und Ersatzteile werden beim Fold P10 entscheidend
In den vergangenen Monaten habe ich mich sehr intensiv damit beschäftigt, was eigentlich mit E-Scootern passiert, wenn sie nicht mehr funktionieren.
Und spätestens dort merkt man:
Ein fantastisches Produkt ist nur so gut wie der Service dahinter.
Beim Fold P10 möchte ich deshalb nicht nur wissen, wie toll der Scooter zusammenklappt.
Ich möchte wissen, ob ich 2029 noch einen Akku bekomme.
Ob es das Faltgelenk als Ersatzteil gibt.
Ob die Federung repariert werden kann.
Ob Werkstätten Explosionszeichnungen und Ersatzteile erhalten.
Und wie lange NAVEE Softwareupdates bereitstellt.
Gerade bei einem technisch ungewöhnlichen Fahrzeug wird das entscheidend.
Ist der Fold P10 wirklich der perfekte Pendler-Scooter?
Für bestimmte Menschen könnte er verdammt nah dran sein.
Wer mit dem Auto zur Park-and-Ride-Station fährt und den Scooter anschließend aus dem Kofferraum nimmt, profitiert enorm von den kompakten Abmessungen.
Wer mit Wohnmobil oder Camper unterwegs ist, bekommt einen ausgewachsenen gefederten E-Scooter auf ungewöhnlich wenig Raum.
Wer zu Hause kaum Abstellfläche besitzt, kann ihn wesentlich leichter unterbringen.
Auch im Büro sehe ich einen echten Vorteil.
Für den klassischen Bahnpendler bin ich dagegen vorsichtiger.
Denn hier kommt das Gewicht wieder ins Spiel.
Das Bundesverkehrsministerium weist außerdem darauf hin, dass die Mitnahme von E-Scootern im ÖPNV letztlich von den jeweiligen Beförderungsbedingungen des Verkehrsunternehmens abhängt.
Klein gefaltet bedeutet also nicht automatisch:
„Darf überall kostenlos mit.“
Das sollte man vorher prüfen.
Ein interessanter Hinweis aus den USA: Fold P10 X
Bei meiner Recherche bin ich noch über ein Detail gestolpert, das ich interessant finde.
NAVEE hatte bereits im August 2026 in einer offiziellen Vorschau zur Outdoor Retailer in Minneapolis einen „Fold P10 X“ unter seinen dort gezeigten Modellen und Konzepten aufgeführt.
Was genau das „X“ gegenüber dem europäischen Fold P10 bedeutet, ist derzeit nicht dokumentiert.
Es könnte sich um eine andere regionale Version, einen früheren Entwicklungsstand oder eine separate Variante handeln.
Ich würde daraus momentan keine technischen Schlüsse ziehen.
Es zeigt allerdings, dass NAVEE an dieser Plattform offenbar schon länger arbeitet und der Fold P10 nicht erst wenige Tage vor der IFA aus dem Hut gezaubert wurde.
Der Fold P10 ist wesentlich seriennäher als der UT Hyper
Das ist mir bei der Einordnung wichtig.
NAVEE hat auf der IFA mit dem UT Hyper gleichzeitig ein Fahrzeug gezeigt, bei dem Zahlen wie 30.000 Watt und 150 km/h natürlich viel mehr Schlagzeilen produzieren.
Das ist spektakulär.
Aber für den normalen Käufer ist der Fold P10 meiner Meinung nach viel relevanter.
NAVEE sagt beim P10 ausdrücklich:
Europastart 2027.
Dazu gibt es bereits ziemlich konkrete Angaben zu Akku, Leistung, Federung, Reichweite, Gewicht, Reifen und Ausstattung.
Das macht den Fold P10 für mich nicht zu einer reinen Designstudie, sondern zu einer Produktankündigung, bei der wir nun auf das finale Serienfahrzeug warten.
Was mich bei einem ersten Test besonders interessieren würde
Ganz oben steht die Faltmechanik.
Nicht einmal, weil ich daran zweifle, dass sie funktioniert.
Mich interessiert, ob ich das nach drei Tagen intuitiv in zehn Sekunden erledige – oder ob ich jedes Mal drei Sicherungen lösen, zwei Gelenke sortieren und anschließend einen 21-Kilo-Klotz auf komplizierte Weise drehen muss.
Danach kommt das Fahrverhalten.
Wie steif ist der Rahmen mit seinen zusätzlichen Gelenken?
Spürt man beim Bremsen Bewegung?
Wie verhält sich die Gewichtsverteilung mit dem Akku an der Lenksäule?
Wie gut arbeitet die Doppel-Federung?
Und dann natürlich der Klassiker:
Wie weit kommen wir wirklich?
70 Kilometer Herstellerangabe interessieren mich nur begrenzt.
Ich möchte wissen, wie weit der deutsche P10 mit einem rund 90 Kilogramm schweren Fahrer bei normaler Geschwindigkeit tatsächlich fährt.
Erst dann lässt sich der 458-Wh-Akku richtig beurteilen.
Für wen ich den NAVEE Fold P10 aktuell besonders spannend finde
Für Menschen, die einfach möglichst viel Reichweite fürs Geld suchen, gibt es vermutlich andere Scooter.
Für jemanden, der maximale Leistung möchte, ebenfalls.
Der P10 richtet sich meiner Einschätzung nach an eine andere Zielgruppe.
Er ist für Menschen interessant, bei denen Stauraum Teil der Kaufentscheidung ist.
Wohnmobil.
Kofferraum.
Wohnung.
Büro.
Bahn.
Boot.
Ferienhaus.
