Das JOBOBIKE Ace Pro ist auf den ersten Blick vielleicht nicht das E-Bike, das mit gigantischen Leistungswerten oder besonders extravaganten technischen Spielereien Aufmerksamkeit erzeugt. Und genau das könnte seine Stärke sein.
Denn dieses Bike verfolgt einen ziemlich klaren Ansatz: Es soll kompakt sein, sich zusammenklappen lassen, einen vernünftigen Akku besitzen und sich trotzdem eher wie ein richtiges E-Bike als wie ein billiges Elektro-Klapprad fahren.
Ich habe mir deshalb einmal genauer angesehen, was beim JOBOBIKE Ace Pro tatsächlich drinsteckt und wo die Unterschiede zu vielen einfachen 20-Zoll-Falträdern liegen.
Und eine Sache finde ich dabei besonders interessant:
Der Drehmomentsensor.
Denn genau an diesem Bauteil trennt sich für mich bei günstigen E-Bikes sehr häufig die Spreu vom Weizen.
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Zum Zeitpunkt meiner Recherche kostet das Ace Pro mit 15-Ah-Akku offiziell 1.299 Euro. Die Varianten Schwarz und Blau werden zu diesem Preis gelistet. jobobike.de
Mit 6 Prozent Rabatt landen wir rechnerisch bei rund 1.221 Euro.
Und damit wird das Gesamtpaket durchaus interessant.
JOBOBIKE Ace Pro: Was ist das eigentlich für ein E-Bike?
Das Ace Pro ist ein kompaktes 20-Zoll-E-Faltrad.
Das klingt erst einmal wenig spektakulär.
20-Zoll-Klappräder gibt es inzwischen von zahlreichen Herstellern, und gerade in der Preisklasse um 1.000 bis 1.500 Euro ist der Markt ziemlich voll geworden.
JOBOBIKE versucht sich allerdings über die Ausstattung etwas abzusetzen.
Beim Ace Pro bekommen wir einen Aluminiumrahmen mit Faltmechanismus, einen 250-Watt-Hinterradmotor, einen 36-Volt-Akku mit 15 Ah, hydraulische Tektro-Scheibenbremsen und – für mich besonders wichtig – einen Drehmomentsensor.
Dazu kommen eine Shimano-7-Gang-Schaltung, eine gefederte Zoom-Vorderradgabel, ein Bluetooth-fähiges LCD-Display und 20 × 2,125 Zoll große CST-Reifen. jobobike.de
Das klingt auf dem Papier nach einer ziemlich vernünftigen Mischung.
Das Ace Pro möchte eben nicht nur möglichst klein sein.
Es soll tatsächlich als vollwertiges Pendler- und Alltags-E-Bike funktionieren.
Und genau unter diesem Gesichtspunkt muss man es meiner Meinung nach betrachten.
Das Ace Pro ist die interessanteste Variante der Ace-Serie
JOBOBIKE verkauft nicht nur ein Ace.
Aktuell gibt es das normale Ace, das Ace S und eben das Ace Pro.
Ich möchte daraus jetzt keinen großen Modellvergleich machen, denn hier soll es bewusst um das Ace Pro gehen. Ein paar Unterschiede muss man aber kennen.
Das normale Ace arbeitet mit einem 36-V-/10-Ah-Akku und mechanischen Scheibenbremsen.
Beim Ace S bekommt man ebenfalls 10 Ah, aber bereits hydraulische Bremsen.
Das Ace Pro geht einen Schritt weiter:
Es besitzt einen 36-V-/15-Ah-Akku, hydraulische Tektro-Scheibenbremsen und einen Drehmomentsensor statt eines klassischen Geschwindigkeitssensors. Außerdem gibt JOBOBIKE für das Pro ein Gewicht von 24 Kilogramm an. jobobike.de
Und genau diese drei Punkte machen für mich den entscheidenden Unterschied:
Mehr Akku.
Bessere Bremse.
Besserer Sensor.
Das sind keine optischen Spielereien, sondern Dinge, die man bei jeder Fahrt merkt.
Der Drehmomentsensor ist für mich eines der wichtigsten Argumente
Über Motorleistung wird bei E-Bikes unglaublich viel gesprochen.
250 Watt hier, 500 Watt dort, 80 Nm, 100 Nm und so weiter.
Was dabei häufig unterschätzt wird, ist die Frage:
Wie wird diese Motorleistung eigentlich geregelt?
Ein einfacher Geschwindigkeitssensor erkennt im Wesentlichen, dass sich die Kurbel beziehungsweise das System bewegt. Sobald der Fahrer tritt, setzt der Motor entsprechend der gewählten Unterstützungsstufe ein.
Das funktioniert.
Es kann sich allerdings relativ künstlich anfühlen.
Ihr tretet leicht – der Motor schiebt.
Ihr tretet stärker – der Motor schiebt häufig trotzdem ähnlich.
Ein Drehmomentsensor arbeitet anders.
Er erkennt, wie stark ich tatsächlich in die Pedale trete.
Wenn ich nur locker pedaliere, wird weniger unterstützt.
Trete ich kräftig hinein, beispielsweise beim Anfahren oder an einer Steigung, reagiert der Motor entsprechend stärker.
Das Resultat ist normalerweise ein wesentlich natürlicheres Fahrgefühl.
JOBOBIKE nennt beim Ace Pro ausdrücklich einen Drehmomentsensor, während Ace und Ace S mit Geschwindigkeitssensoren ausgestattet werden. jobobike.de
Und das ist für mich tatsächlich ein Pro-Argument.
Gerade in der Stadt möchte ich kein Bike, das beim ersten Pedalimpuls plötzlich unkontrolliert losschiebt.
Ich möchte fein dosieren können.
Ampel.
Kurve.
Enger Radweg.
Fußgänger.
Langsames Rollen.
Steigung.
In all diesen Situationen kann ein sauber abgestimmter Drehmomentsensor einen erheblichen Unterschied machen.
Natürlich bleibt eine Frage offen:
Wie gut hat JOBOBIKE den Sensor tatsächlich abgestimmt?
Ein Drehmomentsensor allein garantiert noch kein perfektes Fahrgefühl.
Software, Controller und Motorabstimmung müssen ebenfalls passen.
Aber technisch ist das zunächst einmal die für mich bessere Ausgangsbasis.
250-Watt-Heckmotor mit 45 Nm
Beim Motor geht JOBOBIKE keinen spektakulären Weg.
Und das meine ich gar nicht negativ.
Verbaut wird ein bürstenloser 36-V-Hinterradmotor mit 250 Watt Nennleistung und angegebenen maximal 45 Nm Drehmoment. jobobike.de
Das Ace Pro will damit kein E-Mountainbike sein.
Und auch kein Lastenrad.
Es ist ein kompaktes City- und Pendler-E-Bike.
45 Nm sind deshalb nicht gigantisch, sollten für typische Stadtfahrten, leichte Steigungen und alltägliches Pendeln aber grundsätzlich ausreichen.
Gerade bei einem relativ kompakten 20-Zoll-Bike muss man nicht zwangsläufig dreistellige Drehmomentwerte haben.
Entscheidender finde ich die Kombination aus Motor, kleinem Laufrad und Drehmomentsensor.
Durch das 20-Zoll-Hinterrad kann ein Nabenmotor subjektiv durchaus kräftig wirken.
Trotzdem würde ich bei wirklich steilen Bergen keine Wunder erwarten.
Wer täglich extreme Steigungen fährt, sollte eher über ein Bike mit kräftigem Mittelmotor nachdenken.
Für Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig oder viele andere eher flachere Stadtregionen sehe ich beim Antrieb des Ace Pro dagegen zunächst kein grundsätzliches Problem.