Vielleicht sogar der klassische Zweit-Scooter, der normalerweise im Auto bleibt.
Genau dort bekommt dieses ungewöhnliche Faltkonzept einen echten Sinn.
Und das gefällt mir.
Innovation muss nicht immer bedeuten, einen weiteren Motor einzubauen.
Manchmal ist es innovativer, einen alltäglichen Gegenstand einfach deutlich praktischer zu machen.
Meine größten offenen Fragen zum NAVEE Fold P10
Bevor ich eine endgültige Kaufempfehlung aussprechen würde, möchte ich vor allem die deutsche ABE sehen.
Danach interessieren mich der endgültige deutsche Preis und der Preis für einen Ersatzakku.
Dann möchte ich wissen, wie viel ein Schnellladegerät kostet und ob es tatsächlich mit 10 Ampere angeboten wird.
Außerdem brauche ich einen echten Reichweitentest.
Einen Bremstest.
Eine Bergfahrt.
Und ich will den Faltmechanismus hundertmal auf- und zuklappen.
Nicht fünfmal auf einer Messe.
Hundertmal.
Genau dann merkt man nämlich, ob etwas wirklich clever konstruiert wurde oder nur auf einem Messestand beeindruckend aussieht.
Und langfristig müssen wir über Ersatzteile sprechen.
Beim P10 vielleicht mehr als bei fast jedem anderen aktuellen NAVEE-Modell.
Häufige Fragen zum NAVEE Fold P10
Wann kommt der NAVEE Fold P10?
NAVEE bestätigt offiziell einen Marktstart in Europa im Jahr 2027. Einen exakten deutschen Verkaufsstart gibt es derzeit noch nicht.
Was kostet der NAVEE Fold P10?
Mehrere europäische Veröffentlichungen nennen 799 Euro. Eine finale deutsche UVP wurde über die offiziellen IFA-Unterlagen bislang allerdings nicht eindeutig bestätigt.
Hat der NAVEE Fold P10 einen Wechselakku?
Ja. Das austauschbare Batteriesystem gehört zu den offiziell bestätigten Hauptmerkmalen des Fold P10. Der Akku besitzt nach aktuellen Angaben etwa 458 Wh und wiegt rund 3,5 Kilogramm.
Wie weit fährt der NAVEE Fold P10?
NAVEE gibt bis zu 70 Kilometer an. Diese Reichweite wurde jedoch offenbar unter sehr günstigen Bedingungen und bei niedriger Geschwindigkeit ermittelt. Wie weit die deutsche Serienversion wirklich fährt, muss ein Praxistest zeigen.
Wie viel Leistung hat der NAVEE Fold P10?
Die Nennleistung wird mit 500 Watt, die Spitzenleistung mit bis zu 1.350 Watt angegeben.
Wie schwer ist der Fold P10?
Der Scooter selbst soll etwa 17,9 Kilogramm wiegen, der Akku zusätzlich rund 3,5 Kilogramm. Insgesamt sind das ungefähr 21,4 Kilogramm.
Wie klein wird der NAVEE Fold P10?
Je nach aktuell veröffentlichter Quelle liegen die gefalteten Abmessungen ungefähr bei 68 bis 71 Zentimetern Länge, 31 bis 34 Zentimetern Breite und rund 56 bis 57 Zentimetern Höhe.
Hat der NAVEE Fold P10 eine deutsche Straßenzulassung?
Eine endgültige deutsche Serienvariante inklusive bestätigter ABE ist aktuell noch nicht ausreichend dokumentiert. Für Deutschland müsste das Modell insbesondere auf maximal 20 km/h ausgelegt sein und eine entsprechende Betriebserlaubnis besitzen.
Mein Fazit zum NAVEE Fold P10
Ich glaube, der NAVEE Fold P10 könnte einer der interessantesten E-Scooter des Jahres 2027 werden.
Nicht weil er 150 km/h fährt.
Nicht weil er 5.000 Watt besitzt.
Und auch nicht, weil NAVEE irgendeine absurd hohe Reichweitenzahl auf die Verpackung druckt.
Mich interessiert dieses Fahrzeug, weil endlich wieder jemand versucht, die ursprüngliche Idee hinter einem E-Scooter ernst zu nehmen:
persönliche Mobilität.
Ein Fahrzeug, das ich tatsächlich transportieren und verstauen kann.
Der Dreifach-Faltmechanismus ist dafür eine richtig spannende Idee. Der herausnehmbare 458-Wh-Akku macht das Konzept noch sinnvoller. 500 Watt Nennleistung und 1.350 Watt Peak sollten für die Stadt vollkommen ausreichend sein. Doppel-Federung, 10-Zoll-Tubeless-Reifen, TCS, Find My und IPX6 machen aus dem P10 gleichzeitig keinen abgespeckten Notfall-Scooter.
Aber ich sehe auch die Punkte, über die wir reden müssen.
21,4 Kilogramm sind nicht wirklich leicht.
70 Kilometer Reichweite sollte niemand ungeprüft für bare Münze nehmen.
Der deutsche Zulassungsstatus muss geklärt werden.
Der Preis von 799 Euro muss für Deutschland final bestätigt werden.
Und vor allem muss sich zeigen, ob diese aufwendige Faltmechanik auch nach Jahren noch stabil und spielfrei funktioniert.
Wenn NAVEE genau diese Punkte in den Griff bekommt, dann könnte der Fold P10 tatsächlich etwas schaffen, was momentan nicht viele E-Scooter schaffen:
Er könnte technisch interessant und gleichzeitig im Alltag wirklich praktisch sein.
Genau deshalb möchte ich den Fold P10 unbedingt als Serienfahrzeug testen.
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