540 Wh Akku sind für ein kompaktes Faltrad ordentlich
Spannender finde ich den Akku.
Beim Ace Pro setzt JOBOBIKE auf 36 Volt und 15 Ah.
Das ergibt eine Energiekapazität von 540 Wh.
Und 540 Wh sind für ein derart kompaktes 20-Zoll-Faltrad ziemlich ordentlich.
JOBOBIKE nennt außerdem LG-Zellen und integriert den Akku direkt in die Sattelstütze. jobobike.de
Diese Lösung hat mehrere Vorteile.
Optisch verschwindet der Akku ziemlich elegant im Fahrzeug.
Es hängt also kein riesiger schwarzer Kasten außen am Rahmen.
Gleichzeitig bleibt der Akku herausnehmbar.
Das ist im Alltag enorm wichtig.
Wer sein Fahrrad im Keller, Fahrradraum oder in der Garage abstellt, kann den Akku mit in die Wohnung nehmen und dort laden.
Gerade im Winter ist das ebenfalls praktisch.
Und natürlich kann man den Akku zum Diebstahlschutz herausnehmen.
Akku in der Sattelstütze: clever – aber mit einem Punkt, den man beachten sollte
So schön die Integration ist, einen interessanten Hinweis gibt JOBOBIKE selbst.
Beim Ace Pro soll man darauf achten, dass unter dem Akku beziehungsweise der Konstruktion mindestens etwa zehn Zentimeter Bodenfreiheit vorhanden bleiben, damit es beim Überfahren von Bordsteinen oder erhöhten Hindernissen nicht zu einem Kontakt kommt. jobobike.de
Das ist ein Detail, das ich beim Kauf tatsächlich ernst nehmen würde.
Gerade bei einem Citybike fährt man ständig über abgesenkte Bordsteine, Zufahrten und kleinere Kanten.
Ein tief sitzender Akku ist deshalb etwas, das ich im Alltag im Blick behalten würde.
Das ist kein Ausschlusskriterium.
Aber es ist genau die Art Detail, die auf einem Werbefoto schnell untergeht und später im Alltag plötzlich relevant wird.
Bis zu 120 Kilometer Reichweite – realistisch einordnen
Und dann kommt natürlich wieder die berühmte Herstellerreichweite.
JOBOBIKE nennt beim Ace Pro bis zu 120 Kilometer.
Im höchsten Unterstützungsmodus werden immerhin noch bis zu 80 Kilometer angegeben. jobobike.de
Das klingt erst einmal hervorragend.
Nur sollte man solche Angaben grundsätzlich einordnen.
JOBOBIKE beschreibt seine Labormessung unter anderem mit einem etwa 80 Kilogramm schweren Fahrer, vollgeladenem Akku und flacher Strecke. jobobike.de
In der Praxis kommen weitere Faktoren hinzu:
Fahrergewicht, Wind, Temperatur, Reifendruck, Ampeln, Steigungen, Geschwindigkeit und Unterstützungsstufe.
Deshalb würde ich persönlich beim Kauf niemals mit 120 Kilometern fest kalkulieren.
Mich überzeugt eher die objektive Zahl:
540 Wh.
Die kann ich einordnen.
Bei einem kompakten City-E-Bike ist das ein vernünftiger Akku.
Ob daraus bei euch 60, 75, 90 oder tatsächlich mehr als 100 Kilometer werden, hängt vom Einsatz ab.
Für viele Pendler dürfte aber interessanter sein, dass sie nicht jeden Abend laden müssen.
Wer beispielsweise zehn Kilometer zur Arbeit und zehn Kilometer zurück fährt, könnte je nach Fahrweise durchaus mehrere Tage zwischen den Ladevorgängen liegen.
Das ist für mich praktischer als irgendein Laborrekord.
Technische Daten des JOBOBIKE Ace Pro
| Merkmal | JOBOBIKE Ace Pro |
|---|---|
| Motor | Bürstenloser Hinterradmotor |
| Nennleistung | 250 W |
| Drehmoment | bis 45 Nm |
| Akku | 36 V / 15 Ah |
| Kapazität | 540 Wh |
| Akkuzellen | LG |
| Sensor | Drehmomentsensor |
| Unterstützungsstufen | 3 |
| Reichweite | bis 120 km laut Hersteller |
| Reichweite höchste Unterstützung | bis 80 km laut Hersteller |
| Laufräder | 20 Zoll |
| Reifen | CST 20 × 2,125 Zoll |
| Schaltung | Shimano 7-Gang |
| Bremsen | hydraulische Tektro-Scheibenbremsen |
| Bremsscheiben | 160 mm |
| Federgabel | Zoom |
| Display | LCD mit Bluetooth |
| Rahmen | Aluminium |
| Gewicht | ca. 24 kg |
| maximale Zuladung | 120 kg |
| empfohlene Körpergröße | ab ca. 160 cm |
| Pedale | klappbar |
Die Daten stammen aus der aktuellen JOBOBIKE-Produktbeschreibung des Ace Pro. jobobike.de
Hydraulische Tektro-Bremsen sind in dieser Preisklasse ein Pluspunkt
Ein weiterer Punkt gefällt mir.
Das Ace Pro bekommt hydraulische Scheibenbremsen von Tektro mit 160-Millimeter-Scheiben. jobobike.de
Das ist für mich bei einem E-Bike inzwischen eigentlich die Ausstattung, die ich haben möchte.
Mechanische Scheibenbremsen funktionieren ebenfalls.
Aber hydraulische Systeme bieten normalerweise eine bessere Dosierbarkeit und benötigen weniger Handkraft.
Gerade im Stadtverkehr kann das wichtig sein.
Ihr fahrt schließlich nicht zehn Kilometer geradeaus.
Stattdessen habt ihr ständig:
Ampeln.
Kreuzungen.
Autos.
Fußgänger.
Radfahrer.
Straßenbahnschienen.
Ausfahrten.
Und manchmal Menschen, die offenbar beschlossen haben, unmittelbar vor eurem Fahrrad die Straßenseite zu wechseln.
Da möchte ich eine Bremse haben, die sich sauber dosieren lässt.
Und genau hier hat JOBOBIKE gegenüber dem normalen Ace sinnvoll aufgerüstet.
20-Zoll-Räder: Warum kleine Räder nicht automatisch schlechter sind
20 Zoll klingt für Menschen, die normalerweise Trekkingräder mit 28 Zoll fahren, zunächst ziemlich klein.
Aber bei einem Faltrad ist genau das gewollt.
Kleine Räder machen das gesamte Bike kompakter.
Sie lassen sich leichter im Auto verstauen und sorgen dafür, dass ein gefaltetes Fahrrad nicht plötzlich fast so viel Platz benötigt wie ein ungefaltetes.
Dazu kommt ein weiterer Effekt:
20-Zoll-Räder können sich sehr agil anfühlen.
Das Bike reagiert schnell auf Lenkbewegungen und lässt sich gerade in der Stadt gut manövrieren.
Natürlich gibt es auch Nachteile.
Große Räder rollen souveräner über Schlaglöcher und Unebenheiten.
Und genau deshalb finde ich es gut, dass JOBOBIKE nicht auf ultradünne Reifen setzt.
Verbaut werden CST-Reifen in 20 × 2,125 Zoll. JOBOBIKE nennt zudem reflektierende Streifen und einen erhöhten Pannenschutz. jobobike.de
Das ist noch lange kein Fatbike.
Aber die Reifen bieten mehr Volumen als klassische schmale Faltradreifen.
Und das dürfte dem Komfort zugutekommen.
Dazu kommt eine gefederte Zoom-Gabel
Vorne sitzt außerdem eine Zoom-Federgabel. jobobike.de
Auch das finde ich bei 20-Zoll-Rädern sinnvoll.
Denn kleine Räder reagieren auf harte Kanten grundsätzlich direkter.
Eine Federgabel kann Kanaldeckel, Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten und schlechte Radwege deshalb etwas entschärfen.
Ich würde daraus allerdings kein Mountainbike machen.
Das Ace Pro bleibt ein City- beziehungsweise Pendlerbike.
Nur weil vorne eine Federgabel sitzt, würde ich damit nicht anfangen, Waldtrails herunterzuspringen.
Für genau die Dinge, mit denen man im Alltag konfrontiert wird, kann die zusätzliche Federung aber durchaus angenehm sein.
Shimano 7-Gang statt Singlespeed
Beim mechanischen Antrieb verbaut JOBOBIKE eine Shimano-7-Gang-Schaltung. jobobike.de
Das ist kein High-End-Antrieb.
Muss er aber auch nicht sein.
Sieben Gänge reichen bei einem City-E-Bike für den typischen Einsatz völlig aus.
Und mir ist eine einfache, bekannte Schaltung teilweise sogar lieber als irgendeine exotische Eigenentwicklung, bei der man zwei Jahre später keine Ersatzteile mehr bekommt.
Shimano-Komponenten kennt praktisch jede Fahrradwerkstatt.
Kette, Kassette, Schaltung oder Zug sind keine exotischen Bauteile.
Gerade bei einem Alltagsfahrrad ist das ein wichtiger Punkt.
Denn ein E-Bike muss nicht nur am ersten Tag funktionieren.
Es muss auch nach zwei oder drei Jahren noch reparierbar sein.
Das Ace Pro lässt sich zusammenklappen
Der eigentliche Kern des Konzepts bleibt aber der Faltmechanismus.
Das Ace Pro kann am Rahmen zusammengeklappt werden, dazu kommen klappbare Pedale. JOBOBIKE positioniert das Bike entsprechend für Menschen, die Fahrrad und Auto beziehungsweise öffentlichen Verkehr miteinander kombinieren möchten. jobobike.de
Und hier sehe ich einen ziemlich interessanten Einsatzbereich.
Wohnmobil.
Camping.
Kofferraum.
Ferienwohnung.
Kleine Stadtwohnung.
Büro.
Genau dafür sind solche Fahrräder praktisch.
Man muss keinen großen Fahrradträger montieren, wenn das Bike in ein entsprechend großes Fahrzeug passt.
Man braucht in einer kleinen Wohnung keinen riesigen Stellplatz.
Und wer mit Bahn oder Auto pendelt, kann die berühmte letzte Meile elektrisch fahren.
24 Kilogramm sind allerdings nicht wirklich federleicht
Jetzt kommen wir zu meinem ersten größeren Kritikpunkt.
JOBOBIKE verwendet auf seiner Produktseite teilweise den Begriff „leicht“ und zeigt in allgemeinen Grafiken für die Ace-Serie sogar 22 Kilogramm.
In der eigentlichen technischen Tabelle wird für das Ace Pro allerdings 24 Kilogramm angegeben. jobobike.de
Und 24 Kilogramm sind für mich nicht mehr wirklich leicht.
Kompakt?
Ja.
Faltbar?
Ja.
Leicht?
Naja.
Wer glaubt, er klappt das Bike jeden Morgen zusammen und trägt es locker zwei Stockwerke in die Wohnung, sollte vorher einmal 24 Kilogramm in die Hand nehmen.
Das ist ungefähr das Gewicht eines großen Reisekoffers.
Für kurze Strecken geht das.
Dauernd möchte ich damit aber keine Treppen steigen.
Das ist grundsätzlich ein Problem vieler Elektro-Falträder.
Der Motor wiegt etwas.
Der Rahmen muss stabil sein.
Und ein 540-Wh-Akku wiegt ebenfalls.
Man kann nicht gleichzeitig einen großen Akku, vernünftige Komponenten und ein Gewicht von 14 Kilogramm erwarten – zumindest nicht in dieser Preisklasse.
Ich würde das Ace Pro deshalb eher als kompakt transportierbar und nicht als ultraleicht bezeichnen.
Bis 120 Kilogramm Zuladung
Die maximale Belastung gibt JOBOBIKE mit 120 Kilogramm an. jobobike.de
Das ist ein ordentlicher Standardwert.
Allerdings sollte man bei Zuladungsangaben immer daran denken, dass damit normalerweise nicht ausschließlich das Körpergewicht des Fahrers gemeint ist.
Rucksack, Gepäck und anderes Gewicht müssen mitberücksichtigt werden.
Wer beispielsweise 110 Kilogramm wiegt und noch einen schweren Rucksack dabei hat, bewegt sich entsprechend bereits nah am Limit.
Tiefer Einstieg macht das Ace Pro ziemlich alltagstauglich
Der Rahmen besitzt einen relativ tiefen Einstieg.
Das ist nicht nur für kleinere Fahrer interessant.
Auch Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit oder einfach alle, die nicht jedes Mal das Bein über einen riesigen Oberrohrrahmen schwingen möchten, profitieren davon.
Gerade bei einem Stadtbike finde ich einen tiefen Einstieg überhaupt nicht uncool.
Im Gegenteil.
Man hält ständig an.
Man steigt häufig auf und ab.
Dann möchte ich es möglichst unkompliziert haben.
JOBOBIKE empfiehlt das Ace Pro offiziell für Fahrer ab ungefähr 160 Zentimetern Körpergröße. jobobike.de
Wer deutlich kleiner oder sehr groß ist, sollte vor dem Kauf trotzdem prüfen, ob Sitzposition und Verstellbereich wirklich passen.
LCD-Display mit Bluetooth
Das Ace Pro besitzt außerdem ein LCD-Display mit Bluetooth.
Über die Bikewise-Pro-App können zusätzliche Funktionen genutzt werden. JOBOBIKE verweist dafür sowohl auf eine iOS- als auch Android-Version. jobobike.de
Ich bin bei E-Bike-Apps immer ein bisschen zwiegespalten.
Eine gute App kann praktisch sein.
Fahrdaten, Einstellungen oder zusätzliche Informationen auf dem Smartphone zu haben, ist nett.
Aber ein Fahrrad sollte meiner Meinung nach niemals davon abhängig sein.
Ich möchte aufsteigen und fahren können.
Ohne Account.
Ohne Smartphone.
Ohne Bluetooth.
Ohne Update.
Und genau deshalb gefällt mir die Kombination aus eigenständigem LCD-Display plus optionaler Bluetooth-Funktion grundsätzlich besser als ein Bike, bei dem praktisch alles über das Smartphone erledigt werden muss.
Licht und Schutzbleche sind bereits vorhanden
Bei einem Pendlerbike gehören für mich Beleuchtung und Schutzbleche einfach dazu.
Das Ace Pro besitzt eine LED-Beleuchtung sowie vollständige Schutzbleche vorne und hinten. jobobike.de
Das klingt banal.
Aber wer sein Bike wirklich täglich nutzt, weiß, wie wichtig das ist.
Ein sportliches E-Bike ohne Schutzbleche sieht auf Produktfotos vielleicht cool aus.
Nach zehn Minuten auf einer regennassen Straße sieht der Fahrer allerdings aus, als hätte er gerade an einer Motocross-Veranstaltung teilgenommen.
Für mich gehört zu einem echten Alltagsbike deshalb eine vernünftige Grundausstattung.
Ein normales Pedelec statt Hochleistungs-E-Bike
Interessant ist auch die rechtliche Einordnung.
Das Ace Pro verfolgt bewusst ein völlig anderes Konzept als viele der extrem leistungsstarken E-Bikes, über die wir bei Scooterhelden ebenfalls berichten.
Ein Pedelec wird in Deutschland rechtlich wie ein Fahrrad behandelt, wenn die Motorunterstützung an das Treten gekoppelt ist, die Nenndauerleistung maximal 250 Watt beträgt und die Unterstützung spätestens bei 25 km/h endet. ADAC
Mit seinem 250-Watt-Antrieb und dem auf Tretunterstützung ausgelegten System orientiert sich das Ace Pro genau an diesem klassischen Pedelec-Konzept. jobobike.de
Und für ein Pendlerbike halte ich das für absolut sinnvoll.
Keine Jagd nach 60 km/h.
Keine 4.000-Watt-Motoren.
Sondern ein Fahrrad, das als Fahrrad benutzt werden soll.
Wer braucht ein solches Faltrad überhaupt?
Ich sehe beim Ace Pro mehrere ziemlich klare Zielgruppen.
Die erste Gruppe sind Pendler.
Wer morgens einige Kilometer zum Bahnhof fährt, das Bike mitnehmen oder im Auto verstauen möchte und anschließend noch einmal ein paar Kilometer zurücklegen muss, bekommt genau dafür ein passendes Konzept.
Die zweite Gruppe sind Camper.
Gerade im Wohnmobil oder Wohnwagen zählt jeder Zentimeter Stauraum.
Ein faltbares E-Bike kann dort erheblich praktischer sein als ein großes Trekkingrad.
Die dritte Gruppe sind Menschen mit wenig Platz.
Nicht jeder besitzt eine Garage oder einen Fahrradkeller.
Wer das Bike in der Wohnung oder im Büro aufbewahren möchte, kann von einem Faltmechanismus enorm profitieren.
Und schließlich gibt es Menschen, die einfach ein kompaktes, leicht zu manövrierendes City-E-Bike möchten.
Auch dafür kann ein 20-Zoll-Bike spannend sein.
Was mir beim JOBOBIKE Ace Pro besonders gefällt
Das Interessante am Ace Pro ist für mich nicht ein einzelnes spektakuläres Feature.
Es ist die Zusammenstellung.
540-Wh-Akku.
Drehmomentsensor.
Hydraulische Tektro-Bremsen.
Shimano-7-Gang-Schaltung.
Federgabel.
20-Zoll-CST-Reifen.
Bluetooth.
Faltmechanismus.
Dazu ein klassischer 250-Watt-Antrieb.
Für ein Bike um rund 1.300 Euro ist das erst einmal eine vernünftige Ausstattung.
Vor allem Drehmomentsensor und hydraulische Bremsen sind zwei Punkte, bei denen günstigere Modelle gerne sparen.
Und genau dort würde ich persönlich ungern sparen.
Was ich beim Ace Pro kritisch sehe
Perfekt ist das Konzept natürlich nicht.
24 Kilogramm sind für ein Faltrad relativ viel.
Der Faltmechanismus macht es zwar kleiner, aber eben nicht automatisch leicht.
Dann ist da der tief sitzende Sattelstützen-Akku.
Optisch gefällt mir die Lösung.
Der Herstellerhinweis zur Bodenfreiheit zeigt aber, dass man bei höheren Kanten etwas aufpassen sollte. jobobike.de
Auch die 120 Kilometer Reichweite würde ich nicht als alltäglichen Standardwert betrachten.
Das ist ein Optimalwert unter entsprechenden Bedingungen.
Und schließlich würde ich gerne wissen, wie gut der Drehmomentsensor tatsächlich abgestimmt ist.
Denn das können technische Daten nicht beantworten.
Der Preis: Ace Pro aktuell 1.299 Euro
Zum Zeitpunkt meiner Recherche am 2. Oktober 2026 wird das Ace Pro mit dem 15-Ah-Akku im deutschen JOBOBIKE-Shop für 1.299 Euro angeboten. jobobike.de
Und hier wird unser Rabatt natürlich interessant.
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Bei 1.299 Euro entsprechen sechs Prozent Rabatt 77,94 Euro.
Damit würde der Preis rechnerisch auf 1.221,06 Euro sinken, sofern der Rabattcode auf die aktuell gewählte Ace-Pro-Variante angewendet wird.
Ich würde den Code deshalb auf jeden Fall vor dem Abschluss der Bestellung im Warenkorb eingeben und den angezeigten Endpreis kontrollieren.
Der Shop wirbt aktuell außerdem mit kostenlosem Versand innerhalb der EU, zwei Jahren Garantie sowie einer 20-tägigen Probefahrt. Die genauen Bedingungen sollte man vor dem Kauf noch einmal direkt beim Anbieter prüfen. jobobike.de
Bei dem oben genannten Link handelt es sich um einen Affiliate-Link. Wenn ihr darüber bestellt, können wir eine Provision erhalten. Für euch ändert sich dadurch der Preis nicht – über den Rabattcode könnt ihr zusätzlich sparen.
Mein erstes Fazit zum JOBOBIKE Ace Pro
Das Ace Pro versucht nicht, ein besonders extremes E-Bike zu sein.
Und das gefällt mir an diesem Konzept.
Wir haben in den vergangenen Jahren unglaublich viele Bikes gesehen, bei denen Hersteller hauptsächlich mit immer größeren Motorleistungen, dickeren Reifen und absurderen Zahlen um sich werfen.
Das kann Spaß machen.
Aber nicht jeder braucht so etwas.
Das JOBOBIKE Ace Pro möchte stattdessen ein praktisches E-Bike sein.
Kompakt.
Faltbar.
Alltagstauglich.
Mit vernünftigem Akku.
Und technisch an den Stellen aufgewertet, an denen es tatsächlich einen Unterschied macht.
Für mich sind der Drehmomentsensor und die hydraulischen Tektro-Bremsen dabei die beiden wichtigsten Punkte.
Der 540-Wh-Akku passt ebenfalls gut zum Konzept.
Und die Kombination aus 20-Zoll-Rädern, Federgabel, 7-Gang-Schaltung und tiefem Einstieg macht das Bike gerade für Stadt, Pendelstrecke, Camping oder Wohnmobil interessant.
Was man nicht unterschätzen sollte, sind die 24 Kilogramm.
Wer täglich mehrere Stockwerke Treppen überwinden muss, sollte sich gut überlegen, ob ein solches Bike wirklich das Richtige ist.
Wer es dagegen hauptsächlich zusammenklappen möchte, um es platzsparender in Auto, Wohnmobil, Garage oder Wohnung unterzubringen, für den spielt der Faltmechanismus seine Vorteile deutlich besser aus.
Und dann bleibt natürlich die entscheidende Frage:
Wie gut fährt das Ace Pro wirklich?
Denn technische Daten können mir sagen, welcher Sensor eingebaut ist.
Sie können mir aber nicht sagen, ob die Abstimmung gelungen ist.
Sie können mir sagen, dass hydraulische Bremsen vorhanden sind.
Aber nicht, wie gut sie sich dosieren lassen.
Sie können mir 120 Kilometer Reichweite versprechen.
Aber nicht sagen, wie weit ich persönlich unter realen Bedingungen komme.
Genau deshalb sind Praxistests für mich am Ende immer wichtiger als Produktseiten.
Auf dem Papier ist das JOBOBIKE Ace Pro für aktuell 1.299 Euro beziehungsweise rechnerisch rund 1.221 Euro mit unserem 6-%-Code aber erst einmal ein ziemlich interessantes Gesamtpaket.
Vor allem für diejenigen, die kein Monster-E-Bike brauchen, sondern ein kompaktes und vernünftig ausgestattetes Pedelec für den Alltag suchen.
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